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Black Bonzo

Sound of the Apocalypse

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007
Besonderheiten/Stil: HardRock; RetroProg
Label: Laser's Edge
Durchschnittswertung: 11.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Mike Israel Drums, percussion and indian chanting
Anthon Johansson Bass
Magnus Lindgren Lead vocals
Nicklas Ahlund Hammon, mellotron, grand piano & synthesizers
Joakim Karlsson Electric Guitars, acoustic guitars, bouzouki & flute

Tracklist

Disc 1
1. Thorns Upon A Crown 6:51
2. Giant Games 5:56
3. Yesterdays Friends 7:10
4. The Well 6:18
5. Intermission: Revelation Song 1:59
6. Ageless Door 5:23
7. Iscariot 7:22
8. Sound of the Apocalypse 13:02
Gesamtlaufzeit54:01


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 3)


In Skandinavien muss ein Retro-Gen im Umlauf sein. Schweden und Norwegen bringen, so scheint's jedenfalls, am laufenden Band Bands hervor, die nicht nur die Klänge der glorreichen Siebziger wiederauferstehen lassen, sondern auch das zugehörige Gefühl. Zu diesen Gruppen gehört auch "Black Bonzo", die übrigens aus der gleichen Stadt wie "Moon Safari" stammen (und deren Gitarrist Anthon Johansson bei Black Bonzo den Bass bedient).

Der Titel "The Sound of the Apocalypse" lässt düsteren Stoff vermuten. Solchen gibt's hier aber kaum. "Black Bonzo" verbinden - überaus erfolgreich - einen sehr orgellastigen Früh-Siebziger-Sound (ergänzt durch Tupfer von Klavier, Mellotron und Synthesizer), wie man ihn eher mit Gruppen wie "Deep Purple" oder "Uriah Heep" assoziiert, mit verspielten Retro-Prog-Strukturen mit vielen krummen Takten und vielteiligen Stücken mit Hooks und Melodien. Oft klingt dies wie die rockigeren Passagen der frühen "Jethro Tull" (meist minus Flöte, außer im akustischen "Intermission", wo der Tull-Einfluß explizit wird), aber angereichert durch den Überschwang der jungen "Spock's Beard" - und das macht richtig Spaß. Als Würze kommen noch ein paar jublierende Brian-May-Gitarren und sporadische Anklänge an andere Prog-Größen wie "Van der Graaf Generator", "Genesis" und vor allem die "Yes-Album"-Yes dazu, das ganze im authentischen 70er-Sound. Fast - denn die Produktions- und Klangqualität ist voll auf dem Stand des 21. Jahrhunderts.

Also: Retro-Fans hingehört! "Black Bonzo" erfinden weiß Gott den Prog nicht neu, machen aber - nochmal - richtig Spaß.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.8.2007
Letzte Änderung: 17.8.2007
Wertung: 11/15
Einfach gut

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 2 von 3)


Ein nicht unwesentlicher Teil meiner musikalischen Sozialisation spielte sich mit orgellastigem Hard Rock mit Bluestouch, mit langen, frenetischen Gitarrensoli, knackigem Bass und straightem, aber lässig groovendem Schlagzeug ab. Typischer 70er Jahre Hard Rock also wie er von meinen damaligen Heldenbands wie Uriah Heep, Deep Purple, Led Zeppelin, Rainbow, Whitesnake, Beck Bogert Appice, Free, Bad Company und ein bisschen früher von Steppenwolf geboten wurde. Musik, die ich heute zwar seltener höre, aber die mir immer noch ein zufriedenes Lächeln auf die Lippen zaubern kann.

Und nun kommen da ein paar junge Schweden daher und mixen diesen Cocktail neu. Und das auch noch in einem kraftvollen, modernen Klangbild. Die Spielfreude ist fast mit Händen zu greifen und überträgt sich sofort auf den Hörer. Als I-Tüpfelchen mischen die Schweden noch ordentliche Portionen Hammond-Attacken a la Emerson zu Zeiten von The Nice, ein bisschen Queen (nicht zuletzt durch die explizite Brian May-Gitarre in "Ageless Door"), ein paar Tull'sche Flötentöne und zum guten Schluss einen Schuss der erdigen frühen Yes bei. Und Magnus Lindgren ist ein toller Sänger mit einer variablen Stimme, die Vergleiche mit Genre-Größen nicht scheuen muss.

Unter all dem Hard Rock-Spaß-Gewand verstecken die Schweden dann noch farbige Arrangements, kleine Gimmicks und vor allem ein wuseliges Schlagzeug, was sie dann auch noch ziemlich von den 70er Vorbildern emanzipiert. Hard-Prog von seiner besten Seite, der auch den anspruchsvollen Proggie unterhält. Als moderne Referenz kann vielleicht Flying Circus gelten, auch wenn Black Bonzo ein ganzes Stück erdiger daherkommen.

"Sound of the Apocalypse" ist ein tolles - da kann ich Udo nur beipflichten - Spaßalbum geworden, welches mir immer wieder ein debil-seliges Grinsen aufs Gesicht treibt (an das sich meine Mit-U-Bahn-Fahrer in der abgelaufenen Woche zu gewöhnen hatten).

Anspieltipp(s): The Well, Thorns Upon A Crown
Vergleichbar mit: siehe Rezi-Text
Veröffentlicht am: 8.9.2007
Letzte Änderung: 6.1.2014
Wertung: 12/15
...okay, vielleicht mit einem Euphorie-Punkt ;-)

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 3 von 3)


Eines der besten Alben der letzten Jahre hauen Black Bonzo (doofer Bandname) hier auf die Ohren. Und beweisen einmal mehr, dass nicht unbedingt was vollkommen Neues erforderlich ist, um das Rad neu zu entdecken.

Black Bonzo agieren frei nach dem Motto: "Hast du auf der Bühne (Studio) Spaß, so hat auch dein Publikum Spaß!" Aus jeder Pore dieser CD quillt diese Spielfreude, gepaart mit einem gehörigen Rumms an Sound, dazu eine fette Portion kraftvoller Arrangements. Fertig angerührt ist der neue Retro Hammer.

Was mich an diesem Album vielmehr fasziniert ist die Tatsache, dass mich doch tatsächlich dieses Rumgeorgel auf der Hammond nicht annervt (was es gemeinhin irgendwann tut, sobald dieses Instrument zu quängelig in den Vordergrund drückt). Und so schließe ich mich kurz und knapp meinen Vorrednern an und sage: Ein Knaller!

Anspieltipp(s): The Well, Thorns Upon A Crown
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.12.2008
Letzte Änderung: 1.12.2008
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Black Bonzo

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2004 Black Bonzo 11.00 1
2009 Guillotine Drama 9.00 2

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