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24294 Rezensionen zu 16605 Alben von 6472 Bands.
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Jon Anderson

Olias Of Sunhillow

(Siehe auch: Leitfaden "Konzeptalben")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1976
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Elektronische Musik; Klassischer Prog
Label: Atlantic Records
Durchschnittswertung: 13/15 (5 Rezensionen)

Besetzung

Jon Anderson vocals, all instruments

Tracklist

Disc 1
1. Ocean Song 4:19
2. -

1. Meeting (Garden Of Geda)
2. Sound Out The Galleon

3:34
3. -

1. Dance Of Ranyart
2. Olias (To Build The Moorglade)

4:19
4. -

1. Qoquaq Ën Transic
2. Naon
3. Transic To

7:08
5. Flight Of The Moorglade 3:24
6. Solid Space 5:21
7. -

1. Moon Ra
2. Chords
3. Song Of Search

12:48
8. To The Runner 4:29
Gesamtlaufzeit45:22


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 5)


"Olias Of Sunhillow" erzählt die übliche Fantasy-Geschichte einer Reise, hier des interstellaren Exodus vierer Stämme eines Planeten, geführt von drei sagenhaften Sängern namens OLIAS, RANYART und QOQUAQ, die hier nachzuerzählen ich uns ersparen will.

Die Musik ist natürlich geprägt von Jon Andersons einmaligem Gesang, der wieder ungeahnte Falsett-Höhen en masse erklimmt. Diesmal hat er sich noch mehr als bei YES ausgetobt in Sachen Vokal-Overdubs: In manchen Songs sind (angeblich) mehr als fünfzig Spuren mit seiner eigenen Stimme übereinander gelegt; jedoch klingt es immer konziser als z.B. bei Enyas ätherischen Stimmexperimenten. Die Instrumentierung ist relativ einfach, schließlich spielt Anderson, bekennender Nicht-Virtuose, alle (wirklich alle, also ein waschechtes Solo-Album) Instrumente selbst: ein wenig E-Baß, viel akustische Gitarre, Harfe, Sitar, einige Trommeln (kein Schlagzeug-Set!) und 'lots of synth'. Erstaunlicherweise klingt die Musik jedoch nie primitiv, sondern eigentlich stets adäquat, und das, obwohl Andersons instrumentale Fähigkeiten recht eng begrenzt sind.

Die lebhafteren Stellen sind rhythmisch straff ohne Spielereien, und die ruhigen Songs fließen und schweben getragen von einem dicken Stimm- und Synthesizer-Teppich dahin. Viele Nummern erinnern an das, was man heutzutage 'Weltmusik' nennen würde; für Mitte der Siebziger wohl recht fortschrittlich ('progressiv'). Einige Rhythmen und Percussion-Arrangements klingen fast afrikanisch, vieles durch extensiven Sitar-Einsatz eher indisch; einmal (in "Olias") nimmt er fast Paul Simons Graceland-Sound vorweg. Das meiste könnte wohl unter das Label 'Progressive-Folk' passen, ohne "Folk" dabei zu europäisch zu interpretieren. Das Einzige, was einigen Stellen stört, sind die wabernden Synthesizer-Sounds, mit denen Jon Anderson etwas zu viel rumspielt. Jedoch entschädigen genügend tolle, wirkliche intensive Momente in einer hellen, zwar auch pathetischen, aber nie kitschigen, sondern insgesamt eher fröhlichen, ausgelassenen Stimmung, für die wenigen Ausfälle dieser Art.

Alles in allem: eine tolle Platte, bei der ich es keinen Moment bedauert habe, fast vierzig Mark bezahlt zu haben (inzwischen gibt es sie auch als 'Nice Price'-Wiederveröffentlichung mit leicht reduziertem Artwork). Auch für Nicht-Yes-Puristen fast uneingeschränkt zu empfehlen.

