About Angst | Daydreamer
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Eigenverlag |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Roland Enders |
vocals, guitar, bass, keyboards, programming |
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Gastmusiker
| Thommy Frank |
vocals "Jake" (CDI 4,5,7) |
| Claudia Salzig |
vocals "Sarah" (CDI 4,8) |
| Bettina Berchem |
vocals (CDII 8) |
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| Stefan Dittmar |
drums |
| Kai Heyrock |
additional guitar (CDI 6,7) |
| Hanspeter Hess |
additional keyboards (CDI 1,9) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Angry Jake Suite
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15:55
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| 2. |
The Ride
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5:06
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| 3. |
Chameleon's Shadow
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7:31
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| 4. |
Blackout
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8:17
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| 5. |
Father
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9:44
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| 6. |
Sarah
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4:50
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| 7. |
Mother
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5:42
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| 8. |
Love Surgery
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6:44
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| 9. |
Culmination
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15:36
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| Gesamtlaufzeit | 79:25 |
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| Disc 2 |
| 1. |
Dreams and Nightmares
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6:16
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| 2. |
The River
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6:12
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| 3. |
Serenity
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6:39
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| 4. |
Shelter
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7:27
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| 5. |
Old Proghead's Lullaby
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6:05
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| 6. |
The Treasure Chest
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6:42
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| 7. |
Nordic Dance
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5:10
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| 8. |
I Wonder
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4:24
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| 9. |
My Toaster is an Alien
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4:51
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| 10. |
Poseidon's Realm
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7:50
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| Gesamtlaufzeit | 61:36 |
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Rezensionen

Diese Rezension fühlt sich komisch an... fast wie wenn ich über das Werk eines Bekannten schreiben würde, dabei kenne ich Roland Enders gar nicht wirklich. Nur virtuell, denn im Forum ?The Bearded? haben wir schon die eine oder andere heiße Diskussion, gerade auch zur Rolle des 'Kritikers' und dessen Verantwortung geführt. Aber vielleicht auch deswegen war ich natürlich neugierig auf dieses Werk. Roland Enders hat mit Unterstützung einiger anderer Musiker aus eben jenem Forum ein Doppelalbum veröffentlicht (das Ganze firmiert denn auch unter ?Roland Enders & Freinds). Neben ihm selbst sind unter anderem Thommy Frank (Projection), Hanspeter Hess (The Healing Road) und Stefan Dittmar (Ex-Sophistree) zu hören. Musiker, die übrigens gemeinsam (und mit anderen) auch den bereits auf diesen Seiten besprochenen formidablen Benefiz-Sampler ?Hope | Omid? für Afghanistan eingespielt haben.
In kompletter Heimarbeit - ?Homerecording? - hat Roland Enders gleich zwei gut gefüllte CDs produziert. Dabei ist CD1 - ?About Angst? - ein Konzeptalbum geworden, welches sich, inspiriert durch das Grimm'sche Märchen ?Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen?, mit der Geschichte des Charakters Jake beschäftigt. Jake begibt sich als Rebellion gegen seinen Vater, der ihn als Kind gegängelt und vernachlässigt hat, immer wieder in gefahrvolle Situationen, die beweisen sollen, was er leisten kann und die ihm Gefühle, die verschüttet sind, zurückbringen sollen. Erst die Liebe zu Sarah bringt Jake sozusagen wieder zurück ins wahre Leben. Enders hat die Idee zusammen mit Kai Heyrock entwickelt, der ursprünglich auch aktiver an der musikalischen Umsetzung mitarbeiten wollte, aber aufgrund diverser Restriktionen nun 'nur' mit einigen Gitarren-Beträgen beteiligt ist. Soweit in aller Kürze, denn der Hintergrund ist durchaus wichtig für das Verständnis der Musik.
