Sound Theories Vol. I & II
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Sony BMG |
| Durchschnittswertung: |
12/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Steve Vai |
guitar (nur CD1) |
| Metropole Orkest |
violin, viola, cello, bass, flute, clarinet, saxophone, oboe, bassoon, french horn, trumpet, trombone, tuba, percussion, harp, piano |
| Chris Opperman |
piano, moog (CD2,5), orchestration |
| Carlo van der Put |
keyboards |
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| Peter Tiehuis |
electric guitar |
| Bryan Beller |
electric bass |
| Tom Trapp |
orchestration |
| Dick Bakker |
conductor |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Kill The Guy With The Ball
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4:30
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| 2. |
The God Eaters
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2:10
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| 3. |
The Murder Prologue
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1:10
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| 4. |
The Murder
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7:56
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| 5. |
Gentle Ways
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5:49
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| 6. |
Answers
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5:45
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| 7. |
I'm Becoming
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2:21
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| 8. |
Salamanders In The Sun
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5:06
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| 9. |
Liberty
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2:07
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| 10. |
The Attitude Song
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4:37
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| 11. |
For The Love Of God
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9:36
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| Gesamtlaufzeit | 51:07 |
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| Disc 2 |
| 1. |
Shadows And...
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8:42
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| 2. |
Sparks
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9:27
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| 3. |
Frangelica Pt. I
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3:04
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| 4. |
Frangelica Pt. II
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10:31
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| 5. |
Helios And Vesta
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8:19
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| 6. |
Bledsoe Bluvd.
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10:08
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| Gesamtlaufzeit | 50:11 |
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Rezensionen

Anlässlich seiner Rezension zu Mike Keneallys ?The Universe Will Provide? schreibt Udo: ?Das Metropole Orkest hat übrigens schon mit weiteren elektrischen Gitarristen zusammengearbeitet, etwa Steve Vai und Vernon Reid. Ich weiß aber nicht, ob von diesen Kompositionen auch Veröffentlichungen geplant sind.? Im Falle Vernon Reids leider bisher meines Wissens nach nicht. Es gibt aber auf MySpace und YouTube Ausschnitte davon zu sehen und zu hören, die einen dringend hoffen lassen, dass diese Aufnahmen mal regulär veröffentlicht werden. Aber immerhin gibt es die Zusammenarbeit von Steve Vai mit dem Metropole Orkest auf CD, nämlich auf ?Sound Theories Vol. I & II?, ist also gleich eine Doppel-CD.
Im Booklet schreibt Steve Vai, dass es für ihn schon immer faszinierend war, dass sich jemand Musik vor seinem geistigen Auge ausdenken konnte, diese zu Papier bringt und das Ganze dann als Werk, wenn es denn aufgeführt wird, funktioniert. Also wollte er schon immer mal Musik für ein Orchester komponieren. Im Laufe der Zeit sind auch einige Stücke entstanden, die genau diesem Zweck dienen sollten. 2004 war es dann soweit, dass Vais Ideen zur Umsetzung kommen sollten. Mit der Hilfe von Co de Kloet ? einer Art Mentor Vais seit ?Flexable?-Zeiten -, Chris Opperman (der auch schon Keneally unterstützte), Tom Trapp, Dick Bakker und natürlich dem Metropole Orkest wurde die Sache angegangen.
Die Aufnahmen entstanden 2004 und 2005 bei mehreren extra dafür veranstalteten Konzerten. Auf CD1 - ?The Aching Hunger? - hören wir Vai, diverse Begleiter, unter anderem Bryan Beller am Bass, und das Orchester gemeinsam aufspielen. Die Kompositionen umfassen sowohl die Sachen, die Vai extra für Orchester entworfen hatte, wie auch umarrangierte Vai-Solo-Stücke. Auf der zweiten CD - ?Shadows And Sparks? - hören wir nur das Orchester, welches Vai-Kompositionen interpretiert. Vai hat sämtliche Musik am Computer, mit Hilfe einer Software namens ?Finale?, komponiert und arrangiert.
