Detta Har Hänt
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Transubstans |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Gabriel Hermansson |
Bass |
| Einar Baldursson |
Guitars |
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| David Lundberg |
Fender Rhodes |
| Alexander Skepp |
Drums, Percussion |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Kontrast
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3:57
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| 2. |
Sorterargatan 3
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9:48
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| 3. |
Svenska Hjärtan
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3:01
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| 4. |
Fem Trappor
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6:32
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| 5. |
Nattkift
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5:00
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| 6. |
Berslagen
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10:29
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| 7. |
Innilegur?
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2:51
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| 8. |
Västarbron 05:30
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11:33
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| Gesamtlaufzeit | 53:11 |
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Rezensionen

Gösta Berlings Saga machen Retroprog. Mehr oder weniger. Retroprog aus Skandinavien ... also melancholisch, schwerfällig und mellotrongeschwängert? Falsch! David Lundberg spielt meist E-Piano, auch wenn innen im Digipack von "Detta Har Hänt", dem zweiten, im Sommer 2009 erschienen Album der Schweden, eine ganze Ladung weiterer, mitunter aus den 70ern stammender oder nachgebauter "historischer" Tasteninstrumente als "additional instruments" aufgeführt sind. Das sind im Detail: Mellotron (also doch), Mini Moog, Orchestron (ein mellotronartiges Instrument, bei dem allerdings die orchestralen Klänge mittels optischer Folienplatten gespeichert sind), Celeste, Persephone (eine analoger Synthesizer ohne Tasten, bei dem man die Tonhöhe mittels einer Fingerschiene ändern kann), Chilton Talentmaker (eine E-Orgel, bei der man mittels optischer Folienplatten weitere Effekte zuschalten kann), Optigan (das Vorläufermodell des Orchestrons), Gem PK 4900 (ein früher digitaler Synthesizer), Piano, Harmonium und ein Buchla 200 Modularer Synthesizer. Sehr klangprägend werden all diese Tonerzeuger allerdings nicht eingesetzt. Sie dienen eher der Erzeugung abwechlungsreicher Hintergrund- und Füllklänge oder gelegentlicher Effekte.
Also Gösta Berlings Saga machen schon Retroprog und skandinavisch, eher getragen und ab und an melancholisch ist das Gebotene auch, aber trotzdem wirkt die Musik nicht wirklich retro. Nach Anekdoten, Anglagard, Sinkadus und Konsorten klingt das jedenfalls selten, ist die Musik um einiges lockerer, jazziger und auch moderner. Lundbergs E-Piano perlt mitunter canterburesk, man höre z.B. den Beginn von "Nattskift", und auch wenn der Canterbury-Camel-Einfluss nicht mehr ganz so deutlich zum Vorschein kommt wie auf dem Debüt der Schweden (siehe "Tid är Ljud"), ist diese Inspirationsquelle zumindest unterschwellig immer vorhanden. Locker und federleicht, doch alles in allem rauer und sperriger als auf dem Debüt kommt die Musik hier aus den Boxen, jazzig-rockig, getragen aber meist gutgelaunt, ohne seicht oder melodieselig zu werden. Ab und an kracht es natürlich schon, arbeitet sich die schräg-frickelige Jazzrock-E-Gitarre Einur Baldurssons in den Vordergrund und verkanten sich die verschiedenen Instrumentalspuren. Richtig laut oder schräg wird es aber nie.
Während die typischen retroprogressiven Mellotronschübe auf "Detta Har Hänt" eher selten sind, gibt es einige elektronische Einsprengsel (die lange Einleitung von "Fem Trappor" z.B.), die, auch wenn man sie als weiteres Retroelement ansehen kann, eigentlich sehr modern klingen. Anderes, wie z.B. dieses karge Zwischenspiel von Glockenspiel (nicht tubulär), glazial sirrender E-Gitarre und Harmonium in "Bergslagen" klingt fast nach Postrock, Kammerpostrock. Auch Cover und Beiheft erinnern, mit allerlei Aufnahmen von Kabeln und Lüsterklemmen, eher an eine Postrockproduktion. Schliesslich scheint sich auch Baldurssons jaulend-sägende E-Gitarre bisweilen aus angepunkten Alternativrockgefilden hierher verirrt zu haben. Oft soliert er aber auch jazzig-rockig-bluesig nach Vintage-Art (wie im abschließenden, etwas zu lang geratenen "Vasterbron 5:30"). Erwähnenswert ist schliesslich auch die schöne, folkig-medievale Akustikgitarrennummer "Innilegur?".
Im Gegensatz zu einem kürzlich von mir rezensierten Album passt das hier Gebotene gut zusammen, werden keine Retroversatzstücke aneinandergehängt und hat die Musik einen eigenen Charakter. Klassischer Prog klingt zwar immer noch anders und moderner Prog auch, doch Gösta Berlings Saga vermengen beides ohne ausgelutschten Klischees aufzusitzen zu einem stimmigen Ganzen, bei dem man nie direkt an eine der großen klassischen Bands und auch nicht an eine der etwas rezenteren skandinavischen Retrokombos erinnert wird. Mit einer Ausnahme allerdings. Der Beginn des schon erwähnten "Bergslagen" erinnert in seiner Art doch sehr an "The Dance Of Maya" des Mahavishnu Orchestra. "Detta Har Hänt" ist eine schöne Platte, deren Kauf (am besten direkt bei der Band) jedem Progger eigentlich nur empfohlen werden kann!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.8.2009 |
| Letzte Änderung: |
7.4.2011 |
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