Anspieltipp(s): Meeting (Garden Of Eda)
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.4.2002
Letzte Änderung: 7.9.2002
Wertung: 11/15

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Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 2 von 5)


Ich kann mich Udo nur anschliessen, nur das ich damals für die kunstvolle LP-Ausgabe viel weniger bezahlt habe. Es ist eindeutig Anderson mit seinem Tick für mythische Themen, kunstvoll im Alleingang umgesetzt - ein einziger Trip unter einem Kopfhörer. Nicht so gefrickelt wie bei YES, aber mit wunderschönen Melodien, wie er sie leider später viel zu selten schuf.

Wie damals der Kritiker im "Musik Express" sinngemäß schrieb: Diese Musik erspart den Therapeuten, erholt von so viel Friedfertigkeit kann man dem alltäglichen Leben gestärkt ins Auge blicken.

Anspieltipp(s): alles
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.4.2002
Letzte Änderung: 5.5.2002
Wertung: 12/15

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 3 von 5)


"Olias Of Sunhillow" ist für Viele ein ganz besonderes Album. Nicht weil es besonders kompliziert ist, nicht wegen krummer Takte, vieler Rhythmuswechsel oder ausgefallener Vokalakrobatik. Das Album ist einfach wunderschön und mein erster Satz schließt mich mit ein.

Jon Andersons erstes Soloalbum ist von zwei Büchern der spirituellen Autorin Vera Stanley-Adler inspiriert, "The Initiation of Life" und "The Finding of the third Eye". Dazu kommen die Albumcover von Yes von "Fragile" bis "Tales from topographic Oceans", die den Zerfall eines Planeten und die Reise seiner Bruchstücke als "Sporen" für neue Welten ebenso wie Flucht eines Raumschiffs zeigen. "Olias" erzählt gewissermaßen die Vorgeschichte. Ein mythischer Anführer, Olias, vereint zusammen mit Ranyart und Qoquaq die vier verfeindeten Stämme des Planeten Sunhillow, Nagrunium, Asatranius, Oractaniom und Nordranious, baut durch seinen Gesang das lebendige Schiff "Moorglade Mover" und bringt die Bevölkerung vor der drohenden Katastrophe in die Sicherheit ihrer neuen Heimat, der Erde. Das Ganze ist natürlich ein typischer Siebziger-Plot, und wie Anderson in einem Interview erklärt hat, stehen die 4 Anfangsbuchstaben der Stammesnamen für die der Stämme unserer Welt, in Andersons Weltbild "Negro, Asian, Oriental and Nordic". Auch erscheinen hier schon die 3 Zahlen, die für das Verständnis der Symbolik des Albums wichtig sind: 1, 3 und 4: Der Erdkreis Sunhillows, die drei Anführer und die vier Stämme. Der Kreis, das Dreieck und das Quadrat bilden denn auch das Symbol Olias', das das Album ziert: Der Kreis steht für das Einssein Aller, für Sunhillow, aber auch für die Sonne ("Nous sommes du soleil", "The sun will lead us" sangen Yes), das Dreieck für die Anführer, es läßt nicht zufällig auch an die Dreieinigkeit denken, das Quadrat wiederum steht für die Stämme und damit für die 4 Himmelsrichtungen. Sicher nicht umsonst erinnert das Olias-Symbol auch an die ganz ähnliche Symbolik der Rosenkreuzer.

Die Verflechtung mit mythischen Elementen ist nicht zufällig. Aber trotz der Wiederkehr bekannter Motive (der Exodus, Noah und die Arche, die Dreieinigkeit) ist die Geschichte aber eigenständig, indem Anderson sie an ganz moderne Themen anknüpft, die auch zentrale Elemente des Yes-Mythologie sind: eine positive Haltung der Welt und dem Leben gegenüber, Mystizismus, Prophetie, Frieden, Respekt vor der Natur, Hoffnung für die Zukunft und nicht zuletzt die Kraft der Musik: denn, wie gesagt, Olias formt das Schiff durch Gesang.