Insgesamt ist ?Sound Theories? ein begeisterndes Werk geworden. Auf CD1 gelingt Vai das, woran schon so einige Musiker vor ihm gescheitert sind, nämlich das Orchester, die Rockband (also zumindest die 'elektrifizerten' Musiker) und der Solo-Gitarrist spielen wirklich zusammen... und zwar Rockmusik. Das Orchester ist weder nur ein mächtiger Bläsersatz, noch nur ein lebendiger Synthesizer. Nein, hier wird interagiert, die Führung übernimmt mal die Sologitarre, aber eben genauso eine Violine, eine Oboe oder mal das Piano. Das Orchester bietet auch keine klassische Verbrämung der Musik, sondern agiert über weite Strecken wie eine ungewöhnlich besetzte und ungewöhnlich große Rockband. Und so muss man vielleicht eher an eine gigantische Version von Isildurs Bane denken, denn an klassische Musik. Dieser Ansatz ist es, der das Erlebnis auf CD1 bestimmt und irgendwie einmalig macht. Vai gelingt hier die wirkliche Verschmelzung zweier Welten, auf spannende und inspirierende Art und Weise. Grandiose Fortissimo-Ausbrüche stehen neben durchaus intimen Passagen, die große Geste wird ebenso zelebriert, wie das neckische Detail. Natürlich steht die Sologitarre oft im Mittelpunkt, aber eben auch das Orchester. Natürlich gibt es schmalzige, kitschige, allzu wohlklangige Passagen, aber nur wenige, der Rest ist wirkliche Rockmusik im ungewohnten Gewand. Kleine Gimmicks, wie die 'Konversation' zwischen Vais Gitarre und den Streichern zu Beginn inbegriffen.
Die CD2 hat dann natürlich einen ganz anderen Charakter. Hier spielt ?nur? noch das Orchester. Vai schreibt ?I just watched the music being performed?. Natürlich ist diese CD eigentlich nur die Zugabe zum Hauptwerk, aber erstaunlicherweise ist sie fast die größere Attraktion. Die Musik, die sich Vai ausgedacht hat, funktioniert außerordentlich gut. Vai kommt seinem Ideal ?Musik im Kopf entstehen zu lassen und dann zur Aufführung zu bringen? wirklich sehr nahe. Natürlich hat Vai keine Klassik komponiert, eher wirkt das Ganze wie eine Mischung aus Hard Rock, Jazz, Filmmusik, Musical und moderner Ensemblemusik. Aber das ist ja wahrscheinlich gerade das spezielle. Es gibt erstaunlich wenig romantisierende Passagen (auch wenn es hin und wieder etwas pathetisch und sehr pompös wird), dafür steht das Orchester ständig unter Strom und spielt mit Hingabe und Verve. Beeindruckend auch die diversen Solo-Passagen, sei es von der Gitarre, von der Violine, vom Saxophon oder vom Piano. Besonders faszinierend geraten die beiden ?Frangelica?-Teile, die unterlegt mit spacigen Synthieklängen, eine Art Fusion von Spacerock und moderner Klassik bedeuten.
?Sound Theories? ist sicherlich ein ungewöhnliches Werk im Oeuvre von Steve Vai. Ich denke mal, hier kommt er seinem musikalischen Ziehvater Zappa so nahe wie nie zuvor. Vai erweist sich also nicht nur als Gitarrenhexer, sondern auch als erstaunlich reifer Komponist. Auch wenn der Eindruck entsteht, dass man auf den beiden CDs ein Konzert hört, so sind es aus unendlich vielen Klangschnipseln zusammengesetzte Kunstprodukte, weil Vai keineswegs ?nur? ein Konzert präsentieren wollte, sondern perfekte Musik in einer perfekten Aufführung. Noch eine Parallele zu Zappa und ich würde sagen: Mission gelungen! ?Sound Theories? ist ein sehr empfehlenswertes Werk, welches sich den herkömmlichen Kategorien und Schubladen ein Stück weit entzieht, aber doch irgendwie im Kern Rockmusik (wenn auch vielleicht mit anderen Mitteln) ist. Faszinierend oder ?21st Century Music?, wie der Chef selbst meint.
P.S.: Das alles ist natürlich aus Sicht eines Rockmusik-Fans betrachtet... "echte" Klassik-Fans und -Kenner werden sich vermutlich mit Grausen abwenden. Könnte ich mir vorstellen...
| Anspieltipp(s): |
The Murder, Answers, Frangelica... aber am besten ist natürlich ganz anhören |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
3.11.2009 |
| Letzte Änderung: |
3.11.2009 |
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