Gemälde einer Vernissage
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Wolfgang "Paule" Fuchs |
keyboards, electronic |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Ouversage 1
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1:23
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| 2. |
Die vergessenen Bilder
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4:14
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| 3. |
Totenmaske meines Großvaters
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3:17
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| 4. |
Ouversage II
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1:02
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| 5. |
Die Rückkehr des Apfels
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3:39
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| 6. |
Familie am Sonntagmorgen
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3:24
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| 7. |
Montagearbeiter
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3:40
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| 8. |
Das Unheil begehrt Einlass
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4:05
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| 9. |
Ouversage III
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1:01
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| 10. |
Warschauer Paar
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3:57
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| 11. |
Biko
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4:33
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| 12. |
Kathrin trommelt
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3:01
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| 13. |
Vietnamesin
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2:19
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| 14. |
Höllensturz in Vietnam
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4:35
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| 15. |
Trommler
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3:11
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| 16. |
Im Namen Gottes
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5:46
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| 17. |
11. September/Twin Tower Tragedy
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6:46
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| Gesamtlaufzeit | 59:53 |
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Rezensionen

Wer sich näher mit ELPs "Pictures at an Exhibition" beschäftigt, wird sich irgendwann auch mal die Komposition von Mussorgsky anhören - entweder in der ursprünglichen Pianofassung oder in einer der späteren Orchesterversionen. Auch andere Mussorgsky-Adaptionen fordern zum Vergleich heraus, etwa von Mekong Delta oder von POND.
Doch warum eigentlich immer Musik mit Musik vergleichen? Müsste man nicht erst einmal die Gemälde kennenlernen, die hier "vertont" wurden? Erscheint logisch, nur leider - viele Werke des Malers Nicolai Hartmann, um die es bei Mussorgsky geht, sind längst verschollen. Von manchen bezweifelt man sogar, dass sie auf der Ausstellung überhaupt zu sehen waren, durch die der Komponist 1874 seine berühmte "Promenade" machte. Einige Bilder könnten sogar reine Phantasieprodukte sein.
Warum der Vorspann? Mit den "Gemälden einer Vernissage" überträgt die ostdeutsche Elektronikband POND - heutzutage identisch mit dem einzigen verbliebenen Mitglied Wolfgang "Paule" Fuchs - Mussorgskys Ansatz auf Kunst des 20. Jahrhunderts. Fuchs interpretiert mit eigenen Kompositionen Bilder des 1921 geborenen Malers Professor Willi Sitte, der u.a. lange Jahre Präsident des Verbandes Bildender Künstler der DDR war.
Da Sitte ein zeitgenössischer Künstler ist, existieren die meisten seiner Werke anders als die von Nicolai Hartmann natürlich noch. Also haben die meisten Hörer diese Werke auch vor Augen (oder zumindest im Gedächtnis), wenn sie der POND-CD lauschen? Ich glaube nicht, dass man davon ausgehen kann. Selbst im Booklet gibt es keine Reproduktionen. Auch in diesem Fall muss die Musik erst einmal für sich selbst sprechen. Es ist eine Musik, in der es wenige Brüche gibt: Fast alles ist Wohlklang und Harmonie, manchmal dramatischer und düsterer, manchmal leiser, manchmal majestätischer, aber nie wirklich zerrissen, schräg, schrill oder risikofreudig. Eher schon kamen mir manchmal Vorbilder wie Vangelis´ berühmtes "Conquest of Paradise" oder auch Kraftwerks populäre "Kometenmelodie 2" in den Sinn.
Wie bei Programm-Musik üblich, wird teilweise mit Klängen "gemalt": Beim Stück "Im Namen Gottes" etwa hört man eine Kirchenorgel und Kirchenglocken, bei zwei Tracks, die sich um Trommler drehen, geht es entsprechend perkussiv zu, im Zusammenhang mit dem Thema Vietnam fehlen Anklänge an Fernost nicht. Ein besonders herausforderndes musikalisches Spektrum hat die CD aber nicht, sie wirkt insgesamt eher glatt. Am meisten Schwierigkeiten macht mir das bei dem Bonus-Track, der dem 11. September gewidmet ist und bei dem man Flugzeuggeräusche, Sirenen und die US-Nationalhymne, aber eben auch eine trotz ein paar dramatischer Klaviernoten vergleichsweise harmlose Soundmalerei hört. Diese Erinnerung an die Katastrophe hat für mich wenig Zwingendes.
Insgesamt spielen POND Musik für Freunde leichterer elektronischer Kost. Niemand wird hier durch sperrige Avantgardebarrikaden verschreckt, alles geschieht auf der Basis unschwieriger musikalischer Kunst, die zwar den Rezensenten nicht recht in ihren Bann schlägt - aber der ist ja auch bloß ein Hörer von vielen.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.12.2010 |
| Letzte Änderung: |
7.3.2012 |
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