Red
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Ilse |
| Durchschnittswertung: |
keine Wertung (1 Rezension) |
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Besetzung
| Alexandre Johnson |
Flute |
| Henry Krutzen |
Tenor Sax, Hang, Percussion |
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| Marcilio Onofre |
Piano |
| Markus Stauss |
Bass Sax |
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Gastmusiker
| Fabio Presgrave |
Cello |
| Dudú Campos |
Percussion |
| Joni Johnson |
Oboe |
| Sami Tarik |
Percussion |
| Ronedilk Dantas |
Violin |
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| Edmarcos Costa |
Violin |
| Paulo Franca |
Viola |
| Darlan Marlay |
Drums |
| Jean-Luc Plouvier |
Piano |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Solo
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5:04
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| 2. |
Septet
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6:17
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| 3. |
Duet
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3:42
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| 4. |
Trio
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3:20
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| 5. |
Quertet
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4:10
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| 6. |
Sextet
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6:53
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| 7. |
Quintet
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6:08
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| 8. |
Another Septet
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5:01
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| 9. |
Another Duet
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2:06
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| 10. |
Another Solo
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2:49
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| Gesamtlaufzeit | 45:30 |
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Rezensionen

Henry Krutzen ist wohl immer für eine Überraschung gut. Ein Jahr nach dem Erscheinen von "The Bird and the Sky Above" legt er im Sommer 2011 das siebte Album von Finnegans Wake vor. Nach "Yellow", "Green" und "Blue" ist nun Rot an der Reihe. Und die Überraschung? Nun, wer "Red" in sein CD-Abspielgerät gelegt hat und den Klängen harrt, die da aus den Boxen kommen, wird wieder etwas verblüfft sein, wenn dieselben dann aus den Boxen strömen. Zumindest dann, wenn er Musik erwartet hat, die der auf einem der Vorgängeralben der Band ähnelt.
Cello gibt es da erst einmal zu hören. "Solo" wird nur von Fabio Presgrave bestritten, der auch das Stück komponiert hat; eine Art Retro-Bach-Exkurs (sehr schön!). Ansonsten hat meist Krutzen die Kompositionsarbeit erledigt. Bewegte sich "The Bird and the Sky Above" in free-jazzige Gefilde, kann man "Red" nun recht eindeutig in die zeitgenössische Klassik packen. Komplexe akustische Ensemblemusik gibt es hier zu hören, eine "D minor suite" (so der Untertitel der CD), von einem bis sieben Musikern vorgetragen (wie in den Titeln der Stücke angegeben). Prog oder Rock sucht man weitestgehend vergeblich.
Allerlei Perkussion und Saxophone bestimmen das Klangeschehen, ergänzt um virtuose Auftritte von Flöte, Oboe, Piano und Gestrichenem. Filigran, klangvoll, nicht allzu schräg, aber durchaus virtuos und verschachtelt gleiten hier die Klänge aus den Boxen. Eine gewisse elegische, zerbrechlich-kristalline Atmosphäre verströmt die Musik, die durch die leicht düstere, melancholisch-geheimnisvolle Stimmung den Bogen zu den älteren Kammerprogproduktionen des Brasilobelgiers schlägt. Auch Markus Stauss' Basssaxophon, mit seinem sonoren Hupen, die immer wieder auftauschenden kernigen Pianoklänge (im Sextett von keinem Geringeren als Jean-Luc Plouvier - ehemals bei Univers Zero) und die dichten Schlagwerkabschnitte verbinden diese neoklassisch-modernen Kompositionen mit gelegentlichem Bach-Einschlag mit dem klassischen, progressiven Kammerprog von Bands wie Univers Zero oder Art Zoyd. Verbinden ... aber letztendlich steht "Red" natürlich als sehr eigenes und eigenständiges Werk da.
Ich mag dieses Album. Prog ist das nicht mehr, Rock schon gar nicht, doch sollten Liebhaber von akustischem Avantprog hier trotzdem auf ihre Kosten kommen, schlägt doch dieses Album auf gelungene Weise die Brücke vom avantgardistischen Kammerprog hin zur zeitgenössischen Klassik (wobei die Musiker meist schon mal rüber gegenagen sind, hin zur Klassik). In qualitativer, wie auch kompositorischer Hinsicht braucht sich Krutzen jedenfalls nicht vor den etablierten Komponistenkollegen zu verstecken. Wer "The Bird and the Sky Above" schätzt oder zumindest faszinierend fand und zudem keine Aversionen gegen jugendlich-frische Komposition Richtung modernen Klassik hat, die irgendwelche Genregrenzen grosszügig missachten, der sollte "Red" antesten!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
15.7.2011 |
| Letzte Änderung: |
2.1.2012 |
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