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Leitfaden: NeoProg der 90er Jahre
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24730 Rezensionen zu 16926 Alben von 6591 Bands.
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Arena

The Visitor

(Siehe auch: Leitfaden "NeoProg der 90er Jahre")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1998
Besonderheiten/Stil: Neoprog
Label: Verglas
Durchschnittswertung: 9.75/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Mick Pointer Drums
Clive Nolan Keys
John Mitchell GTR
John Jowitt Bass
Paul Wrightson Vox

Tracklist

Disc 1
1. A Crack In The Ice 7.25
2. Pins And Needles 2.46
3. Double Vision 4.24
4. Elea 2.36
5. The Hanging Tree 7.09
6. A State Of Grace 3.26
7. Blood Red Room 1.47
8. In The Blink Of An Eye 5.29
9. (Don't Forget To) Breathe 3.40
10. Serenity 2.10
11. Tears In The Rain 5.43
12. Enemy Without 5.05
13. Running From Damascus 3.44
14. The Visitor 6.13
Gesamtlaufzeit61:37


Rezensionen


Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 1 von 4)


Arena haben mit 'Songs From The Lions Cage' und 'Pride' zwei Studioalben vorgelegt, die einen sehr hohen Standard gesetzt haben. Die Frage sei deshalb genehmigt, ob auch beim dritten Album das Prog-Herz höher schlägt? Klarer Fall: JA!

'The Visitor' ist ein Konzeptalbum geworden, das musikalisch auf allen Ebenen voll zu überzeugen weiß. So ist das Teil zwar einerseits etwas straighter ausgefallen als seine beiden Vorgänger, andererseits entwickelt sich dabei ein Hörgenuß Sondersgleichen. 'A Crack In The Ice' legt mit einem recht merkwürdigem Sound los, der sich sofort ins Gehör fräst und auf dem gesamten Album in abgewandelter Form immer wieder auftaucht. Die Gitarre übernimmt dann diese Soundpassage und los gehts! Ein typischer Arena Song. Der Refrain läßt einen nicht mehr los. Und dann passiert der Einbruch in das Eis. Eine gut 1.30 min lange Soundpassage bildet den Übergang zu 'Pins And Needles'. Ein sehr ruhiger, durch Paul Wrightson's Gesang getragener Übergang zu 'Double Vision'. Dieser Song bildet dann auch die logische Fortsetzung zu seinem Vorgänger. Hier dominiert jedoch die Gitarre. 'Elea' ist dann das einleitende Instrumental zu 'The Hanging Tree'. Ein Gitarrenlead, welches ein wenig an Joe Satriani erinnert führt durch diesen Song. 'The Hanging Tree' ist dann auf eine wunderschöne Gesangslinie aufgebaut und kommt nicht nur thematisch sehr traurig daher. Überhaupt hat man mit den Songs immer auch Stimmungen eingefangen, welche zu dem thematischen Rahmen passen. In seiner Struktur erinnert der Song an 'Jericho' vom Debut-Album. Für mich der Höheepunkt des Albums. Dem folgt 'A State Of Grace'. Ein sehr einfacher Song, der auf einem simplen Gitarrenriff basiert. Dafür spielt Jowitt im Hintergrund mal wieder grandiose Bass-Läufe. Der Refrain ist dann wieder sehr eingängig angelegt und wird von einer Keyboard-Melodie begleitet. 'Blood Red Room' ist dann wieder ein Instrumental-Stück, bzw. eher ein experimenteller Übergang zu 'In The Blink Of An Eye'. Das beginnt auch sehr dramatisch und sehr hektisch. Das Keyboard versucht einen förmlich zu erdrücken. Doch dann... nanu, falsches Album, falscher Song? Ein 'Medusa'-ähnlicher Gitarrenlauf setzt den Song fort. Man erwartet förmlich, daß PAul Wrightson gleich Medusa ruft. Aber trotz dieses musikalischen Selbstzitats hat der Song klasse. '(Don't Forget To) Breathe' ist dann wieder das krasse Gegenstück zu seinem sehr eingängigen Vorgänger. Schwergängige verzerrte Momente, die sehr zäh aus den Boxen kriechen eröffnen den Song. Vielleicht kann man es von der Anlage her am ehesten mit 'Midas Vision' vom Debut vergleichen, wenn auch die Songs grundverschieden sind. Sehr experimentell. 'Serenity' ist dann ein an Pink Floyd erinnerndes Instrumentalstück. Das Gitarrenlead wird mit sehr viel Schall vor einem Keyboardteppich gespielt und geht dann direkt in 'Tears In The Rain' über, welches von einem Piano-Part eröffnet wird. Eine sehr schöne Ballade, in der sehr viel Gefühl und eine wunderbare Melodie liegen. 'Enemy Without' ist der eingängigste Song des Albums, der besonders rhythmusbetont angelegt ist. Auch der Refrain ist wieder sehr eingängig. 'Running From Damascus' greift dann einige Parts des Albums wieder auf und ist sehr verspielt angelegt. Plötzlich erklingt auch der Anfangssound in seiner herkömmlichen Form wieder. Es zeigt, daß der "Besucher" nicht mehr weit sein kann. Und plötzlich ist er da - Open Your Eyes, now! 'The Visitor' beginnt sehr ruhig. Überhaupt hat der Song durch die sehr geschickt eingesetzten Keyboard-Chöre etwas beruhigendes. Gegen Mitte des Songs wird ein musikalisches Thema wieder aufgegriffen, welches schon in 'The Hanging Tree' verwendet wurde. Langsam läßt man dann das Album ausklingen. In die leiser werdende Musik mischt sich dann wieder dieser merkwürdige Sound. Und plötzlich steht das Herz still.

