Octane
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Something Else Records |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Steam
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10:49
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| 2. |
Who walks behind you
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8:23
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| 3. |
Octane
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14:33
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| 4. |
Turn and face me
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8:40
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| 5. |
Relay
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9:47
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| Gesamtlaufzeit | 52:12 |
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Rezensionen

Großbritannien war in den 70er Jahren nicht unbedingt ein heißes Pflaster in Bezug auf Elektronische Musik. Auch wenn sich gerade progressive Bands dort des Synthesizers rasch annahmen, waren Projekte die sich vornehmlich bis ausschließlich elektronischer Tonerzeuger bedienten, im Gegensatz zu Deutschland und Frankreich, eher selten. An diesem Bild ändern auch die Veröffentlichungen von David Vorhaus (The White Noise) und Robert Fripp und Brian Eno (Fripp & Eno) nichts. An England denkt man im Zusammenhang mit elektronischer Musik erst einmal nicht.
Inzwischen hat sich das geändert. Gerade in England gibt es heutzutage diverse Musiker und Projekte, die mitunter schon seit den mittleren 80er Jahren tätig sind und sich einer recht deutlich von den deutschen Elektronikern der 70er, insbesondere der Berliner Schule um Klaus Schulze und Tangerine Dream, inspirierten Musik widmen. Eine zentrale Figur unter diesen ist Ian Boddy, der 1984 sein LP-Debüt "The Climb" veröffentlicht hat und seither, oft zusammen mit einem in ähnlichen Bereich tätigen Partner (z.B. Markus Reuter von Centrozoon), eine Vielzahl von Elektronikproduktionen veröffentlicht hat.
Eines seiner Projekte ist ARC, das er Ende der 90er Jahre zusammen mit Mark Shreeve ins Leben gerufen hat. Shreeves eigene Band nennt sich Redshift und widmet sich einer sehr deutlich an Tangerine Dream angelehnten Retroelektronik. Auch die Musik von ARC, insbesondere deren Tonträgerdebüt "Octane", bewegt sich in recht ähnlichen musikalischen Gefilden. Unzählige analoge und digitale Elektronikklänge beherrschen das Klangbild, schweben, blubbern, zischen, rauschen, plingen und dröhnen durcheinander, mal geheimnisvoll-kosmisch, mal klangvoll-lärmend. Immer wieder arbeiten sich repetitiv-rhythmische Sequenzermuster in den Vordergrund und treiben die Musik dynamisch voran.
Natürlich wäre diese Musik ohne das Schaffen der eben erwähnten Deutschen Musiker nicht möglich. Tangerine Dream ("Phaedra" bis "Encore"), aber auch Schulze mit seinen Alben aus der zweiten Hälfte der 70er haben deutliche Spuren in dieser Musik hinterlassen. Allerdings ist diese Musik deutlich besser produziert als alles, was die Tangs in den 70ern veröffentlich haben. Sehr klangvoll, mächtig und dicht strömt diese Musik aus den Boxen und zeichnet sich durch eine beeindruckende, rockmusikalische Dynamik aus. Zudem setzten die beiden Briten, wohl auch der verbesserten bzw. vereinfachten Aufnahmetechnik geschuldet, viel mehr Sounds und Klangfarben ein und vermeiden allzu lange Abschnitte mit metaphysischem Klangschweben, so dass die Musik sehr abwechslungsreich ausgefallen ist, und bisweilen durchaus eigene, charakteristische Züge bekommt.
"Octane" ist eine sehr unterhaltsame Scheibe mit fast klassischem, elektronischem Prog aus England, der jeden Liebhaber von Berliner Elektronik begeistern sollte, insbesondere dann, wenn er von den neueren Produktionen der einstigen Epigonen der 70er reichlich enttäuscht wurde. Leider veröffentlichen Boddy und Shreeve ihre Alben nur in recht kleiner Auflage (meist 1000 Stück), so dass "Octane" inzwischen etwas schwer zu finden ist. Mitunter wird man aber (wie der Rezensent) im Gebrauchthandel fündig. Ansonsten kann man auch zu den weiteren Produktionen von ARC auf dem DiN-Label greifen (siehe z.B. "Blaze"), die meist noch erhältlich sind.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
1.4.2010 |
| Letzte Änderung: |
8.7.2012 |
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