In Tokyo
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Winterfold |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Patrick Moraz |
Piano, Keyboards |
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| Bill Bruford |
Acoustic and electronic drums |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Blue Brains
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5:50
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| 2. |
Hazy
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9:50
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| 3. |
Eastern Sundays
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7:31
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| 4. |
Cachaça
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8:10
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| 5. |
Galatea
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6:36
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| 6. |
The Drum also Waltzes
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3:46
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| 7. |
Flags
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4:23
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| 8. |
Children's Concerto
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4:59
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| 9. |
Jungles of the World
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6:26
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| 10. |
Temples of Joy
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4:51
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| Gesamtlaufzeit | 62:22 |
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Rezensionen

Wir bekommen einen heißen Herbst: King Crimson, Transatlantic, Present, Magma, Keneally, große Namen lassen große Alben erwarten und nichts weniger als das ist für die restlichen Monate von 2009 angekündigt. Für mich beginnt der Reigen der Kandidaten fürs Album des Jahres mit einer Scheibe, auf die ich seit gut 20 Jahren warte: Einem Livealbum des Duos Moraz/Bruford.
Zur Erinnerung: In den frühen 80er Jahren waren der ehemalige Yes- und damalige Moody-Blues-Keyboarder Patrick Moraz und der Yes-, Genesis-, King-Crimson-, Pavlov's-Dog-, Gong-, UK- und Earthworks-Schlagzeuger Bill Bruford Nachbarn. Beide des Stadionrocks müde, entschlossen sie sich auf Anregung Moraz', ihren technischen Aufwand auf ein Minimum zu reduzieren und zwei Duo-Alben aufzunehmen, "Music For Piano And Drums"(1983) und "Flags" (1985) - eines davon hervorragend, das andere etwas weniger. Beide Alben sind vor einiger Zeit bei Brufords Winterfold-Label neu aufgelegt worden, ausgestattet mit einigen Live-Bonustracks, die auf eine anstehende Veröffentlichung eines Live-Albums hoffen ließen. Nun ist es, mit gut 20-jähriger Verspätung, endlich erschienen!
"In Tokyo" versammelt nun also die sechs Bonustracks der genannten CD-Wiederveröffentlichungen, stellt aber die Originalreihenfolge und den Zusammenhang des Konzertabends wieder her. Vertreten sind darüber hinaus neben weiteren Stücken der beiden Moraz/Bruford-Alben auch "Jungles of the World" und "Cachaça", die von Soloalben Moraz' stammen.
Die beiden Musiker präsentieren sich live stärker als Improvisateure als auf ihren Studioalben - leider nicht immer zu ihrem Vorteil. Beide hatten zu diesem Zeitpunkt noch nicht allzuviele Erfahrungen auf dem Gebiet der freien Jazz-Improvisation und hielten sich daher stark an die durch die Kompositionen vorgegebenen Strukturen (was Bruford später alles können sollte, kann man auf den überlegenen Alben nachhören, die er in vergleichbarem Setting mit Michiel Borstlap eingespielt hat). Zudem mag manchem Hörer die Elektroniklastigkeit von "In Tokyo" nicht gefallen. Tatsächlich funktionieren manche Keyboardsounds im Duokontext besser als andere, dafür wird die Scheibe richtig stark, wenn Moraz sich ans Klavier setzt. Und dass er ein großartiger Pianist ist, wissen seine Fans sicher von den hier ebenfalls rezensierten Princeton-Mitschnitten. Auch Bruford überzeugt jenseits des Latin-Kontextes eher. Kurz: Sobald sich sich die beiden klar in die jazzige Platzhälfte bewegen, etwa mit der Max-Roach-Komposition "The Drum Also Waltzes", dem stark an Keith Jarrett erinnernden "Galatea", oder der Eigenkomposition "Hazy" ist "In Tokyo" ein souveränes, lässiges Album, das Fans der beiden keinesfalls auslassen dürfen. Empfehlung!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
22.9.2009 |
| Letzte Änderung: |
28.9.2009 |
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