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Frogg Café

Fortunate Observer Of Time

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2005
Besonderheiten/Stil: Jazzrock / Fusion; RetroProg; Zappaeskes
Label: Progrock Records
Durchschnittswertung: 10.75/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Bill Ayasse violin, vocals, mandolin, percussion
Steve Uh guitar, keyboards, violin
Nick Lieto lead vocals, keyboards, piano, trumpet, flugelhorn
Andrew Sussman bass, cello, vocals, marinated ice
James Guarnieri drums, percussion

Gastmusiker

John Lieto trombone (2,4,6,7)
Steve Campanella marimba (1,3,4,6)
Ed Mann marimba, vibes, percussion (7)
Izzy Mergen congas (4,6,7)
Sharon Ayasse flute (8)
Marjorie Ayasse vocals (3)
Tim Roache "shhh" (2)

Tracklist

Disc 1
1. Eternal Optimist 6:31
2. Fortunate Observer Of Time   (Instrumental) 7:04
3. Reluctant Observer 9:27
4. No Regrets 8:13
5. Resign 1:05
6. You're Still Sleeping 10:43
7. Abyss Of Dissension 14:38
8. Release   (Instrumental) 3:56
Gesamtlaufzeit61:37


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 4)


"The Fortunate Observer Of Time" ist das dritte 'reguläre' Studioalbum von Frogg Café (das Impro-Album "Noodles" werte ich mal als "Sonderveröffentlichung"). Es ist das erste Album, welches die 'Froggies' bei ihrem Label Progrock Records herausbringen. Und es ist das erste Album mit dem neuen Gitarristen Steve Uh, der Frank Camiola ersetzt.

Das Vorgängeralbum "Creatures" hat ja unter anderem die Diskussion eröffnet, ob es sich hier um ein Füllhorn an kreativen Ideen oder doch eher um ein richtungslos zusammengeschustertes Album handelt. Desweiteren stand die Frage im Raum: Wohin gehen Frogg Café?

Nun, eindeutige Antworten gibt "The Fortunate Observer Of Time" nicht, aber die Richtung ist schon deutlich. Wer "Waterfall Carnival" von "Creatures" in sein Herz geschlossen hat, darf sich schon mal freuen. Frogg Café knüpfen direkt an den gepflegten Retro-Prog dieses Titels an und zünden in den ersten Tracks des neuen Albums ein wahres Feuerwerk an sinfonischem Retroprog.

Elegische Gitarrenparts treffen auf die 'weinende' Violine, untermalt von gepflegten Pianoläufen, sanften Keyboard-Tupfern und unaufgeregter, solider Rhythmusarbeit. Frogg Café beherrschen es ihre Version des Retro-Progs vollkommen unkitschig, melodiös und schwebend, ja schwerelos, zu spielen. Musik in die man sich einfach fallen lassen und wohlig geniessen kann. Manche Passagen entwickeln auch so einen folkigen Touch, aber ohne das man jetzt an grüne Wiesen und neblige Highlands denkt. Es ist mehr so eine schwer zu beschreibende Anmutung.

Durch diese schwebende Atmosphäre fallen einige instrumentale Gimmicks zunächst gar nicht so auf, bzw. klingt die Musik eigentlich eher unspektakulär. Aber nach und nach schälen sich die gelungenen Gitarrensoli des neuen Gitarristen Steve Uh heraus, fällt die fast omnipräsente, erstaunlich dominante, Geige auf. Lediglich Schlagzeuger Guarnieri agiert mir etwas zu verhalten.

Während die ersten drei Titel, ich möchte hier fast von der "Observer"-Suite sprechen, stilistisch sehr geschlossen daherkommen, mixen die 'Froggies' in der Folge mehr und mehr jazzige Akzente in die Songs. Zunehmend kommt Nick Lietos aussergewöhnliches Trompetenspiel zu tragen und auch die Keyboards geben eher schrägere Läufe zum besten. Dazu kommt eine immer variantenreichere Percussionarbeit.

Es wird verhältnismässig viel gesungen. Nick Lietos Stimme ist sicherlich immer noch nicht der Hit, hat aber an Volumen und Ausdrucksstärke gewonnen und so kommt das schon ziemlich gut.

Die überwiegende Anzahl der Tracks wurde von Nick Lieto komponiert. Und die Songs klingen wirklich komponiert, die früher zu spürende leicht anarchische Impro-Komponente ist weitgehend verschwunden. Bevor aber zuviel Wohlklang (oder auch eine gewisse Geradlinigkeit) den einen oder anderen enttäuschen könnte (na ja, nicht wirklich, dazu ist die Musik einfach zu gelungen), tritt uns Andy Sussman mit seiner Komposition "Abyss Of Dissension" ordentlich in den Hintern.

