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24107 Rezensionen zu 16474 Alben von 6406 Bands.
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The Void's last Stand

A Sun by Rising Set

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009
Besonderheiten/Stil: Ambient; ArtPop; Beat; Blues; Canterbury; Funk; Independent / Alternative; Latin; Mathrock; New Artrock; Rock / Pop / Mainstream; Postrock; Punk; RIO / Avant; sonstiges
Label: Long Hair Music
Durchschnittswertung: 9/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Jonas Wingens vocals, guitar
Ray Dratwa drums
Geoffrey Blaeske guitar
Rachid Touzani bass

Tracklist

Disc 1
1. Mother Sun and the other Son (Part I)

1. Emesa Shapes 6:51
2. Graves of Afamiya 6:32
3. Immae's Amazons - Lichtode 5:32
4. Six Horses of the Meteor 1:57
5. Phaeton Glorificnuch 4:42

25:33
2. Under the Ardent Sun

1. Parrots porst over Père Lachaise 6:21
2. Songs of Syria and Despondos 3:33
3. Berg van Licht 4:42
4. Bet-El and the Hierodules of Elyx 6:16

  (eigentlich 25:18, wegen eines Hidden Tracks)
19:57
Gesamtlaufzeit45:30


Rezensionen


Von: Nik Brückner @ (Rezension 1 von 2)


Gähn! Schon wieder ein Album, das mindestens zwanzig Stile zu einem Album zusammennagelt! Reicht es nicht mal irgendwann?

Nein! Denn The Void's last Stand machen's nicht nur gut, sie machen's sogar besser als viele andere Bands, die sich mittlerweile in dem Genre Rock+Metal+Funk+Ska+Punk=Prog rumtreiben. Im Unterschied zu vielen dieser Bands nageln sie nämlich nicht einfach irgendwie herum und machen passend, was nicht passt. Und sie vergessen in ihrem Stilmix den Prog nicht - immerhin keine unwichtige Zutat für ein Progalbum!

Also, was ist nun drauf auf "A Sun by Rising Set"? Vielleicht ist es einfacher, mit dem anzufangen, was nicht drauf ist: Ruhige Passagen zum Beispiel. Die fehlen ganz, die brauchen Musiker Mitte 20 auch noch nicht. Was fehlt noch? Bedeutungsschwangeres Dröhnen am Anfang des Albums, plattes SF-Pathos, Pseudoklassik, Genesisanleihen - all das also, was den Prog in den letzten Jahren (und Jahrzehnten) - zu Recht - in Verruf gebracht hat. Das Album ist aufgeregt, mit viel Spaß am Spielen, der Sound ist krachig, dreckig, punkig, der Gesang, hm, gewöhnungsbedürftig, das passt zu den vielen an die japanischen Irren Ruins erinnernden Passagen. Ganz so irre sind The Void's last Stand allerdings nicht: "A Sun by Rising Set" bricht nie derart aus den Konventionen aus wie die Alben der Japaner, auch wenn es immerhin zu gepflegten Fortissimodissonanzen und Geschrei reicht. Das Lustige ist nun, dass es daneben ganz banale Funkpassagen gibt, kurze Bluesklischees oder blöde 80er-Hardrock-Gitarrensoli, die man oft nur bei genauem, konzentrierten Hinhören als solche entlarven kann, weil sie nämlich vollkommen unbanal und unblöd in den Kontext der Musik eingebaut sind. "Unblöd" ist der richtige Ausdruck: "A Sun by Rising Set" ist ein erfrischend unblödes Album.

Funktioniert das in der Form von 20minütigen Longtracks? Nein. Und ja, denn in 4Minüter zerlegt würde das Album ja seinen zusammengenagelten Charakter verlieren. Was ich meine ist eher: ob das vier 12Minüter sind oder zwei 25Minüter oder ein 50Minüter ist ziemlich gleichgültig. Wobei, ein Titel in dem es heißt "(Part I)" lässt ja einen Plan vermuten (abgesehen davon, dass er dadurch in der Progszene sicher für die Steigerung der Verkaufszahlen sorgen wird). Außerdem gibt es durchaus Unterschiede zwischen den beiden Stücken: "Mother Sun and the other Son (Part I)" ist stärker im Zusammengenagelt-Genre angesiedelt als "Under the Ardent Sun", das ist tendenziell eher aus einem Guss und funktioniert daher auch als Longtrack besser. Letzteres ist das Stück mit den stärkeren Ruins-Reminiszenzen. Trotz dieser Unterschiede und trotz der Stilmixereien ist "A Sun by Rising Set" glücklicherweise ein waschechtes Progalbum geworden - nicht zuletzt deshalb, weil die unterschiedlichen Versatzstücke nicht übertrieben eingesetzt, sondern bewusst zurückhaltend punktuell in den Progkontext eingewoben werden. Dadurch wird der Flickenteppichcharakter vermieden, der durch seine Ziellosigkeit viele ähnliche Alben so unbefriedigend macht. "The Void's last Stand" können Prog spielen, und sie nehmen sich auch die Zeit dazu, anstatt sie mit ausgedehnten Ska-Passagen zu vertrödeln.

