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Manning

Songs from the Bilston House

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Canterbury; Folk; Psychedelic; RetroProg
Label: Festival Music
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Guy Manning acoustic, 12-string and electric guitars, bouzouki, mandolin, keyboards, bass, percussion, vocals
Laura Fowles saxes, vocals
David Million electric guitars
Ian Walter Fairbairn fiddles
Julie King vocals

Gastmusiker

Steve Dundon flutes
Andy Tillison keyboards, drums, vocals

Tracklist

Disc 1
1. Songs from the Bilston House 6:03
2. The Calm Absurd 7:24
3. Lost in Play 7:05
4. Understudy 8:13
5. Skimming Stones 7:18
6. Antares 7:10
7. Icarus & me 5:53
8. Pillars of Salt 10:35
9. Inner Moment 7:33
Gesamtlaufzeit67:14


Rezensionen


Von: Christian Rode @


Do not enter here! The last Person died! Diese dramatischen Worte sollen auf einem Schild vor dem Bilston House gestanden haben, das Guy Manning zu diesem Album inspirierte. Der Konzeptcharakter ergibt sich dabei daraus, dass Manning sich vorstellt, welche Geschichten sich in diesem seltsamen Haus zugetragen haben könnten. Dabei fließen in seine Texte nach eigenem Bekunden aber auch autobiographische Elemente ein.

Musikalisch wird auf den Songs from the Bilston House ziemlich deutlich, dass Mannings Stammband The Tangent heißt. Immerhin steuert auch The Tangent-Mastermind Andy Tillison die Drums sowie einige Keyboard- und Gitarrensounds bei. Die Songs sind tief von retroproggigen bis leicht canterburigen Einflüssen durchtränkt. Hinzu kommt die für Manning typische Vorliebe für den Folkrock und ein guter Schuss Psychedelic. Insgesamt wirkt diese Mischung sehr stimmig. Der locker-jazzige Einschlag, der auch an Steely Dan erinnert, kommt besonders trefflich bei The Calm absurd rüber. Ein verspielter Retroprog mit kammermusikalischem Flair im Instrumentalteil kommt hingegen bei Lost in Play zum Tragen. Aber der Retroprog kann auch ganz plötzlich über ein Stück hereinbrechen, wie in der sonst melancholisch-folkigen Ballade Antares. Der Folk kommt bei den Songs nicht zu kurz, besonders schön ist das Zusammenspiel von Fiedel, Flöte und Orgel bei Skimming Stones. Und immer wieder wird es auch symphonisch.

Aber mit Understudy ist auch ein am Sound der 80-ies orientiertes Artpop-Stück dabei, das mich an ich-weiß-nicht-was erinnert. So geht es mir bei dieser Scheibe öfters. Bei Pillars of Salt ist der Einfluss hingegen leicht auszumachen, weil offensichtlich und auch in Text gefasst: "Sitting in the Parlour with the Beatles on the Radio (oh Boy)"... Und entsprechend psychedelisch ist das Stück auch, mehr noch als der psychedelisch-hüpfende Opener des Albums. Pillars of Salt stellt für mich den Höhepunkt dieses harmonischen kleinen Retroschatzes dar.

Songs from the Bilston House ist eine Freude für jeden Retro-Proggie, der seinen Retro mit Einflüssen aus Folk, Psychedelic und leichtfüßigem Jazz gewürzt mag. Dabei ist das Album keinesfalls so melancholisch geraten wie es das Cover nahe zu legen scheint, sondern eher so bunt und zugleich geheimnisvoll wie das Leben in diesem seltsamen Haus es vielleicht einmal gewesen sein mag. Zumindest in der Vorstellung Mannings.

Anspieltipp(s): Pillars of Salt, Antares
Vergleichbar mit: Tangent, Steely Dan
Veröffentlicht am: 5.2.2008
Letzte Änderung: 5.3.2014
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Manning

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2002 The ragged curtain 11.00 1
2003 The View From My Window 13.00 2
2004 A Matter Of Life & Death (The Journal Of Abel Mann) 7.25 4
2005 One Small Step... 8.80 5
2006 Anser´s Tree 10.67 3
2009 Number Ten 9.00 2
2010 Charlestown 6.50 2
2013 The Root, The Leaf & The Bone 10.00 1

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