Was immer auch mit dem Attribut "zappaesk" gemeint ist (als Zappa-Novize kenne ich mich da nicht so aus), wenn es Humor in der Musik, die Kombination schräger Einfälle, ein gewisser Sarkasmus ist, dann trifft das hier voll zu. "Abyss Of Dissension" ist ein schräges Musical mit Posaunenchor, Cool-Cat-Bar-Jazz-Gesang, 'Rachmaninov'-Männer-Chören, einer Gentle Giant-Einlage und allerlei schrägen bis exzessiven Tönen von den Bläsern, der Gitarre und so weiter. Dazu kommt noch das klimpernde Marimba-Spiel von "Stargast" Ed Mann (Ex-Zappa-Band). Cool, lässig, abgefahren, witzig... wer hier kein breites Grinsen auf den Lippen hat... ;-)

Und wenn man zwei Geiger und einen Cellisten in der Band hat, dann könnte man zum Schluss doch noch ein kleines kammermusikalisches Concerto für Streicher liefern? Ja, genau das tun die 'Froggies' dann auch.

Vom gepflegten, extrem lockeren Retro-Prog über leicht angejazztes bis hin zu schrägeren Einlagen, die 'Froggies' liefern wieder ein echtes Wohlfühlalbum mit hohem Spassfaktor ab. Einziges Manko aus meiner Sicht ist der vielleicht etwas fehlende Groove zu Beginn, aber das ist nun schon Meckern auf sehr hohem Niveau...

Anspieltipp(s): Reluctant Observer
Vergleichbar mit: einem inzwischen perfektionierten Mix aus "All-American-Prog-Music" von Echolyn über Hands bis Kansas mit einem Touch Folk und schrägen Einfällen
Veröffentlicht am: 3.6.2005
Letzte Änderung: 11.3.2007
Wertung: 11/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 2 von 4)


"Was ist denn das für ein mainstreamiger Schleim, der mir da entgegensabbert?" - Die ersten Sekunden vom Opener versetzen mich in einen Schockzustand. "Sind das Frogg Café"? fragt sich der Rezensent und muss nach Einsatz der ersten Geigen feststellen - ja, sie sind es tatsächlich.

Meine Gesichtsfarbe wählte darauf hin erstmal den selben Weg wie meine Kinnlade. Und so plätschert der Opener auch weiter recht mainstreamig dahin. Zwei Minuten vor Schluss folgt dann der Instrumentalteil, der mich zu der Erkenntnis gelangen lässt, dass die Band es doch noch kann. Jetzt fängt das Album also an. Na, dann mal los. Der Beginn des instrumentalen Titeltracks baut schonmal viel mehr Spannung auf und entschädigt für das erste Stück mit tollen Geigen/Trompeten Passagen. Lauter drehen. Ja, jetzt kommt auch der Groove dazu. In der Tat ist das Album recht "clean" abgemischt, was die Stücke ein wenig ihrer Lebhaftigkeit beraubt. Aber wozu gibt es denn den Volume-Regler?

Spätestens nun ist man gefesselt in der Leichtigkeit des Sounds. Der stets vorhandene jazzige Unterton, die zappaesken (das i c h dieses Wort mal verwende!!!) Elemente, die teilweise sehr folkige Note setzt sich auf dem Album fort. Man tendiert (glücklicherweise) sehr stark zu den tollen Momenten des Debütalbums und lässt die Richtungslosigkeit des "Creatures" Albums außen vor ohne dessen Stärken zu vernachlässigen. Die Stimme von Nick Lieto hat an Ausdruckskraft gewonnen, seinen Klang mag ich eh sehr. Er setzt gekonnt den melodischen Kontrapunkt zu den instrumentalen Passagen, die auf "Fortunate Observer Of Time" zu Hauf zu hören sind. Textlich zieht sich ein roter Faden durch das Album, der einen Konzeptcharakter erkennbar werden lässt. Mit "Abyss Of Dissension" liefert die Band dann noch ihr Meisterstück ab, dessen Höhepunkt sicher die mehrstimmige Gesangseinlage ist.

Insgesamt sind Frogg Café nach wie vor eine locker-flockige Band, die es verdient eure Aufmerksamkeit zu bekommen. Was dem Album zur Komplettierung noch fehlt, ist ein stärker kickender Sound mit mehr Dynamik - die Leistung der Band schmälert das jedoch keineswegs: Interessante, jazzig-luftige Songs sind einfach die ideale Kost für laue Sommerabende.