Ein tolles Debüt also alles in allem, nicht ganz unkonventionell, nicht nervig (wie so Vieles aus diesem Bereich) und vor allem unblöd! Ich bin gespannt auf Part 2!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.9.2009
Letzte Änderung: 22.8.2010
Wertung: 10/15

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Von: Andreas Hofmann @ (Rezension 2 von 2)


Die ersten beiden Wörter, die mir durch den Kopf gingen, als ich das Debüt von The Void?s Last Stand erstmals hörte, waren "bescheuert" und "nett". Hört sich vielleicht böse an, ist aber gar nicht so gemeint, denn tatsächlich sind diese beiden Attribute bei mir eigentlich meist positiv besetzt. Im Falle dieser Aachener Band sind sie das sogar auf jeden Fall! Ich meine, wer so einen musikalischen Mischmasch fabriziert, dazu einen Sänger singen lässt, der sich ganz gerne mal austobt und dabei manchmal sogar nach Jello Biafra (Dead Kennedys) klingt, der kann doch nicht mehr alle Latten am Zaun haben!?! Für den Schrifttyp im Booklet gehört die Band übrigens geprügelt, aber nichtsdestotrotz kommt das alles durchaus sehr solide und vor allem ungemein sympathisch rüber.

Was musikalisch passiert, kann man ja bereits recht erschöpfend oben bei Nik nachlesen. Dass es sich bei "A sun by rising set" um ein waschechtes Konzeptalbum handelt, hat er allerdings geflissentlich verschwiegen (bzw. möglicherweise ob des erwähnten Schrifttyps nicht lesen können oder wollen). Deshalb möchte ich auch und vor allem noch ein bisschen was zu der Story sagen, die The Void's Last Stand auf ihrem Debütalbum besingen, zumal es dem Gesamtpaket noch einen weiteren Aspekt hinzufügt, der dem Quartett bei aller Wirrigkeit doch noch eine gehörige Portion Ernsthaftigkeit hinzufügt.

Die Inspiration zu der Geschichte, die Sänger Jonas Wingens auf "A sun by rising set" erzählt, geht auf die historische Person Elagabal zurück. Dieser war ein zu Lebzeiten nicht besonders gut gelittener römischer Kaiser, der aufgrund seiner syrischen Herkunft arge Probleme mit den konservativen Römern bekam und folglich auf unnatürliche und zudem äußerst unschöne Weise ums Leben kommen musste, nachdem man ihn u.a. als schwulen Transsexuellen gebrandmarkt hatte. Fast 2000 Jahre später beginnt nun "A sun by rising set", denn Elagabals Seele ist natürlich nicht zur Ruhe gekommen und bemächtigt sich eines jungen Mannes namens Elilah, um sich an der Menschheit für das Geschehene zu rächen und seinen Namen vor der Geschichte reinzuwaschen. Wie man sich denken kann, geht es fortan zwischen Elilah und Elagabal hoch her, und wenn man das weiß, dann ergibt auch das stilistische Chaos auf diesem Album einen Sinn.

In Niks Rezension ebenfalls nicht erwähnt ist erstaunlicherweise der Sound des Albums, den ich persönlich als störend empfinde, denn selbst wenn man nicht in ein professionelles Studio geht, sollte man im 21. Jahrhundert auch in Eigenregie wesentlich bessere Ergebnisse hinkriegen. "A sun by rising set" klingt zu sehr nach einem zwanzig Jahre alten Demo, worunter besonders der angesprochene Gesang leidet. Auch das Schlagzeug klingt eher nach Proberaum bzw. Soundboard, und der Gitarrist ruft anscheinend leider nur die Presets seines Effektgerätes auf. Nicht schön. Überhaupt fehlt manchmal noch eine ordnende Instanz in Person eines Produzenten, aber dies möchte ich der Band zu diesem Zeitpunkt gar nicht negativ ankreiden, denn sie sind eben auf eine sehr erfrischende Art bescheuert und haben ein wirklich nettes Debüt abgeliefert. Für den Nachfolger hat man sich bereits ins Studio begeben. Ich erwarte einen besseren Sound und bin gespannt, ob sie musikalisch noch einen drauflegen können.

Nachtrag: Wie ich mittlerweile weiß, ist der Kritikpunkt "Lesbarkeit der Texte" seit Veröffentlichung des Albums durch Long Hair Music kein Thema mehr, denn das Label hat der Band dankenswerterweise acht Bookletseiten mehr spendiert, so dass der Schrifttyp geändert werden konnte. Nur wer -wie ich- ein Exemplar der auf 100 CDs limitierten ersten Pressung sein Eigen nennt, muss also mit den Kopfschmerzen beim Entziffern der Texte leben. Angeblich hat das Label A Sun By Rising Set auch soundlich noch einmal auf den Kopf gestellt, allerdings kann ich nur eine minimale Verbesserung erkennen; zumindest das undifferenzierte "Wummsen" der Bassdrum, das sich durch den Originalmix zieht, wurde nämlich reduziert. Eine viel auffälligere Änderung zeigt sich aber schon unmittelbar nach Einlegen der CD, denn aus den ursprünglich zwei Longtracks sind nunmehr zehn kürzere geworden, d.h. man kann die ja auch auf der Erstauflage schon namentlich ausgewiesenen Untertitel der Geschichte um Elagabal und Elilah jetzt alle separat anwählen. Zwar sollte man das Album m.E. sowieso nur am Stück hören, aber nichtsdestotrotz halte ich das für eine gute Idee.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.8.2010
Letzte Änderung: 16.11.2014
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von The Void's last Stand

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2011 Rakash 10.67 3

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