La Vie Electronique 7
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
MIG Music |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
Gastmusiker
| Arthur Brown |
Gesang ("Avec Arthur") |
| Harald Großkopf |
Schlagzeug ("Crazy Nietzsche") |
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| Wolfgang Tiepold |
Cello ("My Virtual Principles") |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Eddie
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8:59
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| 2. |
Stomu
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4:05
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| 3. |
Hartmut and Manuel
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8:37
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| 4. |
Michael S.
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6:22
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| 5. |
Arthur
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5:38
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| 6. |
Marian
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6:40
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| 7. |
Another Dark Sound
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4:14
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| 8. |
All Alone
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4:37
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| 9. |
Swifter than Lightbeams
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13:30
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| 10. |
Empty's the Power
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9:08
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| 11. |
Yet Another Sound Part
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6:03
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| Gesamtlaufzeit | 77:53 |
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| Disc 2 |
| 1. |
Der freie Geist
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3:50
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| 2. |
Die Geburt der Tragödie
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8:08
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| 3. |
Wir Antipoden
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14:37
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| 4. |
Asketische Ideale
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6:50
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| 5. |
Klage der Ariane
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2:19
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| 6. |
Ecce Homo
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7:30
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| 7. |
Things to Come
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7:39
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| 8. |
This Island Earth
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8:01
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| 9. |
Alphaville
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11:57
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| 10. |
Just Imagine
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6:41
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| 11. |
Interview 1979
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2:30
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| Gesamtlaufzeit | 80:02 |
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| Disc 3 |
| 1. |
Purpose
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5:55
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| 2. |
Shape
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5:15
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| 3. |
Cleaning Event
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2:05
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| 4. |
Flux Post
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6:47
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| 5. |
Catch Wave
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9:09
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| 6. |
Endless Box
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10:41
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| 7. |
Mezbau
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16:07
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| 8. |
Tachistic Architecture
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6:50
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| 9. |
Die Erde ist rund
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11:56
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| Gesamtlaufzeit | 74:45 |
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Rezensionen

Der siebte Teil der "La Vie Electronique"-Reihe enthält Aufnahmen aus den Jahren 1977 bis 1979. Sämtliche hier enthaltenen Stücke erschienen bereits auf diversen Editionen (Jubilee, Silver, Ultimate).
Die erste CD besteht komplett aus Liveaufnahmen. Das Stück mit dem Titel Re: People I Know wurde am 30. September 1977 in Düsseldorf mitgeschnitten und zeigt den typischen Schulze-Stil jener Zeit: Rhythmuspattern aus dem Sequenzer, Mellotronteppiche, darüber allerlei Synthiesolos. Das Stück beginnt dabei recht ätherisch, geradezu mystisch mit Mellotronchor, steigert sich dann ganz allmählich, wobei die Soli immer wilder werden und das Tempo zulegt. Im vorletzten Teil wird es dann sogar freiformatig, bevor es in Marina sanft ausklingt. Keine Riesenüberraschung, einfach klassischer Schulze. Immer wieder schön.
Was der Titel Avec Arthur bedeutet, wird sich der Kenner des Schulzeschen Œuvres denken. Gemeint ist natürlich Arthur Brown, der Schulze auf dessen Tour 1979 begleitete und jeweils in der zweiten Hälfte eines Konzerts auftrat. So auch am 25. Oktober 1979 im belgischen Lüttich, wo diese Aufnahme entstand. Auf dem kurz zuvor erschienenen Dune, der ersten Schulze/Brown-Kollaboration, hielt Arthur Brown sich ja stimmlich eher zurück, hier dagegen steigert er sich nach einiger Zeit geradezu in Ekstase. Da werden im Staccato Silben ausgestoßen, bei denen man sich fragt, ob sie zu Worten gehören und ob diese Worte einen Sinn ergeben. Oder nein, man fragt sich das nicht, weil man viel zu ergriffen dieser Stimme lauscht, in der immer mehr Inbrunst mitschwingt, bis sich die aufgebaute Spannung in einem markerschütternden Schrei entlädt. Schulze unterlegt das mit Melodiefragmenten, die im Laufe der Zeit immer drängender werden und dabei sogar recht schräge Klänge beinhalten. Das hat gar nichts mehr von den schöngeistigen Sequenzerklängen, die zwei Jahre zuvor noch angesagt waren! Leider ist der Klang nicht ganz optimal, aber für dieses intensive Erlebnis nehme ich das in Kauf.
