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Blotted Science

The Machinations of Dementia

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007 (Debutalbum)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Mathrock; Metal; Progmetal
Label: Eclectic Electric
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Ron Jarzombek Guitars
Alex Webster Bass
Charlie Zeleny Drums

Tracklist

Disc 1
1. Synaptic Plasticity 5.55
2. Laser Lobotomy 5.20
3. Brain Fingerprinting 3.34
4. Oscillation Cycles 1.37
5. Activation Sythesis Theory 8.09
6. R.E.M. 1.11
7. Night Terror 4.50
8. Bleeding in the Brain 4.56
9. Vegetation 1.28
10. Narcolepsy 2.52
11. E.E.G. Tracings 4.04
12. Sleep Deprivation 0.36
13. The Insomniac 3.56
14. Amnesia 2.24
15. Adenosine Breakdown 3.10
16. Adenosine Buildup 3.10
Gesamtlaufzeit57:12


Rezensionen


Von: Kai Lorenz Kruppa @


Sechzehn Titel – sechzehn kleine fiese Vorschlaghämmer. So oder so ähnlich könnte eine Minirezension zum Debutalbum des US-amerikanischen Trios Blotted Science lauten. Bandleader ist kein Geringerer als Ron Jarzombek, der zuletzt gemeinsam mit Ex-Megadeth-Gitarrist Marty Friedman auf den Bühnen dieser Welt stimmenloses Schwermetall zum Besten gab. Der Name Jarzombek steht bekanntlich für ein ziemlich provozierendes musikalisches Programm, welches irgendwo zwischen kompositorischem Wahnsinn, tollkühnem Spielwitz und brachialem E-Gitarren-Sound seine unverwechselbare Heimat gefunden hat.

Mit Progressive Rock im klassischen Sinne hat »The Machinations of Dementia« folglich nichts zu tun. Und mit intellektuell angehauchtem Art Rock freilich noch viel weniger. Die kompromisslose Devise lautet vielmehr: noch schneller, noch härter, noch komplexer! Trotzdem ist der Anspruch des Trios unüberhörbar, einiges mehr zu bieten als nur hirnloses (!) Gestampfe. Das ist in diesem Genre gewiss kein besonders risikoarmes Unterfangen. Um so anerkennenswerter ist die Leistung der Herren Jarzombek, Webster und Zeleny, denn sie haben bei ihrem Erstlingswerk – zugespitzt formuliert – vieles richtig und nur wenig falsch gemacht. Klug war es beispielsweise, von Anfang an auf einen Sänger zu verzichten. Er (oder sie) hätte angesichts der Härte und Intensität des Albums ohnehin kaum eine Chance zur Profilierung gehabt. (Vielleicht erinnert sich der eine oder andere Leser an dieser Stelle daran, dass die skandinavische Band Spiral Architect vor rund zehn Jahren genau diesen Fehler begangen hatte.)

Zartbesaitete schütteln angesichts der Masse an geballter Klopperei vermutlich nur den Kopf. Dennoch hat auch dieses junge Trio um Ron Jarzombek auf dem Feld des Progressive Rock durchaus seine Berechtigung. Das Spannende an dieser Stilrichtung ist doch gerade die erstaunliche Breite des musikalischen Spektrums – von graziös bis stahlhart. Welche Prog-Band am zuerst genannten Pol stehen könnte, vermag der Verfasser dieser Zeilen nicht zu beantworten. Am äußersten Rand des anderen Pols stehen Blotted Science. Eine solche stilistische Extremposition ist in der Regel ein ziemlich vermintes Gelände. Vor diesem Hintergrund ist die Leistung des US-Trios sogar noch ein Stück höher zu bewerten.

»The Machinations of Dementia« könnte im Kreis der BBS-Leser möglicherweise viele neue Freunde gewinnen, zumal auf dem Album hie und da auch gut gemachte elektronische Klänge zu vernehmen sind.

Anspieltipp(s): The Insomniac
Vergleichbar mit: Behold... the Arctopus, Spastic Ink, Watchtower, Canvas Solaris
Veröffentlicht am: 4.10.2008
Letzte Änderung: 4.10.2008
Wertung: 12/15
Keine leichte Kost, aber hörenswert...

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