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RanestRane

Nosferatu Il Vampiro

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2006
Besonderheiten/Stil: Neoprog; Rock / Pop / Mainstream; RetroProg
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 9/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Matteo Gennari Bass
Daniele Pomo Voice, Drums
Massimo Pomo Guitars
Riccardo Romano Keyboards, Programming

Tracklist

Disc 1
1. Il sogno di Lucy   (Atto primo) 3:11
2. Lucy 2:53
3. L'ufficio di Reinfield 2:27
4. Passerà presto 2:55
5. Via da Wismar 2:12
6. La locanda nel villaggio degli zingari 5:44
7. La montagna 5:01
8. Sono quasi arrivato 1:28
9. Il castello 4:09
10. L'assalto 3:35
11. Il risveglio 4:34
12. Il contratto 2:59
13. Saranno giorni tristi 4:15
14. Che giorno maledetto 5:42
Gesamtlaufzeit51:05
Disc 2
1. La nave   (Atto secondo) 5:22
2. Che succede 3:15
3. La riunione del consiglio 1:59
4. Finalmente qui 2:05
5. Ritorna 3:01
6. La nozione dell'amore mancato 4:23
7. Il diario di Jonathan 3:28
8. Adesso so il perchè 3:39
9. Alla ricerca del Conte 2:12
10. Gli ultimi momenti di Wismar 3:10
11. La morte die Mina 2:32
12. L'ultimo incontro 5:55
13. Il ritrovamento 3:16
14. Via da Wismar 2:24
Gesamtlaufzeit46:41


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


RanestRane (was "seltsame Frösche" bedeutet) aus Rom beschäftigen sich offenbar vornehmlich mit der Neuvertonung von Filmen. Das erste Projekt der 1996 gegründet Band war "Nosferatu". Seit 2000 begleiteten die vier Italiener in Konzerten den Film und versahen ihn mit neuen Klängen. Dieses Vorgehen, von der Band als "Cineconcerto" bezeichnet, erinnert an die Filmadaptationen von Art Zoyd, die sich u.a. auch "Nosferatu" als Objekt für ihre Bearbeitung ausgesucht hatten (siehe "Nosferatu"). Im Gegensatz zu den Franzosen wählten RanestRane allerdings nicht das Original von Friedrich Willhelm Murnau als Vorlage, sondern die Neuverfilmung von Werner Herzog. Derzeit arbeiten die Italiener übrigens an einer Adaption von Stanley Kubricks "Shining".

"Nosferatu Il Vampiro" bietet somit einen neuen Soundtrack zu Werner Herzogs Film und zwar in der Form einer Art von Rockoper, mit Daniele Pomo als einzigem Sänger. Ausschnitte aus dem Film, also Originalfragmente der italienischen Tonspur, kurze Dialoge und Monologe meist, dienen als Aufhänger der einzelnen Nummern, die dann von den vier Protagonisten an diversen Tasteninstrumenten, Gitarre, Bass und Schlagzeug dargeboten werden, mitunter wieder unterbrochen von Einblendungen mit Filmdialogen. Im Vergleich zu den düster-verstörenden Klangwelten der weiter oben erwähnten Art Zoyd kommt die Musik hier sehr viel melodischer und sanfter aus den Boxen. Ganz in der Tradition des klassischen, eher songorientierten Italoprogs der 70er, wenn auch klanglich durchaus auf der Höhe der Zeit, wird hier musiziert und gesungen, bestehen eher Bindungen zum Neo- bzw. Retroprog und allgemein italienischem Bellcantorock, als zu den avantgardistischen Klangwelten der Franzosen. Damit haben RanestRane ein Parallelwerk zu PFMs "Dracula Opera Rock" geschaffen, welches allerdings ein Jahr früher veröffentlicht wurde.

