The Faust Tapes
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Virgin |
| Durchschnittswertung: |
10.67/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Werner Diermaier |
drums |
| Hans-Joachim Irmler |
organ |
| Arnulf Meifert |
drums |
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| Rudolf Sosna |
guitar, keyboards |
| Gunter Wüsthoff |
Synthesizer, Sax |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Exercise
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0:52
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| 2. |
Exercise
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0:21
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| 3. |
Flashback Caruso
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4:01
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| 4. |
Exercise
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1:48
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| 5. |
J'ai Mal Aux Dents
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7:14
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| 6. |
Untitled
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1:03
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| 7. |
Untitled
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1:42
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| 8. |
Dr Schwitters #1
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0:25
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| 9. |
Exercise
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1:11
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| 10. |
Untitled
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1:18
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| 11. |
Untitled
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0:50
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| 12. |
Dr Schwitters #2
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0:49
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| 13. |
Untitled
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1:03
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| 14. |
Untitled
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0:47
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| 15. |
Untitled
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1:33
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| 16. |
Untitled
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2:18
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| 17. |
Untitled
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0:34
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| 18. |
Untitled
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0:51
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| 19. |
Untitled
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1:15
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| 20. |
Untitled
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2:28
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| 21. |
Untitled
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0:20
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| 22. |
Untitled
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1:13
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| 23. |
Untitled
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0:59
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| 24. |
Stretch Out Time
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1:35
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| 25. |
Der Baum
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3:49
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| 26. |
Chère Chambre(aka Viel Obst, Viel Obst)
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3:07
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| Gesamtlaufzeit | 43:26 |
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Rezensionen

Die erste bei VIRGIN verlegte LP. Das Label bot sie damals für 49p, dem Preis einer Single an und verkaufte 1973 über 50 000 Exemplare - nicht schlecht für eine deutsche Band.
Die LP beinhaltet Aufnahmen aus Wümme, die zwischen 1971 und 1973 entstanden und eigentlich nicht zur Veröffentlichung vorgesehen waren. Meine LP enthält auch keinerlei Tracklisten, sondern besteht aus zwei Songs, auf jeder Seite einen.
Geboten wird ein ziemlicher Mischmasch aus Avangarde, Kinderliedähnlichem, freien Soundspielereien oder Krautrock, dazu kommen Sprachfetzen, kurze Übungen auf diversen Instrumenten und anderer Schnickschnack. Das hört sich manchmal ziemlich krude an, anderseits gelingt es der Band immer wieder, plötzlich auf einen Song umzuschalten, wie sie auf So Far enthalten sind.
Die erste LP-Seite beginnt mit einer dunklen Klangwolke, gefolgt von einem sich wiederholenden, schrillen Gesangsrefrain, bis sie plötzlich bei einem Titel landen, der an ein Überbleibsel der SYD BARRETT-Ära von PINK FLOYD erinnert. Danach experimentieren sie mit Stimmen herum, lassen passend dazu ein Saxophon wie ein Elefant klingen und blenden übergangslos in einen FAUST-Titel ein: "J'ai Mal Aux Dents", der später noch veröffentlicht wurde. Danach geht es fröhlich weiter mit Soundcollagen, elektronischen Düsterklängen, Saxophonausbrüchen und anderem Schrägen.
Seite 2 ist in der ersten Hälfte sehr frei in der Gestaltung. Das geht über kurze Gitarrenriffs, atonales Synthesizergezirpe, harmonische Klaviermelodien und Soundscapes aus dem Weltall. Ab der Mitte der Seite schaltet die Band in Songstrukturen um, wobei diese hauptsächlich akustisch gehalten sind. Wunderschön und witzig, wenn zu sanften Gitarrentönen Péron erst französisch redet und mittendrin eine Einkaufsliste auf deutsch runterrasselt - witzig und doch passend.
Für eine LP, die nie zur Veröffentlichung gedacht war, ist das eine gelungene Collage in bester Manier deutscher Bands aus den frühen 70ern. Eine schrille Mischung aus Can, Pink Floyd, Zappa, Tangerine Dream (den sehr frühen!) und anderem.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
18.5.2005 |
| Letzte Änderung: |
14.2.2006 |
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Krank. Völlig bekloppt.
Was haben die bloß eingenommen, um so was zu produzieren? Und was haben die Leute bei Virgin bloß eingenommen, um so was zu veröffentlichen? Was immer es war, es hat der Welt eine wundersame Klangcollage beschert, eine Orgie von Lärm und Krach, die den schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn eindeutig überschreitet.
Nur selten schält sich aus der Abfolge strukturloser Klänge so etwas wie ein Song heraus, mal proto-punkig lärmend ("J'ai mal aux dents"), aber auch mal von eigenartig fragiler Schönheit ("Flashback Caruso").
Krank. Völlig bekloppt.
Genial.
| Anspieltipp(s): |
J'ai mal aux dents |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
14.2.2006 |
| Letzte Änderung: |
14.2.2006 |
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Studiomüll, aneinandergehängt und durcheinandergemischt, Fragmente von Stücken, unfertige Lieder, Klangschnipsel, verunglückte Soli, Krach, Sprachfetzen, Katzenmusik, Gelaber, Instrumentalgeschrammel, elektronische Fürze, Kinderlieder, Zufallsklänge erzeugt auf zufällig gewählten Klangerzeugern, Tonschweben, Rumgenöle ...
"The Faust Tapes" ist eine Abfallsammlung. Eine Zusammenstellung von Klängen, die Faust in den vielen Sessions in Wümme zusammenimprovisiert haben, Klänge, die eigentlich nicht zur Veröffentlichung bestimmt waren, zumindest hat sich wohl niemand während des Einspielens darüber Gedanken gemacht. Ist das nun dilettantischer Mist oder genialer Dada-Krautrock? Ich weiß es auch nicht. Das musikalische Niveau ist sehr niedrig (die von Andreas weiter oben, gegen Ende seiner Rezension aufgezählten Gruppen hatten jedenfalls sehr viel mehr auf dem Kasten), irgendein Konzept oder eine klare Linie gibt es nicht (was vermutlich das Konzept ist), der Gesang ist meist grausam, akzentbelastet und auch sonst ziemlich daneben. Es schrammelt, plingt und lärmt meist eher unaufgeregt dahin. Bizarr und bekloppt ist es aber mit Sicherheit. Vermutlich bizarr genug dafür, dass man es als Kunst bezeichnen kann. Der eine oder andere wird hier auch Genialität und was sonst noch alles wittern. Spassig ist es auf jeden Fall. Einzigartig wohl auch. Kurzum: Sehr kultig!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
15.2.2006 |
| Letzte Änderung: |
12.5.2007 |
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