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19217 Rezensionen zu 13024 Alben von 4925 Bands.
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Copernicus

disappearance

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009
Besonderheiten/Stil: improvisiert; sonstiges
Label: Moonjune Records / Nevermore, Inc. Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Copernicus Poetry, Lead Vocals, Keyboards
Pierce Turner Musical director, Hammond B3, Piano, Vocals, Percussion
Larry Kirwan Guitar
Mike Fazio Guitar
Bob Hoffnar Steel Guitar
Raimund Penaforte Viola, Acoustic Guitar, Cavaquinho, Percussion, Vocals
Cesar Aragundi Guitars
Fred Parcells Trombone
Rob Thomas Violin
Matty Fillou Sax, Percussion
Marvin Wright Bass, Guitar, Percussion
George Rush Tuba, Contrabass, Bass
Thomas Hamlin Drums, Percussion
Mark Brotter Drums, Percussion
James Frazee Recording & mixing engineer

Tracklist

Disc 1
1. 12 subatomic particles 9:52
2. The Quark Gluon Plasma 7:42
3. The Blind Zombies 8:54
4. Humanity created the illusion of itself. 7:09
5. Atomic New Orleans 5:30
6. Poor Homo Sapiens 13:57
7. Revolution !! 21:05
Gesamtlaufzeit74:09


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Copernicus (der als Joseph Smalkowski das Licht der Welt erblickt hat) bezeichnet sich selbst als "natural born philosopher". Er sinniert über die Welt, das Universum und all die kleinen und kleinsten Partikel aus denen es besteht. Die Ergebnisse seines Nachdenkens behält er nicht für sich, sondern teilt sie ziemlich laut und gewaltig seiner Umwelt mit. Copernicus ist nämlich ein rezitierender Philosoph, ein deklamierender Poet, der seine Gedankenflüge am liebsten vor einem musikalischen Hintergrund zum Besten gibt.

Copernicus produziert auch Tonträger. So zwei Hand voll seit dem Anfang der 80er Jahre. Gut die Hälfte davon habe ich in meinem Besitz. "disappearance" ist sein neuestes Werk. Es bietet nicht viel andere Klänge als die Vorgänger. Da dieselben aber meist schon vergriffen sind (die ersten vier wurden bisher nur als LP veröffentlicht), ist "disappearance" aber eine ideale Einstiegsscheibe in die Welt des Copernicus. Wenn man sie denn kennen lernen möchte.

Copernicus bezeichnet sich selbst nicht als Musiker, auch wenn er ab und zu in irgendwelche Tasten greift. Copernicus redet. Copernicus schreit, deklamiert, röhrt, brabbelt und nölt. Singen tut er höchst selten. Damit das Ganze nicht langweilig wird, engagiert er dazu eine Ladung Musiker, die ihn begleiten, live, improvisiert und spontan. Fertig ist ein Copernicus-Album.

Was es auf "disappearance" zu hören gibt ist also Folgendes: Copernicus redet, schreit, deklamiert, röhrt, brabbelt und nölt. Dazu rockt eine durchaus umfangreiche Band. Von bluesig-mainstreamigen Tönen, über kraftvollen Jazzrock bis hin zu explodierendem, freiformatig-avantagrdistischem Klangchaos gibt es allerhand zu hören. Allerdings ordnet sich die Musik immer Copernicus unter. Seine Stimme steht immer im Vordergrund. Beim ersten Hören ist das sehr beeindruckend, fährt es dem Hörer durch Mark und Bein.

Das Problem eines Copernucus-Albums, auch das von "disappearance" ist, dass sich das angewandte Rezept schnell abnutzt. Wenn man nicht genau auf den Text achtet und sich von Copernicus' dadaistisch-nihilistisch-absurd-konfusen Weisheiten unterhalten lässt, wird es bald etwas langweilig, geht einem Copernicus nach einiger Zeit doch auf den Wecker. In rein musikalischer Hinsicht tut sich zwar einiges, doch findet das im Hintergrund statt, wird alles von Copernicus' vluminöser Stimme überdeckt. Man würde sich daher fast wünschen, dass der spinnerte Schreihals doch einmal ruhig sei, so dass man sich auf die Musik konzentrieren kann. Aber das ist ja nicht Sinn der Sache. Hier geht es schließlich um Copernicus und seine dadaistisch-nihilistisch-absurd-konfusen Weisheiten.

Ziemlich witzig und beeindruckend ist das hier Gebotene trotzdem. Zumindest ein oder zwei Alben lang. "disappearance" ist von den mir bekannten Alben des Amerikaners das abwechslungsreichste, druckvollste und am besten produzierte (nur "Deeper" ist ähnlich gelungen). Wer sich für rockmusikalische Seltsamkeiten interessiert, der sollte zumindest ein Album von Copernicus kennen. "disappearance" währe in dieser Hinsicht sicher keine schlechte Wahl!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.6.2009
Letzte Änderung: 25.6.2009
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Copernicus

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1986 Victim of the Sky 8.00 1

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