Den Auftakt der zweiten CD bildet eine alternative Version des Stücks Friedrich Nietzsche aus dem Album X. Wie im Original wird Schulze hier von Harald Großkopf am Schlagzeug unterstützt. Im Vergleich zum Original ist diese Fassung etwa 20 Minuten länger, ohne dass dies einen nennenswerten Unterschied im Klangcharakter des Stücks ausmachen würde. Aber die Kombination von Elektronik mit echtem Schlagzeug finde ich immer faszinierend, und hier gibt es sogar ein längeres Schlagzeugsolo zu hören. Im Beiheft heißt es übrigens, dass es sich auch hierbei um eine Liveaufnahme handeln müsse, weil Schulze den hier eingesetzten Korg PS 3300 ausschließlich bei Konzerten verwendete. Bekanntlich ist Klaus Schulze im Beschriften seiner zahllosen Archivbänder etwas nachlässig, so dass sich das nicht mehr genau klären lässt!
Das folgende The Future entstand ca. 1978 und nimmt schon den Stil des im Folgejahr erschienenen Dune vorweg: eine karge Klanglandschaft aus einsamen Mellotronchören und langsam wogenden Synthieflächen, immer wieder von verstörenden, dissonanten Ausbrüchen durchsetzt. Gegen Ende hört man Schulzes Vocoder-verfremdete Stimme!
Den Abschluss der zweiten CD bildet ein kurzer Interviewschnipsel aus dem Jahre 1979, in dem Schulze über seine Kindheit und Jugend sowie seine Anfänge als Musiker erzählt (in einer Coverband, die Songs der Kinks und der Shadows spielte!). An sich interessieren mich Musikerinterviews nicht sonderlich, aber Schulzes sympathisch-schnoddrige Art höre ich immer wieder gerne.
Auf CD 3 geht es dann tief in die Vergangenheit. In My Virtual Principles verwendet Schulze eine Schlagzeugaufnahme von 1970 und Orgelklänge von 1972, kombiniert mit "neuen" Elektronik-Klängen. Dazu spielt Wolfgang Tiepold das Cello, ein stets gern gehörter Gast auf Schulzes Werken. Das 1978 entstandene Stück erinnert wieder streckenweise an Dune, die massiven Orgelklänge lassen aber auch immer wieder Erinnerungen an selige Irrlicht-Zeiten aufkommen. Die am Anfang des Stücks eingesetzte stupide Rhythmusmaschine findet dabei nicht gerade meinen Beifall, ansonsten ist dies neben Avec Arthur für mich der Höhepunkt dieser Sammlung.
Zum Abschluss gibt es ein für Schulze-Verhältnisse kurzes Stück mit dem Titel Die Erde ist rund, aufgenommen bei einem Konzert am 22. Oktober 1979 in Koblenz, wo es die erste Zugabe bildete. Laut Schulzes Tagebuch folgte keine zweite Zugabe, da das Publikum "allzu unruhig und rockig" gewesen sei. Rockig? Na, wer weiß, wie Arthur Brown vorher losgelegt hat... Das Stück ist jedenfalls klassischer "Sequenzer-Schulze".
Auch wenn der Klang nicht durchweg optimal ist, bekommt man hier einen schönen Überblick über Klaus Schulzes stilistische Entwicklung in jenen Jahren. Wer die ganzen Super-Duper-Editionen bereits hat, findet hier allerdings nichts neues!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
5.5.2011 |
| Letzte Änderung: |
29.4.2012 |
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