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24186 Rezensionen zu 16533 Alben von 6440 Bands.
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Jethro Tull

Living In The Past

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1972
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label:
Durchschnittswertung: 9.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Ian Anderson vocals,flute,balalaika,mandolin,acoustic guitar
Mick Abrahams electric guitar on 1-3
Martin Barre electric guitar on 4-18
Clive Bunker drums on 1-14
John Evans keyboards on 8-18
Jeffrey Hammond-Hammond bass on tracks 15-18
Barriemore Barlow drums on 15-18

Tracklist

Disc 1
1. Song For Jeffery 3.24
2. Love Story 3.07
3. Christmas Song 3.09
4. Living In The Past 3.23
5. Driving Song 2.44
6. Sweet Dream 4.06
7. Singing All Day 3.07
8. Witches Promise 3.49
9. Inside 3.38
10. Just Trying To Be 1.36
11. By Kind Permission Of 10.10
12. Dharma For One 9.58
13. Wond’ring Again 4.16
14. Locomotive Breath 4.26
15. Life Is A Long Song 3.22
16. Up The Pool 3.15
17. Dr. Bogenbroom 3.01
18. For Later 2.08
19. Nursie 1.36
Gesamtlaufzeit74:15


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 3)


Das vier Jahre nach dem ersten Album der Band eine Compilation mit dem Namen "Living In The Past" erschien, spricht sicherlich für Ian Anderson typischen, englischen Humor. Dabei versucht man hier gar nicht so sehr, sich auf vergangenen Lorbeeren auszuruhen. Viele der gesammelten Stücke waren vorher nur als Singles oder auf EPs erhältlich, finden sich also zum ersten Mal auf einem Longplayer. Dazu kommen einige "near hits" von vorigen Platten ("Song For Jeffrey" von "This Was", "Locomotive Breath" von "Aqualung", "Inside" von "Benefit). Die Original-Doppel-LP "Living In The Past enthielt noch vier weitere Stücke: "Bourée" ("Stand Up"), "Teacher" (?), "Alive and Well and Living In" ("Benefit"), "Hymn 43" ("Aqualung"). Für die ursprüngliche CD-Wiederveröffentlichung wurden diese weggelassen, um die Laufzeit aus technischen Gründen unter 70 Minuten zu drücken; inzwischen hat die Technik Fortschritte gemacht, und CDs von fast 80 Minuten sind keine Seltenheit mehr. Allerdings weiss ich nicht, ob inzwischen eine wieder erweiterte Neuauflage von "Living In The Past" erschienen ist.

Musikalisch bewegen sich die meisten der "neuen" Stücke im Rahmen der ersten vier "Tull"-Platten. Die Strukturen sind recht einfach, die Stücke entweder rockig und recht gitarrenlastig oder feine, ruhige akustische Nummern; ab und an findet sich auch Orchester-Arrangement von David Palmer. Insgesamt ist die Qualität der Stücke gut und fällt gegenüber den regulären Platten aus dieser Zeit keineswegs ab, so dass "Living In The Past" eigentlich ein Pflichtkauf für den "Tull"-Freund ist.

Der Titelsong gehört mit seinem fliessenden, prägnanten 5/4-Rhythmus zu den wenigen krummrhythmigen Nummern, die man auch abundan bei Radiosendern hören kann. "Christmas Song" könnte mit seiner sympathisch-naiven Kritik des Weihnachts-Ausverkaufs gut auf die zweite Seite von "Aqualung" passen.

Das jazzig swingende "Singing All Day" könnte auch von "Stand Up" sein, ebenso wie das bluesige "Driving Song". Die hier gebotene "Sweet Dream"-Version mit mit Orchester-Arrangement hat leider nicht so viel Power wie die vom späteren Live-Album "Bursting Out".

A propos "live": die dritte Seite der Doppel-LP gehörte zwei Live-Nummern, aufgenommen in der Carnegie Hall, ich glaube von 1970. "By King Permission Of" stellt John Evans Piano-Künste in der Vordergrund; ausführlich verbrät er Fantasie-artig klassische und Jazz-Motive (vielleicht bezieht sich darauf auch der Titel), teils mit Flötenunterstützung durch den Meister. "Dharma For One" ist eine energetisch, sehr druckvolle, neu arrangierte (Andersons Ansage dazu: "In other words: it's just a bit louder") Live-Version des Fetzers vom ersten Album und bildet das Sprungbrett für ein ausgedehntes Schlagzeugsolo Clive Bunkers.

Auch danach finden sich noch einige feine Nummern, wie z.B. "Wond'ring Again", eine erweiterte Fortsetzung des kurzen, akustischen "Wond'ring Aloud" von "Aqualung", diesmal mit der ganzen Band, die wirklich schöne Akustiknummer "Life Is A Long Song" mit der so typischen akustischen Gitarre von Anderson (geschrammelt, viele Vorhalte) oder das proggige Instrumental "For Later".

Wie gesagt: für Fans von "Jethro Tull" ist "Living In The Past" auf jeden Fall eine lohnende Investition, aber auch für jene, die mit deren früher Phase noch nicht so vertraut sind.