Was dieses Album musikalisch so sehr von allen anderen unterscheidet, ist die Tatsache, daß es von einem Nichtmusiker stammt - "Nichtmusiker" in dem Sinne, daß Anderson kein einziges Instrument spielen kann, dafür aber seine Stimme als Instrument auffasst. Dennoch spielt er auf diesem Soloalbum 30 verschiedene Instrumente (darunter z. B. einige sehr exotische Schlaginstrumente). Dies hat zwei Konsequenzen: Die Songstrukturen sind nicht durch den Unterschied Gesang - Instrumentalpassage bestimmt und es gibt keine Soli. Es ist diese Besonderheit, die dieses Album so herausragend macht. Sie hatte nämlich zur Folge, daß Anderson durch massives Overdubbing Schicht um Schicht um Schicht übereinanderlegte, was in einer unglaublich dichten und warmen Atmosphäre und einer sehr großen Geschlossenheit des Albums resultierte. Obwohl natürlich einzelne Songs auf "Olias" zu hören sind, und man diese auch klar trennen kann, ist es trotzdem kaum möglich, das Album nicht als ein geschlossenes Musikstück zu begreifen, auch wenn es keine wiederkehrenden Themen gibt. Damit ist "Olias" (Abgesehen von den Klangexperimenten eines Patrick Moraz) das einzige wirklich experimentelle Album eines Yes-Musikers und steht meines Wissens auch im Bereich der Rockmusik völlig allein. Um Vorläufer in der Klassik zu finden, ist am ehesten an die "Sinfonischen Dichtungen" etwa eines Richard Strauss zu denken, aber ob Anderson die kannte?

Die Musik ist ausgeklügelt strukturiert. Die 23 (Zahlensymbolik?) verschiedenen Themen sind einerseits einzelnen Figuren ("Olias", "Dance of Ranyart", "Qoquaq en Transic", "Moon Ra", "To the Runner") und den vier Stämmen ("Naon") zugeordnet, andererseits aber auch Handlungsräumen ("Ocean Song", "Solid Space") sowie bestimmten Passagen der Erzählung ("Meeting", "Flight of the Moorglade", "Song of Search"). Diese Zuordnungen wechseln ständig (einige Themen sind auch verschiedenen Elementen zugleich zugeordnet, wie etwa "The Meeting/Gardens of Geda"), so daß die Handlung vorangetrieben wird und keinerlei Pausen entstehen, die eventuell statisch wirken könnten. Der Aufbau der Songs ist überraschend unkonventionell. Ein typisches Beispiel: "Sound out the Galleon" besteht aus nur einem einzigen Thema und seiner Variante, die in 2:07 vorgestellt und unregelmäßig abgewechselt werden. Die einzige Zäsur bildet eine Passage in einer Phantasiesprache, "Do ga do riytan", zwischen der vierten und der fünften Wiederholung eingeschoben wird (A, A', A', A, A', B, A', A, A). Es sind diese Abweichungen vom klassischen Popschema, die das Album nicht wie in Weltmusiksounds gegossene Popmusik klingen lassen.

Solche Strukturen bewirken auch die Ambivalenz vieler Passagen, die letztlich dafür verantwortlich ist, daß man eben doch keine einzelnen Songs unterscheiden mag. Vieles kann sowohl als Intro für das Nächste, als auch als Intermezzo oder als Bridge zu Anderem verstanden werden, so daß bei jedem Hören neue Bedeutungsverflechtungen entstehen können. Gleichzeitig entsteht der Eindruck der Geschlossenheit durch das Vorherrschen einer D-Dur-Tonalität, die nie grundsätzlich in Frage gestellt wird ("Moon Ra" ist ein Beispiel für die Modulationen, die Anderson hie und da vornimmt).

Die Rhythmik ist ebenfalls interessant. Viele Passagen sind ruhig, andere, gerade im Zusammenhang mit den vier Stämmen, sind durch treibende Rhythmen geprägt, die selten aus dem Kontext europäischer Kulturmusik stammen. Schon damals hatte sich Anderson offensichtlich mit anderen Einflüssen als den vielzitierten Sibelius und Strawinski auseinandergesetzt.

