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24297 Rezensionen zu 16607 Alben von 6473 Bands.
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Gilgamesh

Gilgamesh

(Siehe auch: Leitfaden "Canterbury")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1975
Besonderheiten/Stil: Canterbury; Jazzrock / Fusion
Label: Virgin
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Alan Gowen Keyboards
Jeff Clyne Bass
Phil Lee Guitar
Mike Travis Drums

Gastmusiker

Amanda Parsons Vocals

Tracklist

Disc 1
1. -

1. One End More
2. Phil's Little Dance - for Phil Miller's Trousers
3. World's of Zin

10:18
2. Lady and Friend 3:40
3. Notwithstanding 4:44
4. Arriving Twice 1:35
5. -

1. Island of Rhodes
2. Paper Boat
3. As If Your Eyes Were Open

6:37
6. For Absent Friends 1:08
7. -

1. We Are All
2. Someone Else's Food
3. Jamo and Other Boating Disasters - From the Holiday of the Same Name

7:47
8. Just C 0:45
Gesamtlaufzeit36:34


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 2)


"Gilgamesh", die Band rund um Keyboarder Alan Gowen (später Gründungsmitglied von "National Health" und 1981 leider an Leukämie gestorben), erreichte nie - auch heute - ganz den Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad wie vergleichbare Bands wie "Hatfield And The North" oder "National Health".

Dies mag daran liegen, dass es auf den beiden offiziellen Studioalben sogar noch jazziger zugeht als auf den meisten anderen Canterbury-Scheiben (die späten "Soft Machine" mal ausgenommen), wobei das hier besprochene Debütalbum noch etwas näher am Rock daher kommt als das sehr entrückte "Another Fine Tune You've Got Me Into".

Vielleicht liegt es aber noch mehr am fast unterkühlten Sound: "Gilgamesh" geben sich wie (man verzeihe mir den seltsamen Vergleich) die Hitchcock-Musen Tippi Hedren oder Kim Novak in "Die Vögel" bzw. "Vertigo": sehr elegante, faszinierende, komplexe aber gleichermassen unterkühlte und unnahbare Persönlichkeiten. Entweder man steht auf diese Art Musik - wie ich -, oder nicht (was die erwähnten Damen angeht, ist es wohl ähnlich...).

Alan Gowens Arbeit an Klavier, E-Piano und sanften Synthesizer-Sounds ist auf jeden Fall elegant und versiert, aber manchmal würde man sich vielleicht etwas saftige Orgel wünschen. Ähnliches gilt für Phil Lees locker-flockige Gitarre: manchmal dürfte es etwas mehr Power sein. Nichtsdestotrotz ist dies ein gutes Album, da dieses unterkühlte Wesen genau wie oben genannte Frauen absolut seinen Reiz hat. Und schliesslich schwebt man ja nicht nur in entrückten Gefilden. Abundan schleicht sich sogar ein fast "Headhunters"-mässiger Funkgroove in die jazzig-komplexen Kompositionen ein (siehe z.B. "Notwithstanding"), und auch die launischen Songtitel (z.B. das quirlige "Phil's Little Dance - for Phil Miller's Trousers", eine Nummer für die Hosen des "Hatfield"-Gitarristen Phil Miller...) zeigen die Verbundenheit zur Canterbury-Verwandtschaft, die schon immer einen Hang zum bizarren, englischen Humor hatte.

Also, für Freunde der jazzigeren, wenig rockigen Seite des Prog mit Hang zu entrückten Blondinen-Diven: Daumen auf jeden Fall hoch! Alle anderen: Vorsicht ist geboten.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.5.2002
Letzte Änderung: 6.5.2002
Wertung: 9/15

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Von: Achim Breiling @ (Rezension 2 von 2)


Unterkühlt? Für Leute mit Hang zu entrückten Blondinen-Diven? Hey, ich finde diese Scheibe klasse, aber meine Frau ist dunkelhaarig! Ob ich da was falsch gemacht habe ... ?

Wie auch immer, Udo hat im Großen und Ganze recht! Das ist recht jazziger, eleganter und komplexer Rock, den Gowen und Kollegen hier spielen, nur unterkühlt oder unnahbar finde ich diese Musik nicht! Sie hat irgendwie etwas Humorvolles, Schwebendes, Leichtes, Entspanntes und Unkompliziertes, ist, trotz starkem Jazzanteil, doch sehr zugänglich, ohne aber, dank diverser abgefahrener Einsprengsel, zu Fahrstuhlmusik zu degenerieren! Gowens abwechsungsreiches Keyboardspiel trägt wohl viel dazu bei, dazu Clynes "weicher" Bass und Lees "locker-flockige" Gitarre. Typisch Canterbury eben!

Dabei hatte zu diesem Zeitpunkt Gilgamesh eigentlich noch gar nichts mit Canterbury zu tun. Gowen kam aus Harlow und die Bandmitglieder lebten in London. Aber durch die gemeinsamen Auftritte mit Hatfield and the North und die spätere Verschmelzung beider Bands zu National Health kann man Gilgamesh mit gutem Gewissen in die Canterbury-Schublade stecken. Eine schöne Scheibe, die gute Laune macht!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: National Health (Playtime)
Veröffentlicht am: 23.5.2003
Letzte Änderung: 17.10.2006
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Gilgamesh

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1978 Another Fine Tune You've Got Me Into 8.00 1
2000 Arriving Twice 10.67 3

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