'The Visitor' ist ein sehr ernstes Konzept-Album geworden, welches sich thematisch (wenn ich es richtig verstehe) mit dem Tod auseinandersetzt. Die musikalischen Stimmungen sind sehr geschickt in Szene gesetzt und lassen eigentlich an keinem Punkt Langeweile aufkommen. 'The Visitor' ist ein rundum gelungenes Album dessen Kauf ich nur empfehlen kann! Auch das hervorragend gestaltete Booklet, für das sich Hugh Syme verantwortlich zeichnet, machen dieses Album zu einem der besten in diesem Jahr.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.5.1998
Letzte Änderung: 2.1.2004
Wertung: 10/15

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Von: Christoph Scholtes @ (Rezension 2 von 4)


Bombastisch ohne Ende! So könnte man "The Visitor" von Arena mit wenigen Worten am besten beschreiben. Es macht einfach Spaß den Jungs zuzuhören wie sie vom harten Rocker zur Ballade zurückgehen, um dann im nächsten Moment wieder kraftvoll und bombastisch zurückzukehren.

Die Songs nerven nicht im geringsten durch unnötiges Gefrickel, sondern kommen unglaublich rund daher, was wohl auch an der ausgezeichneten Produktion der Scheibe liegt. Einzig der typische Neo-Prog-Keyboard Sound Nolans, den er sich manchmal nicht verkneifen kann, klingt wie schon mal gehört. Ansonsten gibt es keine Kritikpunkte an diesem äußerst stimmigen Album. Im Gegenteil, es reicht sogar noch für einige der besten Symphonic Rock Songs aller Zeiten: The Hanging Tree und Enemy Without. Ersterer besticht durch geniale Steigerung von Akustikgitarren und mehrstimmigem Gesang zu regelrecht oberbombastischen Ausmaßen gegen Ende. Besser geht´s fast nicht! Ähnliches gilt auch für Enemy Without mit einem obergenialen Refrain. Diese zwei Songs sind schon fast allein den Kauf der CD wert!

Anspieltipp(s): The Hanging Tree, Enemy Without
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.6.2002
Letzte Änderung: 13.6.2002
Wertung: 12/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 3 von 4)


Dunkelheit, nur schemenhaft sind die Instrumente auf der Bühne zu erkennen, leise beginnt die monotone Basslinie, wird immer lauter, dann sieht man Schatten über die Bühne huschen, einer verschwindet hinter dem Schlagzeug, ein zweiter bei den Keyboards, zwei andere greifen sich Gegenstände, die nach Gitarren aussehen, ein fünfter postiert sich in der Mitte der Bühne. Die Basslinie wird lauter und lauter bis sie schliesslich in einem gemeinsamen Einsatz sämtlicher Instrumente mündet.

Plötzlich ist die Bühne in grelles Licht getaucht und auf der rechten Bühnenhälfte steht ein glatzköpfiger Musiker, greift hart in die Saiten seiner Bassgitarre und dreht den Kopf passend zum Grundrhythmus von links oben nach rechts unten. Trivial? Nein, eindrücklich.