Das Album klingt, das mag einige überrascht haben, überhaupt nicht nach Yes (wie etwa Howes oder Squires gleichzeitige Soloproduktionen), am ehesten noch nach "We have Heaven" von "Fragile". Anderson gelingt es, durch über Jahre hinweg gesammelte Glocken, Zymbeln, Harfen, akustische Saiteninstrumente (darunter vor allem die Sitar) aus aller Welt, dazu mit Hilfe der (sparsam eingesetzten) Rockinstrumentierung und durch seine exzessive Overdubbingtechnik (die seiner geringen Erfahrung geschuldet war), einen vollkommen eigenständigen Klangkosmos aufzubauen, der seither nirgends wieder zu hören war, auch nicht auf einer seiner späteren Platten.

Auch sprachlich ist "Olias" interessant. Und dabei spreche ich gar nicht so wehr von seinen Phantasiewörtern und -Namen, sondern eher von Andersons interessanter Technik, die Grenzen der Wortarten zu verwischen. Beispiele sind die neuen Verben ?to"position", "to outward" oder "to precision", eine Technik die er hier öfters verwendet, und die mir von Yes nicht so geläufig ist (ich kann mich irren). Hier zeigt sich Anderson auch als Meister der Sprache.

"Olias of Sunhillow" ist nicht zuletzt ein Gesamtkunstwerk. Viele Alben der Siebziger griffen dieses Konzept des 19. Jahrhunderts wieder auf, selten ist es so gelungen umgesetzt worden wie hier (übertroffen nur noch von Greenslade/Woodroffes "The Pentateuch of the Cosmogony"). In Zusammenarbeit mit dem Zeichner Dave Roe und Hipgnosis entwickelte Anderson ein eigenständiges Konzept, das in seinem sehr ornamentalen Stil weit weg ist vom Prog-Mainstream eines Roger Dean, dafür in ihrer überbordenden Detailfülle eher (vage) an Maya-Kunst erinnert. Blasse Farben herrschen vor, Rahmen, Bilder und Text sind aufeinander bezogen. Das Fold-out-Album enthält die Story, das Innencover sämtliche Texte. In meiner Ausgabe ist sogar eine deutsche Übersetzung auf einem separaten Karton beigefügt. Den nächsten Satz brauche ich kaum noch zu tippen: Natürlich ist es ein Sakrileg, nur die CD zu besitzen, man muß einfach die LP haben, um in den vollen Genuß des Artworks zu kommen.

Anderson denkt immer wieder mal laut über eine Zeichentrickumsetzung von "Olias" nach. So gut ich mir das vorstellen könnte (die Mitarbeit von Dave Roe vorausgesetzt), und so schön das sicher wäre, so wenig glaube ich daran, daß das jemals realisiert wird. Immerhin ist jetzt ein Roman angekündigt, den die Eso-Autorin Willow Polson eventuell in Zusamenarbeit mit Roe oder Roger Dean schreiben wird. Bis dahin bleibt uns, schlicht und einfach, das schönste Album, das ich kenne.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.11.2006
Letzte Änderung: 20.8.2013
Wertung: 15/15

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Von: Horst Straske @ (Rezension 4 von 5)


Spirituelle Klänge dominieren "Olias Of Sunhillow" und lassen dieses Werk zu einem von breitflächigen Gesangseinsätzen sowie folkig-symphonischen Instrumentalsequenzen geprägten Sound-Gemälde werden. Während der klassische Progrock der Stammband von Jon Anderson in mannigfaltigen Details ein von fulminantem Pathos erfülltes Klangbild kreiert, präsentiert sich dieses Soloalben gleichsam in pastellfarbener Ornamentik. Sämtliche Kompositionen weiden sich in zartgliedrigen Melodiebögen, die ganz im Zeichen einer friedvollen und unaufdringlichen, fernöstlich angehauchten Mystik stehen.

