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Prism (US)

Live 75-77

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1997
Besonderheiten/Stil: live; Klassischer Prog
Label: Shroom Productions
Durchschnittswertung: 9/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Mike Barreyre Guitar, Vocals
Sonny Solell Sax, Flute, Vocals
Michael Clay Keyboards, Guitar
John Rosseau Drums, Percussion
Steve Parker Bass
Paul Bunker Violin
Ernie Myers Guitar
Skip Durbin Flute, Horns

Tracklist

Disc 1
1. Bach's Lunch at the Why? 1:00
2. Zombie Roch 4:05
3. Suspended Evening 5:43
4. Plain Truth 9:05
5. Great Deceiver 3:30
6. Prelude #1 0:57
7. Triangle of New Flight 6:28
8. Multi Dimensional Jive 3:31
9. Hands in the Fire 5:17
10. Nasebluten 8:44
11. Flute Solo 2:52
12. Ditty 2:48
13. After the Games 1:46
14. Keyboard Solo 1:07
15. King's Mischief 6:15
16. Skeletone Rag 4:10
Gesamtlaufzeit67:18


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


Prism nannten sich Hands, bevor sie sich Hands nannten. Davor hiess die Gruppe Ibis und noch früher Festoons. Die Festoons schliesslich entstanden 1973 bei der Fusion der beiden Gruppen Quarts Of Wheat und Gargoyles, die beide aus dem Texanischen Städtchen Farmers Branch, unweit von Dallas, kamen. Prism haben in den drei Jahren ihrer Existenz keinen Tonträger veröffentlicht, jedoch einige Demos eingespielt und Konzerte mitschneiden lassen. Eine Auswahl davon haben Shroom Productions, offenbar durch den Erfolg ihre ersten Hands-Archivscheibe (siehe "Hands") ermutigt, 1997 unter dem Namen "Live 75-77" auf CD veröffentlicht.

Bei zwei Konzerten, einer Radioübertragung und einer Demosession wurden die 16 Stücke dieser CD im Zeitraum 1975-77, in dem es auch zu einigen Besetzungswechseln gekommen ist (was die umfangreiche Besetzungsliste erklärt), mitgeschnitten. Die Klangqualität ist recht gut, die der drei Radionummern (Tracks 9, 10 und 16) sogar sehr gut. Die Stücke 11 bis 15 wurden beim Auftritt von Prism als Vorgruppe von Gentle Giant, irgendwann im Sommer 1977, mitgeschnitten. Einige der Stücke tauchen auf den beiden Hands-CDs wieder auf, mitunter in deutlich anderer Fassung. Ansonsten unterscheidet sich die auf "Live 75-77" zu findende Musik nicht sehr von der der Hands.

Ein recht lockerer, oft angejazzter Sympho-Prog schallt hier aus den Boxen, der gelegentlich gewisse Einflüsse von Gentle Giant, King Crimson, Yes oder der Canterbury-Szene nicht verleugnen kann. Von ersteren beiden Gruppen sind hier sogar zwei durchaus gelungenen Coverversionen zu finden ("Plain Truth" und "Great Deceiver"). Der auffälligste Unterschied zur Musik von Hands ist das weitestgehende Fehlen eines Sängers. Tom Reed, der die Gesangsarbeit bei Hands erledigte, schloss sich erst nach der Namensänderung der Band an. Daher geht es auf "Live 75-77" recht instrumental zu (nur bei zwei Stücken gibt es Gesang). Es wird meist flott und komplex musiziert, die Gruppe rockt klassisch-progressiv dahin, kreiert dicht verzahnte Instrumentalinien, über denen Violine, E-Gitarre und eine Flöte (selten ein Sax) solieren. Sonderlich wüst oder schräg wird es kaum, meist herrscht eine durchaus melodiöse Musik vor, mit gelegentlichen, folkigen Einsprengseln, diversen elegisch-verträumten Momenten und einigen sehr jazzrockigen Abschnitten, die aber nie zu gefällig oder simpel wird.

"Live 75-77" bietet, bei nicht überragender, doch ordentlicher Klangqualität, recht interessanten, klassischen, wenn auch nicht furchtbar aufregenden Prog aus Texas, der jedem 70er-Jahre-Komplettisten oder Hörern, die die beiden Scheiben von Hands aus den 70gern schätzen, durchaus zusagen sollte. Kurz: Kann man, muss man aber sicher nicht haben!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Hands
Veröffentlicht am: 25.10.2005
Letzte Änderung: 6.10.2007
Wertung: 9/15

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Von: Fix Sadler (Rezension 2 von 2)


Jo! - Kann ich es damit auf sich beruhen lassen? Das ist unerwünscht? Na, aber Achim hat doch alles gesagt... Na gut.

Es gibt 2 bis 3 Gründe dieses Album zu besitzen. Weil man ein durchaus seltenes Crimso-Cover kriegt. Weil man ein Gentle Giant Cover kriegt (was nicht gar soooo selten ist). Weil man "Hardcore-Hands-Fan" ist. Ansonsten muss man trotz ordentlichem Sound die Platte nicht unbedingt haben.

Ansonsten finde ich es ziemlich witzig, dass dies die dritte Band ist, die sich mal irgendwann "Prism" genannt hat (was ja irgendwie eher auf Pink Floyd - Dark Side Of The Moon; ist klar, oder?, hindeutet). Die anderen beiden sind eine amerikanischen Mainstream-Combo aus den 70ern ("Hit" Armaggeddon mit Symphonie-Orchester) und eine japanische Gitarren-Band... also auch nix "Floyd".

Fazit: Sollte man als angesprochener Interessent der einzelnen Aspekte (s.o.) zumindest anchecken. Alle anderen verweise ich auf die wunderschönen Hands-Alben.

Anspieltipp(s): Great Deceiver, Zombie Roach
Vergleichbar mit: Hands
Veröffentlicht am: 25.10.2005
Letzte Änderung: 25.10.2005
Wertung: 9/15

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