So begann das Konzert der 98er Tour von Arena, welche im Zeichen dieses Albums stand. Und diese hypnotische, von harten Gitarrenriffs unterstützte bassline ist auch gleich einer der Höhepunkte des Albums. Und wo die ersten beiden Alben noch epischen, klassischen Neoprog zelebrierten, da wählt "the visitor" die härtere Gangart, ist rockiger und klingt nicht mehr wie ein Relikt aus den 80ern, sondern sehr modern.

Und obwohl hier auch Bombast und Pathos geboten wird, wirkt es doch etwas schlanker als auf "songs from the lions cage" und "pride", wo man die volle Breitseite abkriegte.

"The visitor" klingt erwachsener als die Erstlinge, ist sauberer produziert, wirkt irgendwie aber auch steriler und konstruierter und irgendwie beinahe zu perfekt.

Meine Favoriten sind "a crack in the ice" (siehe oben), "elea" und "serenity" wegen ihrer tollen, stimmungsvollen Gitarensoli, "hanging tree" wegen des Bombast-Overkills, "in the blink of an eye" (tolles Mellotron), "breathe" und schliesslich "running from Damascus", das nochmals alles an Bombast und Gefrickel auspackt, vorherige Themen wieder aufgreift und die Boxen wackeln lässt.

Schwächer sind das simple "state of grace", das kurze "blood red room" (das klingt bei JeanMichel Jarre besser), "enemy without", das zwar eingängig ist, aber doch relativ banal und uninspiriert daherkommt und abschliessend das Titelstück, das ich mit Ausnahme des schönen Finales etwas zu gewöhnlich finde.

Mir gefällt "the visitor". Die sich durch alle Stücke durchziehende Grundstimmung, das Konzeptthema, die saubere Produktion, das alles kann überzeugen. Gutes Album, zwar nicht ganz so packend die die Vorgänger, aber immer noch abwechslungsreich und kurzweilig.

Anspieltipp(s): a crack in the ice
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.7.2003
Letzte Änderung: 21.7.2003
Wertung: 9/15

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Von: Jochen Lohr @ (Rezension 4 von 4)


Hier muss ich den glücklicherweise nicht allzu überschwenglichen Lobeshymnen doch mal widersprechen: The Visitor bietet zwar immer noch Marillion-Sound, aber keine Marillion-Atmosphäre mehr, und ein Floyd-mäßiges Gitarren-Solo rettet die Scheibe auch nicht vorm Durchschnitt. Vor allem die Melodieführungen sind wesentlich uninteressanter als auf den Vorgängern und biedern sich mehr an Mainstream und AOR an. Die Geschichte ähnelt dann doch wieder der von Marillion: nach zwei guten Alben folgt ein Konzeptalbum, das den Stil deutlich Richtung Breitentauglichkeit verändert.

Bleibt "The Hanging Tree" als wirklich herausragender Song, der allerdings auch gegen einige unterdurchschnittliche Versuche ankämpfen muss. Insgesamt steckt "The Visitor" im Mittelmaß fest.

Anspieltipp(s): The Hanging Tree
Vergleichbar mit: Marillion
Veröffentlicht am: 25.11.2003
Letzte Änderung: 25.11.2003
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Arena

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1995 Songs From the Lions Cage 10.50 2
1996 Edits - 1
1996 Pride (Let Your Conscience Decide) 10.50 2
1997 Welcome Back! To The Stage - 1
1997 Welcome to the stage 10.00 1
1997 The Cry 3.00 2
1999 The visitor - revisited - 1
2000 Immortal? 6.25 4
2001 Breakfast In Biarritz 6.00 1
2001 Unlocking The Cage - 1
2002 Radiance - 1
2003 Contagious - 1
2003 Contagium - 1
2003 Caught in the act (DVD) 9.00 1
2003 Contagion 8.00 3
2004 Live & Life (The Contagion Tour 2003) 9.00 1
2005 Pepper's Ghost (7 Stories Of Mystery And Imagination) 11.00 5
2006 Smoke & Mirrors (DVD) 9.50 2
2011 The Seventh Degree Of Separation 8.00 2
2013 Rapture (DVD) 9.00 1
2015 The Unquiet Sky 10.50 2
2016 XX 10.00 1
2018 Double Vision 10.00 1

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