"Qoquaq Ën Transic" ist ein Beispiel für den allgegenwärtigen folkig-symphonischen Songfluss des Albums, in dem sich ein ätherischer Schönklang entfaltet, der von schöngeistig vorgetragener Gesangskunst veredelt wird. Musikalisch tendiert das Songwriting in die damals noch unerforschten Gefilde eines Sympho-New-Age-Sounds, der trotz aller entrückter Momente von einer positiven Lebendigkeit durchzogen ist, die sich in sprudelnden Klangelementen sanft entfaltet. "Solid Space " mutet so an, als ob Jon Anderson mit seinen Edel-Harmonien im symphonischen Perlenklang wie ein progressiver Messias der ganzen Menschheit endlich ihr verdientes Seelenheil schenken wollte und allen schroffen Widerständen mit solchen Harmonien in gütiger Manier Paroli bieten wollte und auch konnte.

Im verschlungenen "Moon Ra" kulminiert alle positive Energie dieser Klangwelt zum ätherischen Reigen, der fast schon zur völlig haltlosen und überzogenen Hoffnung verführt, dass solch ein entrückt-spiritueller Sound jedem einzelnen Menschen zu positiven Lebensakzenten verhelfen kann. Ohne jeden Zweifel entfaltet "Olias Of Sunhillow" einen selten reinen Schönklang, der in friedvoller Sanftmut den Charakter eines positiven Selbsterfahrungs-Trips besitzt, gleichsam einer imaginären Reise zu betörend schönen Klanginseln, um den inneren Frieden zu finden. Musik als Seelenbalsam sowie zur Balance zwischen Körper und Seele ohne die später totgetretenen New-Age-Klischees wird hier geboten, die mit "To The Runner" in zarten Soundtupfern ihren andächtig vorgetragenen Ausklang findet. Jon Anderson hat der Hörerschaft mit "Olias Of Sunhillow" einen kleinen musikalischen Tempel der Glückseligkeit und inneren Ruhe gebaut, in den es immer wieder lohnt, einzutreten.

Anspieltipp(s): Moon Ra
Vergleichbar mit: Seelenbalsam
Veröffentlicht am: 4.12.2012
Letzte Änderung: 3.12.2012
Wertung: 13/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 5 von 5)


Keine Krummtakte? Keine Polymetrik? Keine fingerverknotenden Gitarrensoli und Messerattacken auf Keyboardmanuale? Und das soll toll sein?

Olias of Sunhillow braucht all dies nicht. Olias of Sunhillow ist ein Traum. Ein mythischer, fernöstlich gestrichener und angehauchter Traum. Meine Vorredner haben die Musik schon in extenso beschrieben. Stimmt alles. Udo beschreibt die Stimmung als fröhlich und ausgelassen; ich würde lebensbejahend ergänzen.

Ich werde immer wieder an andere Künstler und Alben erinnert und Frage mich dann, wie einflussreich Olias of Sunhillow wohl gewesen ist. Da kommt mir Björks The Music From Drawing Restraint 9 in den Sinn, dann der Schluss von Oldfields Amarok und schliesslich das geniale NewAge Album von David Minguye Liang "Dialogue with the Ocean".

Olias of Sunhillow ist ein Meisterwerk und im wahrsten Sinne des Wortes ein "schönes" Album.

Die letzte Minute ist von solch zarter und endloser Schönheit und die vielleicht schönste Minute Musik, die je geschrieben wurde.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.8.2013
Letzte Änderung: 19.8.2013
Wertung: 14/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Jon Anderson

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1980 Song Of Seven 7.00 2
1982 Animation 9.00 1
1985 3 Ships - 1
1988 In the City of Angels 1.00 3
1994 Change We Must 9.00 1
1994 Deseo 1.00 1
1995 Angels Embrace 2.00 1
1996 Toltec 8.00 1
1997 The Promise Ring 5.00 1
1997 Earth Mother Earth 6.50 2
1999 The More You Know 5.00 1
2005 Tour of the universe (DVD) 8.00 1
2006 Watching the Flags That Fly 3.00 1
2006 Live in Sheffield 1980 7.00 1
2007 The Mother's Day Concert 3.00 1
2008 From me to you - 1
2010 Survival & other stories 7.00 1
2011 Open 9.50 2

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