Melodisch und wohlklingend strömen die Klänge hier dicht und voll aus den Boxen. Tasten (mal neo mal retro) und die leicht floydige E-Gitarre bestimmen das Geschehen, welches Pomo meist aus der Sicht des Jonathan Harker besingt. Obwohl das Ganze ziemlich gut gemacht ist und druckvoll und klar produziert wurde, ist das Endergebnis doch ziemlich enttäuschend. Das Hauptproblem: Die Musik klingt immer ziemlich gleich. Über zwei CDs hinweg tut sich doch verhältnismäßig wenig, sind die angewendeten musikalischen Rezepturen immer die Gleichen, kommen immer wieder dieselben melodischen Abläufe zum Einsatz. Nach einiger Zeit wird das Ganze daher ziemlich langweilig (zumindest ohne Filmbegleitung), auch weil - trotz der doch durchaus spannenden Geschichte - echte Höhepunkte fehlen. Mir persönlich ist das Album zudem, gerade bei der doch ziemlich bedrohlich-verstörenden Thematik, um einiges zu glatt und harmlos geraten. Es gibt zwar einige fast schräge und unheimliche Momente, doch kommt die Musik alles in allem sehr melodisch, fast poppig aus den Boxen. Die zum Sujet gehörende Dramatik, Bedrohung und Angst lassen sich in diesen Klängen kaum wieder finden.

"Nosferatu Il Vampiro" bietet somit eine NPWE-Version des Dracula-Stoffs, die aber vielleicht gerade diese Zielgruppe ansprechen könnte. Wer zudem klangvollen, von schönem Gesang und ins Ohr gehenden Melodien geprägten, dabei doch komplexen und symphonischen Italorock bzw. Neoprog schätzt und sich nicht daran stört, dass sich die verwendeten musikalischen Ingredienzien über die lange Dauer des Albums kaum verändern, der könnte hier einmal reinhören.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.6.2009
Letzte Änderung: 6.8.2015
Wertung: 8/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 2)


Mit Goblin hat man Italien ein geradezu übermächtiges Vorbild, was die Vertonung von Horror Soundtracks betrifft. RanestRane wagen sich nun ins gleiche Terrain vor. Sie haben den Horror Klassiker „Nosferatu“, in der Version von Werner Herzog mit Klaus Kinski in einer seiner grandiosesten schauspielerischen Leistungen, neu vertont. Begleitet von Ausschnitten der italienischen Synchronisation, wird hier in bester sinfonischer Italo-Prog/Rock-Tradition mit südländischer Melancholie, die traurige Geschichte des Blutsaugers neu erzählt.

RanestRane setzten dabei vor allem auf die sinfonische Kraft und einen etwas traurigen Unterton, verzichten dabei aber leider auf markerschütternde, bedrohliche Töne, womit dieser neu gestaltete Soundtrack zwar musikalisch überzeugt, aber doch in letzter Konsequenz nicht ganz zu den gruseligen Momenten des Originals passt. Vergleicht man den Ansatz z.B. mit der vor einigen Jahren veröffentlichten Rock Oper „Dracula“ von P.F.M., so sind dort wesentlich mehr Dramatik und der der Thematik angepasste Spannungsmomente zu finden. Das soll nun nicht heißen, dass „Nosferatu il vampiro“ ein Album voll fröhlicher Momente ist, nur fehlt es an echter fassbarer Bedrohung, Gänsehaut erzeugenden Momenten.

Zwar gibt es aufgrund der umfangreichen Laufzeit des Albums und ohne die Begleitung des Originalfilms auch einige Längen zu überstehen. Doch die Musik für sich alleine betrachtet ist eine gute Mischung aus sinfonischem Progressive Rock und Rockmusik italienischer Prägung mit Tiefgang. RanestRane spielen gekonnt auf der Klaviatur der Emotionen, haben diese typische schleichende Dynamik und den schmachtenden Pathos, den in dieser Art einfach nur Bands aus Italien mit wirklicher Überzeugung und ohne Peinlichkeiten beherrschen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.3.2013
Letzte Änderung: 18.3.2013
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von RanestRane

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2011 Shining 8.00 2

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