Anspieltipp(s): Living In The Past, Dharma For One
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.5.2002
Letzte Änderung: 16.5.2002
Wertung: 9/15

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Von: Jürgen Gallitz-Duckar @ (Rezension 2 von 3)


Es gibt inzwischen eine remasterte Doppel-CD Japan-Version, die ich mir gerade geleistet habe. Und das Teil ist jeden Euro wert. Wie die originale erste LP-Ausgabe stecken die beiden CDs in einem Cover in fühlbarer rotbrauner Lederoptik mit Goldprägung. Dazu gibt's innen nochmal separate Pappstecktaschen für die beiden CDs, Plastikinnenhüllen in diesen Taschen und natürlich das originale dicke LP-Booklet in Miniatur mit diversen Fotos aus Tulls Anfangszeiten eben bis 1972.

Außer der gehörig aufgewerteten Verpackung erwartet einen eines der schönsten Tull-Alben überhaupt. Da es sich, wie Udo sagte, dabei um eine Single- und sonstige Non-LP Tracks-Sammlung handelt, ist das schon eine erstaunliche Leistung. Die alten Songs wirken frisch, knackig manchmal geradezu (Sweet dream). Sie machen Spaß, gehen meist gut ins Ohr, ohne eben einfallslos oder platt zu sein und sind ein wunderbar geeignetes Resümee, bevor Anderson dann zu "Progressive Rock Zeiten!" aufbrach.

Die beiden Livestücke sind klasse und noch dazu eine Winzigkeit länger als auf der normalen CD Ausgabe, da diesesmal Andersons Ansagen mit drauf sind. Übrigens gibt's in der "25 Years Zigarrenkiste" von Tull den Rest dieses Livekonzerts aus der Carnegie Hall zu hören.

Anspieltipp(s): Sweet Dream, Witches promise, Dharma for one,
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.7.2004
Letzte Änderung: 23.7.2004
Wertung: 12/15
wunderschöne Zusammenstellung der ersten Tull-Jahre

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Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 3 von 3)


Die wenig originellen "Love story", "Driving song", "Up the pool" oder "Singing all day" gehören m.E. zu den schwächsten Songs, die Ian Anderson bisher geschrieben hat.

Neben für Anderson'sche Verhältnisse wenig erbaulich wirkenden Einfällen wie "Dr. Bogenbroom" oder das instrumentale "For later" gibt es hier auch Gelungenes wie die folkigen "Wond'ring again", "Witches Promise" und "Nursie".

"Sweet Dream" ist an und für sich eine energetische Nummer (wie die Version auf "Live-Bursting Out" zeigt). Nur die unpassenden Arrangements der Frühversion mit akustischer Gitarre, Bläsern und Streichern machten daraus einen zahnlosen Tiger.

Die beiden langen Konzertstücke erlauben einen Blick in die Zeit, als überlange Schlagzeug- oder Pianosolos noch in Mode waren.

Ich vermisse in vielen dieser rauhen Stücke den Funken der Genialität, den ich für mich auf den meisten Jethro Tull-Alben ausmachen kann. Deshalb halte ich "Living in the past" für sehr unausgeglichen und untypisch für diese Band.

Die Platte ist nur denjenigen zu empfehlen, die alles von der Band haben "müssen".

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.10.2005
Letzte Änderung: 23.10.2005
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Jethro Tull

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1968 This Was 7.00 4
1969 Stand Up 11.00 3
1970 Benefit 9.00 4
1971 Aqualung 11.33 3
1972 Thick As A Brick 12.80 5
1973 A Passion Play 12.75 5
1974 Warchild 10.00 4
1975 Minstrel In The Gallery 11.50 4
1976 Too Old to Rock'n'Roll: Too Young to Die 9.00 3
1977 Songs from the Wood 11.67 3
1978 Heavy Horses 9.50 4
1978 Live - Bursting Out 11.50 2
1979 Stormwatch 9.50 2
1980 A 9.67 3
1982 The Broadsword And The Beast 10.00 2
1984 Under Wraps 9.00 3
1985 A Classic Case - The London Symphony Orchestra Plays The Music Of 4.00 2
1987 Crest of a Knave 7.80 5
1988 20 Years of Jethro Tull 10.00 1
1988 20 Years of Jethro Tull (Box Set) 12.00 1
1989 Rock Island 8.50 2
1990 Live at Hammersmith '84 9.00 1
1991 Catfish Rising 10.50 2
1992 A Little Light Music 10.50 2
1993 Nightcap 8.00 1
1993 25th Anniversary Box 12.00 1
1995 Roots To Branches 8.50 2
1995 In Concert 10.00 1
1999 J-Tull Dot Com 6.67 3
2001 The very best of 11.00 1
2002 Living With The Past (CD) 7.50 2
2003 The Essential Jethro Tull - 1
2003 A New Day Yesterday - The 25th Anniversary Collection (DVD) 9.00 1
2003 The Jethro Tull Christmas Album 9.00 3
2004 Nothing Is Easy: Live At The Isle Of Wight 1970 11.00 1
2005 Nothing Is Easy: Live At The Isle Of Wight 1970 (DVD) 8.00 2
2005 Aqualung Live - 2
2007 The Best Of Acoustic Jethro Tull - 1
2007 Live At Montreux 2003 11.00 1
2007 Bethlehem, PA, 9 August 2003 (DVD) - 1
2008 Jack in the green (DVD) - 1
2008 Their fully authorized story (2 DVDs) - 1
2009 Live At Madison Square Garden 1978 (DVD) 11.00 1
2010 Live at the London Hippodrome (DVD) 10.00 2
2015 Too Old To Rock 'n' Roll: Too Young To Die! - The TV Special Edition 11.00 1
2017 Jethro Tull - The String Quartets 11.00 1

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