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Fun Machine

Sonnenhuhn

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Independent / Alternative; Klassischer Prog; Punk; sonstiges
Label: BNS Sessions
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

John Piatkowski vocals, keyboards
Andrew Wetzel vocals, guitar
Colin Ryan drums, percussion
Renee Maskin bass

Tracklist

Disc 1
1. Sun Chicken 1:50
2. Blok People 9:06
3. Liquid Pants 5:59
4. Lost in Glasgow 2:57
5. Blok 1 4:50
6. Flaking Reality 1:43
7. Family Vapor 15:15
8. Rope Swing 3:37
Gesamtlaufzeit45:17


Rezensionen


Von: Ralf J. Günther @


Selten - und mit selten meine ich: sehr selten - ist mir einmal eine CD zur Besprechung vorgelegt worden, bei der sich der Wunschtraum eines jeden Rezensenten so sehr erfüllt wie in diesem Fall. Nämlich dass es sich beim Anhören nicht um eine saure Pflichterfüllung handelt, sondern um einen richtig großen Spaß.

Fun Machine - in diesem Fall hats hingehauen. Die CD des US-Quartetts, über das sich außer biographischem Nonsens wenig ermitteln lässt, ist eine wahre Spaßmaschine aus Abwechslung, Überraschung, Humor und toller Musik.

Vielleicht ist das wieder ein Fall von Pronk - so wie bei den Cardiacs, denn auch die Fun-Maschinisten mischen in rasantem Wechsel nölig freche Punk- und New-Wave-Passagen mit tränenrührenden Keyboardbombastereien. Aber das Spektrum geht noch weit darüber hinaus. Nachdem in Track 1 eine Geräuschcollage verklungen war, die etwa in Richtung "Hausrenovierung" ging, glaubte ich auf Track 2 zunächst an Psychedelics, dann an klassischen Prog mit einem gewissen Fusionanteil. Aber als nach ca. 6 Minuten der eigentliche Gesang einsetzte (vorher gabs schon ein paar Keyboard-Bombast-Chöre), dämmerte mir, dass sich die Sache für den Rest der CD auch noch anders entwickeln würde.

Von da an bleibt kein Öhrchen trocken - die Band macht ungeheures Tempo und rasselt zugleich poppig-smart und waghalsig-rasant durch alle Breaks und Stilbrüche, die man sich nur wünschen kann. Manches scheint noch in die selige Beatära zu gehören, anderes erinnert mich insbesondere beim Gesang auch etwas an die berühmten Zwillinge der "Sparks", dann wird wieder etwas Ska darunter gemischt - und und und. Es ist für den Rezensenten wirklich keine leichte Aufgabe, das akustische Seziermesser anzusetzen und den lebenden Organismus dieser CD in eindeutig beschriftete Stilpräparate zu zerschneiden.

Deshalb spreche ich lieber eine absolut eindeutige Empfehlung für dieses vermutlich nicht ganz leicht zu beschaffende Album aus (allerdings gibt es per Download diverse Kaufmöglichkeiten auch bei großen Anbietern). Ich finde, es ist eine Zierde für die Musik, die wir hier behandeln. Es bringt waschechten Prog inklusive "Longtrack" - aber im Gegensatz zu so vielen anderen Progalben in keiner Sekunde die unangenehme Frage, ob das nicht alles nur rückwärtsgewandtes Zeug für ewige Musiknostalgiker ist.

Toll.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.1.2009
Letzte Änderung: 9.3.2012
Wertung: 12/15
Und warum heißt das Ganze nun ausgerechnet Sonnenhuhn?

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Fun Machine

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2010 Beef Oven 11.00 1

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