So präsentiert sich ?About Angst? als durchkomponierte Suite, bei der jeder Ton überlegt platziert wirkt und an der richtigen Stelle sitzt. Trotzdem wirkt das Ganze nicht allzu verkopft, sondern kommt sogar ziemlich frisch und lebendig 'rüber. Die Musik bewegt sich im weiten Feld des symphonischen Retroprogs mit farbigen Arrangements, epischen Melodien und allerlei ausgefeilten instrumentalen Parts. Faszinierend ist dabei wie Roland Enders als Ein-Mann-Orchester Musik erklingen lässt, die von einem großen Ensemble, ja eben einem richtigen Orchester, eingespielt scheint. Schon der Opener ?Angry Jake Suite?, also sozusagen eine Suite in der Suite, begeistert mit seinem überbordendem Sympho-Klang, in dem Flöten, Streicher, Bläser neben dem normalen Rockinstrumentarium ertönen. Und nichts klingt hier nach Plastik oder Retorte, faszinierend. So begleitet die Musik den Werdegang des Jake, mal dramatisch, mal einschmeichelnd, mal rockig-aggressiv, mal lyrisch, aber immer emotional und auf den Punkt. Höhepunkte sind die dramatische Anklage Jake gegen seinen Vater - ?Father? -, eingebettet in ein wunderschönes Streicherarrangement. Aber auch das abschließende ?Culmination?, dessen Name Programm ist. ?About Angst? ist eine orchestral-symphonische Retroprog-Suite, die Genreliebhaber in Begeisterung versetzen sollte. Kleine Ausflüge in folkige oder gar mal bluesrockige (?Mother?) Gefilde tragen da nur zum farbigen Gesamtbild bei.
Die Geister werden sich etwas scheiden am Gesang. Weder Thommy Frank noch Roland Enders sind die allerstärksten Sänger. Beiden ist eine rauchige, vielleicht auch teils etwas spröde wirkende Stimme mit nicht allzu großem Umfang eigen. Komischerweise klingt das dann am Besten, wenn beide zusammen im Chor singen. Ich mag den Gesang trotzdem irgendwie, weil er 'echt' und emotional wirkt, eben berührt und das ist viel wert. Ein gute Entscheidung war sicherlich mit Stefan Dittmar einen 'echten' Drummer die Tracks einspielen zu lassen, das reduziert die Gefahr eines allzu sterilen Klangs doch erheblich und Dittmar erledigt seine Parts ohne Fehl und Tadel. So klingen lediglich die Synthie-Bläser hin und wieder ein bisschen nach Plastik.
Die zweite CD - ?Daydreamer? - ist eine Sammlung unterschiedlicher Songs, die ihren Schwerpunkt aber immer noch im symphonischen Retroprog haben. Aber hier kommen auch andere Klangfarben wie leicht poppige Melodien, mehr folkige Elemente und auch mal kratziger Rock'n'Roll zum Tragen. Auch dieses Album bietet herausragenden Ohrenschmaus, gerade das treibende Instrumental ?Dreams and Nightmares? kann sofort begeistern. Ebenso das ruhige und wunderschöne ?Poseidon's Realm? oder das witzige ?My Toaster is an Alien?. Roland Enders scheint nur so vor Ideen zu sprühen und diese Begeisterung kann man der Musik anhören. So ist ?Daydreamer? deutlich mehr als 'nur' eine Zugabe zu ?About Angst? (welches für mich in seiner dichten Gesamtheit allerdings schon das faszinierendere Werk ist).
Vieles könnte man noch sagen, über so einen Brocken von Musik (immerhin mehr als zwei Stunden Material...). Aber das würde langsam den Rahmen sprengen und ihr sollt ja noch was zu entdecken haben. Erwähnt werden muss allerdings noch die Produktion an sich. ?Homerecording?, das hört sich ja immer so ein bisschen nach Proben-Keller und dumpfen Sound an. Hier dürfte Enders mit einer unglaublich transparenten und sogar einigermaßen druckvollen (nun, manchmal dürften vielleicht die Gitarren noch ein bisschen mehr knallen) Produktion Maßstäbe setzen. Das Ganze muss sich im Vergleich mit 'professionellen' Produktionen sicher nicht verstecken. Da scheint sich die Expertise und Erfahrung von Enders voll niederzuschlagen. Verblüffend finde ich vor allem wie echt und real gerade diverse Streicher-Parts klingen. Wie schon oben bemerkt, klingen lediglich ein paar Bläser etwas synthetisch. Selbstbewusst hat sich Enders auch gegen das ?Loudness Race? entschieden und bietet dem Hörer so das Erlebnis einer natürlichen und dafür umso beeindruckenderen Dynamik. Dafür dreht man dann gerne etwas mehr auf.
Jetzt müsste ich eigentlich noch das gelungene Artwork loben und die schicke Digipak-Verpackung, aber das Fazit sollte inzwischen ohnehin klar sein: Ein ambitioniertes Werk eines ambitionierten Künstlers, welches rund um gelungen ist und auf jeden Fall mal angetestet werden sollte (Hörproben gibt es auf den diversen Internetseiten von Roland Enders genügend).
P.S.: Und dann gehen auch noch 3 EUR vom Verkaufserlös jeder CD an eine wohltätige Organisation. Gutes tun & genießen...
| Anspieltipp(s): |
eigentlich alles |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
13.1.2010 |
| Letzte Änderung: |
13.1.2010 |
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