prodigiosa macchina
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Mario Cottarelli |
all instruments, vocals, composition, lyrics |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
prodigiosa macchina
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21:50
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| 2. |
il pensiero dominante
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11:30
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| 3. |
i cori della via lattea
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8:02
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| Gesamtlaufzeit | 41:22 |
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Rezensionen

30 Jahre musste Mario Cottarelli warten, bis er seine musikalischen Ideen auf CD veröffentlichen konnte. Erste Versuche Ende der 70er Jahre scheiterten am beginnenden Desinteresse an Progressive Rock, auch in Italien. Cottarelli konzentrierte sich also erst mal darauf ein Studium abzuschließen und orientierte sich musikalisch neu in Richtung italienische Folk- und Tanzmusik. Erst 2005 wurde ihm klar, dass doch Progressive Rock eigentlich seine musikalische Ausdrucksform ist und Cottarelli begann seine Kompositionen aus den 70er Jahren wieder aufzugreifen, sanft zu modernisieren, mit neuen Texten zu versehen und schließlich in Eigenregie aufzunehmen. Das Ergebnis ist das Album ?prodigiosa macchina?, welches ganz in der Tradition des klassischen Progs einen sehr langen, einen langen und einen etwas kürzeren, aber immer noch langen, Track enthält, geradeso wie ?Close To The Edge? und ?Relayer? z.B..
Cottarelli beherrscht Gitarre, Keyboards und Schlagzeug und spielt daher der Einfachheithalber alles selbst auf seinem Album. Eine ganz passable Stimme hat er auch, also singt er auch selbst. ?prodigiosa macchina? könnte glatt ein vergessenes Album aus den glorreichen Zeiten des Italo-Prog sein. Nun in gewisser Weise ist es das ja auch. Cottarelli spielt in wunderbarer Weise mit Tönen, Elementen und Stimmungen. Flirrende Synthies, röhrende Orgel, mal hymnisch-elegische, mal rockige Gitarren und abwechslungreiches Drumming verschmelzen zu einer melodischen, wohlklingenden Melange, die sicherlich insbesondere an Le Orme erinnert, aber auch andere klassische Italo-Progger erahnen lässt. Cottarellis farbige Arrangements mit geschickten Wechseln zwischen ruhigen, meditativen Momenten und ordentlich rockigen Abgeh-Parts wissen durchweg zu überzeugen. Trotz der One-man-Show kommt durchaus Bandfeeling auf und vor allem Freunde des gepflegten, ausladenden Keyboard-Spiels dürfte dieses Album mit leuchtenden Augen zurücklassen. Gerade wenn der hymnische Orgel-Overkill des Schlusstracks verklungen ist.
Ein paar Schattenseiten hat das Ganze leider auch. Cottarellis Stimme ist zwar durchaus in Ordnung, aber gelegentlich schon etwas gewöhnungsbedürftig. Er neigt etwas zum Leiern, was vielleicht dem einen oder anderen sauer aufstößt. Daneben klingt manches etwas nach Plastik, gerade die Keyboards natürlich gelegentlich. Es steht zu vermuten, das hier keine analogen original Synthies zum Einsatz kamen, sondern deren digitale Emulatoren. Auch die Gitarre klingt etwas zu klinisch und dürfte gerade in den Bratzel-Passagen deutlich erdiger daher kommen. Auch wenn das Album grundsätzlich warm klingt, fehlt doch ein wenig der letzte Druck in der Produktion, vielleicht ein Zugeständnis an die technischen Möglichkeiten der Eigenproduktion. Je nach dem, wie man auf solche Klänge reagiert, trübt das das Erlebnis des Albums etwas oder auch etwas mehr. Wer von solchen Anwandlungen frei ist, kann ein nahezu klassisches Italo-Prog-Werk genießen.
Was lange währt, wird endlich gut... Mario Cottarelli erhält also nach vielen Jahren die Chance sein musikalisches Erbe noch selbst zu präsentieren. Italo-Prog-Freunde sollten hier durchaus mal ein Ohr riskieren, ?prodigiosa macchina? ist mindestens eine schöne Ergänzung der Sammlung.
| Anspieltipp(s): |
siehe Hörproben auf der MySpace-Seite von Cottarelli |
| Vergleichbar mit: |
Le Orme, Banco, PFM & Co. |
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| Veröffentlicht am: |
25.7.2010 |
| Letzte Änderung: |
25.7.2010 |
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