I, Vigilante
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Invada |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (1 Rezension) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Troublemaker
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8:33
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| 2. |
We Forgotten Who We Are
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10:47
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| 3. |
Fantastic Justice
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7:54
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| 4. |
Bastogne Blues
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12:02
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| 5. |
Of A Lifetime
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6:45
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| 6. |
Burning Bridges
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2:31
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| Gesamtlaufzeit | 48:32 |
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Rezensionen

Crippled Black Phoenix haben Humor - anders kann man die Journey-Coverversion "Of a lifetime" sowie den (übrigens nur auf der CD enthaltenen) Bonustrack nicht erklären. Letzteren konnte ich fast wortwörtlich mitsingen, hatte aber zunächst keine Ahnung, von wem er stammt und woher ich ihn kannte. Zum Glück ist heute Google unser Freund, und so fand ich heraus, dass ich den Film, aus dem der Song "Burning Bridges" stammt, zwar schon länger nicht mehr, aber insgesamt wohl schon ungefähr 10x gesehen habe: Stoßtrupp Gold (im Original Kelly's Heroes) mit Clint Eastwood und Telly Savalas! Ich bin mir allerdings irgendwie nicht sicher, ob ich den Humor der Band wirklich teilen kann, und ich weiß auch gerade nicht, wie ich diesen Umstand in die Bewertung dieser EP mit der stolzen Spielzeit von mehr als einer Dreiviertelstunde einfließen lassen soll.
Fange ich also mal von hinten an, um das dort Gehörte schnell hinter mich zu bringen: natürlich bekommt "Burning Bridges" durch Stoßtrupp Gold einen sehr kultigen Anstrich, aber wer den Film und damit den Song nicht kennt, dürfte sich wohl eher in einer Schlagsendung oder in einem Musical wähnen. Kann man ja mal machen, aber bei "Of a lifetime" wird es irgendwie noch schlimmer, denn hier habe ich das Gefühl, auf dem Marktplatz einer deutschen Kleinstadt zu stehen, in der die lokale Coverband anlässlich des jährlichen Stadtfests und zu vorgerückter Stunde die mittlerweile besoffenen Provinzler dazu auffordert, nach dem bislang abgefeuerten Hit-Potpourri (inkl. "Verdamp lang her", "Smoke on the water", "Jump", "Davy's on the road again" u.v.a.) doch mal die Feuerzeuge rauszuholen. Der Drummer, der neben der Coverband noch eine weitere Band im Stile von Dream Theater am Start hat, übertreibt es wie sein großes Idol Mike Portnoy ganz gerne mit den Feinheiten; die beiden Gitarristen, die zwar alle Gitarrensoli von Yngwie Malmsteen, Eddie van Halen und Ritchie Blackmore nachspielen können, aber kompositorisch selbst nie was Gescheites auf die Reihe gekriegt haben, demonstrieren einmal, wie viel Mühe sie sich mit ihren Effektgeräten auf der Suche nach einem richtig geilen Solo-Sound gegeben haben; der Bassist sieht wie immer aus, als würde er gleich einschlafen; und die Sängerin singt mit geschlossenen Augen und träumt davon, entdeckt zu werden. Tut mir leid, aber bei sowas bekomme ich Brechreiz, und das liegt mitnichten am Song selbst, denn Journey habe ich früher oft gehört. Wer dies nicht getan hat, dem könnte es bei dieser Classic Rock-Nummer allerdings auch schlecht werden.
Puh, nachdem ich das also geschafft habe, begebe ich mich dann doch noch zum Beginn des Albums und sage noch ein paar Worte zu den vier richtigen Songs auf "I, Vigilante", denn die sind in der Tat wirklich gut. Und das sogar, obwohl Crippled Black Phoenix ihre Vorliebe für Classic Rock auch hier nur selten verleugnen können und dieses Genre heutzutage ungefähr so sexy ist wie Coverbands auf Stadtfesten in deutschen Kleinstädten. Hinzu kommt klassischer Prog, aber ebenso die Einsicht, dass der Band modernerer Postrock auch nicht fremd zu sein scheint. Sänger Joe Volk hat manchmal was von David Gilmour, und überhaupt muss ich wie schon bei ihrem letzten Album "200 tons of bad luck" manchmal an Pink Floyd denken. Die vier Eigenkompositionen sind ausladend, zwei davon knacken sogar die 10-Minuten-Grenze, aber langweilig klingt hier nichts, denn Arrangements und Instrumentierung sind wirklich durchgängig vom Feinsten und sollten auch Anhängern aus der Ecke um Porcupine Tree gefallen.
Angesichts der beiden letzten Tracks also eine irgendwie zwiespältige Sache, aber man braucht sich den "Burning Bridges"-Witz nach den vier wirklich großartigen Songs ja nur einmal zu geben und muss sich auch "Of a lifetime" nicht immer wieder anhören. Wenn sich jetzt 2-3 Leute dazu animiert fühlen, mal Stoßtrupp Gold nachzuholen, hätten Crippled Black Phoenix ja auch schon was erreicht. Nichtzuletzt aus diesem Grund möchte ich auch kein Miesepeter sein, die beiden Songs einfach beiseite lassen und mich darauf freuen, dass sie bald ein ernsthaftes Album im Sinne der vier anderen Songs folgen lassen.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
Pink Floyd, Porcupine Tree |
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| Veröffentlicht am: |
23.9.2010 |
| Letzte Änderung: |
29.6.2011 |
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