Anspieltipp(s): Abyss Of Dissension
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.6.2005
Letzte Änderung: 20.6.2005
Wertung: 11/15

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Von: Ralf J. Günther @ (Rezension 3 von 4)


Frogg Café sind eine Band mit Potential, aber ihr Meisterwerk haben sie noch nicht vorgelegt. Das ändert sich auch mit "Fortunate Observer of Time" nicht. Die Platte wirkt oft braver, als es der Sache gut tut. Obwohl die Musik viele interessante Aspekte hat, kommt sie trotzdem öfters eher mainstreamig daher. Keine gute Rolle spielt in diesem Zusammenhang Drummer James Guarnieri, den Thomas schon vorsichtig kritisiert hat. Er klopft oft nur den Rhythmus mit, wobei seine kleine Trommel auch noch einen reichlich leblosen Klang hat - für mich ist das ein sehr störender Punkt an dieser Veröffentlichung.

Frogg Café haben mit diesem Album den Prog nicht weiterentwickelt. Die Platte ist ein Angebot an Hörer, die etwas leichtere Kost bevorzugen und die auch im Prog den "Song" suchen. Dagegen ist nichts zu sagen. Nicht jede Platte muss atemlose Spannung transportieren, und entspannte Musik gekonnt in Szene zu setzen, ist schließlich auch eine Kunst. Am meisten gelingt das beim "Longtrack" Abyss Of Dissension, der sich aus relaxtem Anfang zu einem kleinen pseudo-dramatischen Mini-Musical entwickelt.

Dennoch: Auch unter all diesen Gesichtspunkten hätte man die eine oder andere Schüppe drauflegen können. Gegenüber der jüngst heiß diskutierten Platte von "Umphrey´s McGee" ziehen Frogg Café jedenfalls den Kürzeren.

P.S.: Noch mein persönliches Wort zum Thema "zappaesk". Ich weiß, dass Frogg Café mal Zappa gecovert haben. Außerdem spielt sogar Ed Mann mit. Aber was heißt das schon? Von Zappa-Musterschüler Terry Bozzio gibts auch Musik, die kein bisschen zappaesk ist. Und Doo Wop ist ebenfalls keine zappaeske Musik, obwohl von Zappa ein komplettes Doo Wop-Album vorliegt. Wer weiß, vielleicht habe ich irgendwo ein Zitat oder eine Anspielung überhört - egal. Diese Platte ist ein duftiges Feingebäck. Zappa aber bohrte in Weißbrot gerne ein Loch, zog eine Drahtschnur durch und befestigte das Ganze an seinem primären männlichen Geschlechtsteil. (Halt: Alles natürlich nur im übertragenen Sinne! Obwohl, wer weiß...) Von dieser ganzen künstlerischen Attitüde gibts auf "Fortunate Observer of Time" nix. Zu allerletzt gehört wohl Bravheit in den Zappa-Kosmos, und dass diese Platte ein bisschen brav ist, konstatieren sogar manche ihrer Bewunderer. Ergo...

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.6.2005
Letzte Änderung: 1.7.2011
Wertung: 9/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 4 von 4)


Warum sind Frogg Café auch nach dem Album Fortunate Observers of Time immer noch ein Geheimtipp? Warum sind sie nicht die neuen Spock's Beard geworden, wie einige gehofft hatten? Ich sag mal so: Der gemeine Proggie ist wohl weniger jazzrockfasziniert als die meisten Rezensenten von Frogg Café, während die beinharten Jazzrocker Fortunate Observers of Time als zu leicht befinden. Damit sitzen Frogg Café doch wieder zwischen allen Stühlen.

Dabei verstehen es Frogg Café ihre Vorstellung von jazzrockiger Musik total geschickt mit allerlei Retroproganteilen zu kombinieren und dies in absolut griffige Songstrukturen zu gießen, die vollkommen lässig und locker swingen. Und anders als bei dem musikalisch ebenfalls guten Vorgänger Creatures atmet Fortunate Observer of Time echte Album-Atmosphäre.

Ich wusste ehrlich gesagt nie, was es am Gesang von Nick Lieto rumzumäkeln gibt. Ich find seine Tonlage recht angenehm. Meinetwegen manchmal leicht knödelig, aber dennoch recht angenehm.

Ach ja, und Zappa hör ich auch nicht mehr so sehr raus. Ist aber trotzdem - oder gerade deswegen? - gut.

Anspieltipp(s): No regrets
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.8.2006
Letzte Änderung: 8.3.2012
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Frogg Café

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2001 Frogg Café 11.00 3
2003 Creatures 11.00 4
2004 Noodles 10.00 1
2007 The Safenzee Diaries 10.33 3
2010 On The Lillypadd 9.50 2
2010 Bateless Edge 12.80 5

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