Rubycon
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Virgin |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Edgar Froese |
Mellotron, Gitarre, Stimme, Orgel, Gong, Synthesizer |
| Christoph Franke |
Synthesizer, Orgel, Klavier, Gong |
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| Peter Baumann |
Orgel, Synthesizer, Klavier, Stimme |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Rubycon - Part One
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17:16
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| 2. |
Rubycon - Part Two
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17:34
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| Gesamtlaufzeit | 34:50 |
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Rezensionen

"Rubycon" ist wie "Phaedra" ein Album, das den Übergang von der "Kosmischen Musik" der frühen TD Jahre hin zur Sequencer-betonten Musik der mittleren und späten Siebziger markiert. Auf "Rubycon" werden beide Komponenten meisterhaft vereinigt, von der langen, rhythmus- und melodiefreien Einleitung, in der freie Geräusche allmählich von mächtigen Einsätzen des Mellotrons verdrängt werden, über einen Sequencer-dominierten Teil, bis zum wieder freien Schlussteil, der vor allem bei "Rubycon - Part Two" sehr ausgeprägt ist.
Für mich eines der besten TD Alben.
| Anspieltipp(s): |
alles |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
19.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
19.5.2002 |
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"Rubycon" ist wie "Phaedra" ein Zwitter aus der experimentellen Frühphase und der sequenzerlastigen Zeit Mitte der 70er, jedoch schon etwas weiter Richtung letzterem orientiert. Da Chris Franke mittlerweile im Umgang mit dem Moog Synthie geübter geworden war, wird er auch häufiger eingesetzt als auf dem Vorgänger, was die Klanglandschaften insgesamt strukturierter erscheinen läßt. Der Eindruck der Einheitlichkeit kommt natürlich auch daher, daß es sich hier nur noch um zwei, noch dazu gleichlautende, Stücke handelt. Die nach wie vor vorhandenen Freiformteile wirken reifer und durchdachter als beim Vorgänger. Man bekommt Gongs, Gitarren und rückwärts aufgenommene E-Pianos zu hören. Das Tangerine Dream reifer geworden sind, belegt auch eine Chorstelle, die sie sich bei György Ligeti abgeschaut haben (vergleiche dazu den Soundtrack zu "2001").
Eines der besten, wenn nicht sogar DAS beste Tangerine Dream-Album.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
12.11.2005 |
| Letzte Änderung: |
12.11.2005 |
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"Die Leute denken, wir machen die Musik. Das ist nicht richtig. Der Zuhörer macht die Musik in seinem eigenen Kopf, wenn er uns zuhört."
Das obige Zitat von Edgar Froese ist zwar relativ allgemeingültig, da wir alle Musik unterschiedlich aufnehmen, doch ist bei den Elektroklängen die Tangerine Dream und Kollegen in den Mitsiebzigern gemacht haben die persönliche Interpretationsfreiheit vielleicht etwas größer und lässt mehr Spielraum für individuelle Gedankenflüge. Das erklärt vielleicht auch die konträre Rezeption der Musik der Berliner. Für die einen sind die Klangemälde der Tangs spannende Soundreisen, weihevolle Klangmysterien oder mächtige und erhabenen Tongebilde, die die Phantasie anregen und ein ehrfürchtiges Zuhören garantieren. Bei anderen Hörern lösen die formlosen Klangschöpfungen und repetitiven Sequenzermuster aufgrund ihrer - im Vergleich zu "normaler" Rockmusik - Andersartigkeit Unverständnis oder gar Aversionen aus. Für wieder andere sind sie nur Begleitmusik für träges Dahindämmern, eine Art erhabene Hintergrundbeschallung oder Wegdösmusik.
Ich gehöre wohl zur letzteren Gruppe. "Rubycon", das zweite Album von Tangerine Dream für Virgin, bietet zwei lange Soundgemälde, die einerseits aus freien Konstruktionen verschiedener elektronischer Klangquellen (Mellotron, E-Gitarre, Orgel, präpariertes Klavier, etwas Perkussion und eine Ladung Synthesizer) bestehen, andererseits aus von repetitiven Sequenzerschleifen rhythmisch geformten Abschnitten, die wiederum mit dem Wabern, Zischen, Wogen und Dröhnen derselben elektronischen Klangquellen unterlegt sind. Sehr erhaben und sphärisch ist diese Musik, einige Mellotronchorpassagen in "Part Two" erinnern - Kollege Thomas hat es weiter oben schon erwähnt - an die formlosen Chorwerke eines Györgi Ligeti ("Lux Aeterna") und alles in allem kann man dem Ganzen eine gewisse hypnotische Kraft nicht absprechen. Trotzdem ist die Scheibe, trotz ihrer Kürze, ziemlich ermüdend. Die Musik ist zu stark in die Länge gezogen, zu monoton, die Sequencer-dominierten Abschnitte zu repetitiv und oft passiert einfach zu wenig. Wenn man beide Stücke auf die Hälfte der Spielzeit kondensiert, vielleicht ab und zu noch einen Bass und etwas Schlagzeug dazugetan hätte, wären das grandiose Nummern. So ist es wirklich schwierig diese Musik zu hören, ohne das das Verlangen aufkommt, sich mit etwas anderem zu beschäftigen.
Was diese Musik mit dem Rubikon zu tun hat, den Gaius Julius Ceasar im Januar 49 v. Chr. überschritt und damit den römischen Bürgerkrieg auslöste, ist mir nicht ganz klar. Oder soll die Musik diese Geschehnisse darstellen? Vermutlich wurde der Name aber einfach deshalb gewählt, weil er so gut und geheimnisvoll klingt.
"Rubycon" ist wohl so etwas wie ein Standardwerk der Berliner Schule. Wer sich für elektronische Musik interessiert, sollte die Platte (oder den Vorgänger "Phaedra", den ich aber im direkten Vergleich als etwas unausgewogener empfinde) kennen. Leute, die einmal herausfinden möchten, ob ihnen solche "Zukunftsmusik" (so die Süddeutsche Zeitung damals) gefällt, können hier auch zugreifen! Mir hat "Rubycon" jedenfalls gezeigt, dass ich nicht noch mehr von Tangerine Dream brauche.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
26.2.2006 |
| Letzte Änderung: |
28.2.2006 |
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