Heretic
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Avant |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| John Zorn |
alto sax |
| Bill Frisell |
guitar |
| Wayne Horvitz |
keyboards |
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| Fred Frith |
bass |
| Yamantaka Eye |
vocals |
| Joey Baron |
drums |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Main Titles
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1.26
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| 2. |
Sex Games
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2.21
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| 3. |
the Brood
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2.48
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| 4. |
Sweat, Sperm + Blood
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2.03
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| 5. |
Vliet
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0.49
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| 6. |
Heretic 1
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2.32
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| 7. |
Submission
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4.22
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| 8. |
Heretic 2
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1.44
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| 9. |
Catacombs
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2.47
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| 10. |
Heretic 3
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2.41
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| 11. |
My Master, My Slave
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2.24
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| 12. |
Saint Jude
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2.12
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| 13. |
the Conqueror Worm
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2.32
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| 14. |
Dominatrix 2B
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2.16
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| 15. |
Back Through the Looking Glass
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2.39
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| 16. |
Her Come the 7,000 Frogs
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1.59
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| 17. |
Slaughterhouse/Chase Sequence
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2.17
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| 18. |
Castle Keep
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1.48
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| 19. |
Mantra of Resurrected Shit
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1.41
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| 20. |
Trypsicore
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1.46
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| 21. |
Fire and Ice (club scene)
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2.37
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| 22. |
Crosstalk
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1.40
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| 23. |
Copraphagist Rituals
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0.53
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| 24. |
Labyrinth
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5.49
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| Gesamtlaufzeit | 56:06 |
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Rezensionen

Bei Heretic muss man einen Bild-/Filmbezug scheinbar über keine wackligen Brücken und Stützen herstellen. Gewidmet ist Heretic Harry Everett Smith, einem US-amerikanischen Polyhistor. Im Booklet wird sein Film Heaven and Earth Magic hervorgehoben, dessen Eklektizismus und Vielstimmigkeit an den Sound Naked Citys erinnert. Interessanter fand ich, vor allem in Verbindung mit dem Coverbild, den Untertitel des Albums. Heretic soll nämlich der Soundtrack zu einem SM Film namens Jeux des Dames Cruelles sein. Den gleichen Namen trägt eine von Kunstsammler/Autor Serge Nazarieff zusammengestellte Antalogie von Fotografien. Die Aufnahmen dokumentieren sadomasochistische Darstellungen aus einem Zeitraum von 1850 bis 1960. Das Buch gibt es. Den Film nicht. Zumindest habe ich ihn nirgends gefunden. Trotzdem im Begleitbuch der Complete Recordings Box die Skizzen für die Improvisationen mit ?Improvised Music From The Motion Picture Soundtrack of Jeux Des Dames Cruelles? überschrieben sind. IMDB, IAFD und auch UBU schweigen aber. Eine plausible Lösung:
?I took the opportunity to clear up a question that may be of interest to some of you folks: the Naked City album HERETIC JEUX DES DAMES CRUELLES (Avant 1) was not a sountrack to an actual film -- not when it was recorded anyway. But subsequently a film was in fact made that used the album as its soundtrack. I think Zorn said that it was by some friend of his, a Japanese porn director. He also indicated that it would be virtually impossible for me to find it. Probably true.? (Quelle)
Die Brücke ist also doch nicht so stabil. Was bleibt ist ein sehr loser Bezug zum Themenkomplex Sadomasochismus. Ich weiß nicht, ob die Beziehung, die improvisierende Musiker eingehen, mit sadomasochistisch am besten beschrieben ist. Irgendwie passt es aber doch. Gemeinsam lotet man seine eigenen und die Grenzen des anderen aus. Auf Heretic wird dieses Ausloten durch Aufbrechen der Bandstruktur erleichtert. Zwölf Duette, elf Terzette und nur einmal die gesamte Band zugleich (Fire and Ice) bekommt man zu hören. Gemeinsam mit der Bandstruktur wurde, dem improvisierten Charakter des Albums gemäß, auch die Struktur der Stücke aufgebrochen. Einzelne Stile, die auf den Vorgängern, zumindest in den kürzeren Kompositionen, noch klar von einander getrennt zu hören waren, kann man hier nicht mehr ausmachen. Freie Improvisationen mit den, je nach Rezipient unterschiedlichen, üblichen Stärken und Schwächen. Die Improvisationen auf Heretic kann man anhand der Beteiligten sehr grob in zwei Gruppen teilen. Alle Stücke an denen John Zorn und Yamantaka Eye beteiligt sind, klingen heftiger als der Rest, was mir entgegenkommt. Manche der restlichen Stücke, wie das Frisell und Horvitz Duett Catacombs, nehmen gar ambientartige Züge an und schweben für mich etwas zu ziellos vor sich hin. Das Gruppenstück Fire and Ice ist von diesen zwei Gruppen völlig unterschieden. Joey Baron klopft einen lahmen Beat, Fred Friths Bass begleitet ebenso unmotiviert, Frisell shuffelt ein bisschen aufgeregter dazu, während Zorn und Horvitz das funkige Grundgerüst mit hochregistrigen Attacken zu zerstören versuchen. Ihr Vorhaben wird aber von einem Fadeout verhindert.
Dass Heretic anders klingt als das Debüt und Grand Guignol kann man wegen deren Vielschichtigkeit schwer sagen. Nur war auf den Vorgängern eben alles gedrängter. Hier gibt es etwas mehr Platz. Das betrifft die Zeit ? das Mittel pendelt sich hier auf zwei Minuten für die meisten Stücke ein -, als auch den Frequenzraum, der hier selten zur Wand wird. Die Bewertung fällt mir wegen dieser gelockerten Konsequenz schwer, da ich gerade die Komprimierung der kürzeren Stücke schätze. Andererseits höre ich den Großteil der Improvisationen auf Heretic durchaus gerne. Daher: Nicht so gut wie das Debüt, nicht schlechter als Grand Guignol.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
14.11.2010 |
| Letzte Änderung: |
14.11.2010 |
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