Harvest Aorta
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
Eigenverlag |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (1 Rezension) |
|
Besetzung
| John Battema |
keyboards, synthesizer |
| Brian O'Neill |
guitar |
|
| Charlie Gore |
bass |
| Jeff Malone |
drums |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
springsong
|
12:56
|
| 2. |
prism
|
9:39
|
| 3. |
memoirs
|
4:53
|
| 4. |
harvest aorta
|
41:56
|
| Gesamtlaufzeit | 69:24 |
|
|
Rezensionen

Ephemeral Sun sind ein amerikanisches Quartett, das mit ?Harvest Aorta? sein zweites Album veröffentlicht. Angesichts der Musik auf ?Harvest Aorta? ist kaum zu glauben, dass die Band angebliche ihre Wurzeln im Doom Metal haben soll, davon ist hier sicherlich nichts mehr zu spüren. Fünf Jahre hat die Band an ihrem Epos gearbeitet.
Longtrack-Freaks können sich freuen, denn der Titeltrack des Album erreicht über 40 Minuten Spielzeit, also schon mehr als manch anderer Act auf ein komplettes Album packt. Und die gute Nachricht: Auch wenn es sich bei ?Harvest Aorta? nicht um ein wirklich komplett konsistentes Stück handelt, so kann der Longtrack trotzdem durch stimmigen Aufbau, geschickte Wendungen und Wechsel und einer Art Sinfonie-Charakter überzeugen. Auf jeden Fall ist das ein sehr guter Versuch, ein so langes Musikstück, auch wenn im Mittelteil ein paar Minuten Zeit durch sinnloses Klanggewaber geschunden werden und auch immer mal wieder gefühlt ein Track gesetzt werden könnte, darzubieten. Respekt vor dieser Leistung.
Ephemeral Sun haben sich dem instrumentalen, symphonischen Progressive Rock verschrieben. Das Fehlen eines Sängers fällt hier mehr auf, als bei frickeligeren Musikstilen. Irgendwie ist es schon ungewohnt, diese hymnische und ausladende Musik so ganz ohne Gesangsbegleitung präsentiert zu bekommen. Dies nur als Warnung für Hörer, die sich ohnehin schwer mit rein instrumentaler Musik tun. Aber letztlich kompensieren die Amerikaner die Abwesenheit von Gesang mit ihren farbigen, weitausladenden, nahezu filmhaften Arrangements. Ephemeral Sun betreiben musikalische Landschaftsmalerei im Cinemascope-Stil. Gerade ?Harvest Aorta? ? der Track ? führt den Hörer sonnendurchflutete Wüstenlandschaften, bei denen sich am Horizont eine Bergkette erhebt und im Mittelpunkt ein einsamer Kaktus den Weg weist. Düster türmen sich Gewitterwolken am Himmel auf, die sich jeden Moment zu entladen drohen, während sich immer wieder kleine Sandhosen und Wirbelstürme in den wüsten Weiten austoben.
Neben der symphonischen Erhabenheit der Musik verstehen es die Amerikaner nämlich auch, es ordentlich krachen zu lassen. Da dürfen die Gitarren schon heftig riffen und Orgel und Synthie jaulen und röhren um die Wette. Allesamt frickeln auch mal ganz gern für einen kurzen Moment, gerade recht um das Ohr des Hörers zu reizen und nicht überladen oder überkomplex zu wirken.
Freunde ausladender, symphonischer Rockmusik, die es gerne auch mal instrumental haben, sollten sich dieses Album keinesfalls entgehen lassen.
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
Progressive Rock-Soundtrack für einen Italo-Western ;-) |
|
| Veröffentlicht am: |
25.6.2010 |
| Letzte Änderung: |
25.6.2010 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
|