Stand Well Back
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Colin Towns |
keyboards, voice |
| Chris Montague |
guitar |
| Edward Maclean |
bass |
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| Benny Greb |
drums |
| Stephan Maass |
percussion |
| Mark Lockheart |
tenor & soprano saxophones, bass clarinet |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Blue Touch Paper
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1:04
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| 2. |
Crazy Man On Platform 13
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5:36
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| 3. |
Say What You Mean
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7:01
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| 4. |
The Forbidden Dance
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5:30
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| 5. |
Another Time, Another Place
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8:43
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| 6. |
Lost For Words
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3:31
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| 7. |
Stand Well Back / Spit It Out
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6:52
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| 8. |
Ducking And Diving
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3:50
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| 9. |
One Eye On The Clock
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6:01
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| 10. |
Principal Dancer
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3:42
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| 11. |
Walls Have Ears
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6:50
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| 12. |
Transcending
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5:26
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| 13. |
This Could Run
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6:10
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| Gesamtlaufzeit | 70:16 |
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Rezensionen

Blue Touch Paper sind ein neues Bandprojekt von Colin Towns. "Stand Well Back" ist das Debütalbum. Wobei hier allerdings "Debüt" durchaus relativ zu sehen ist, denn Colin Towns ist ein alter Hase im Musikgeschäft und war lange Jahre der Keyboarder an der Seite von Ian Gillan in dessen Band beziehungsweise bei dessen Solo-Alben. Später hat sich Towns vor allem als Komponist und Arrangeur von Big Band-Jazz und als Komponist von Film- und Fernsehmusik einen Namen gemacht. So jemand "debütiert" natürlich nicht wirklich, auch wenn er ein neues Projekt an den Start bringt. Außerdem hat sich Towns mit Musikerkollegen umgeben, die ihrerseits ein gerüttelt Maß an Erfahrung und verschiedensten Einflüssen mitbringen. So sind die beiden Deutschen an Bass und Schlagzeug sowie der Percussionist aus Österreich schon auf vielen Alben zwischen Rock, Jazz und Pop zu hören (näheres siehe auf den Referenzenlisten auf den jeweiligen Homepages). Die beiden Briten sind ähnlich versiert und erfahren, wobei gerade Mark Lockheart an den Blasinstrumenten ein Szene-Urgestein ist, der selbst diverse Bands am Laufen hat.
Bei soviel Erfahrung und Kompentenz kann nichts mehr schief gehen? Oh doch, gerade bei solchen Querbeet-Musikern besteht schon die Gefahr, dass die Musik zwar professionell, aber glatt dargeboten wird. Oftmals fehlen Ecken und Kanten und Easy-Listening dominiert. Ganz frei von diesen Fallen ist auch "Stand Well Back" nicht. Gelegentlich übertreiben es die Jungs etwas mit dem sanften Wohlklang, die Melodien werden plötzlich allzu gefällig oder das Saxophon intoniert mit soviel Schmalz, dass man meint hier bläst Kenny G persönlich. "Wellness-Jazz" wurde das dieser Tage mal getauft.
Glücklicherweise sind diese Moment aber seltene Ausrutscher, die zu dem im Gesamt-Kontext gar nicht so auffallen. Überwiegend brennen die sechs Musiker ein Feuerwerk inspirierter Ideen und spannend dargebotener, farbiger Musik ab. Die Rhythmusfraktion mit versiertem, groovenden Schlagzeugspiel, profundem Bass und wuseliger Percussion spannt ein treibendes, federndes Rhythmusgeflecht auf welchem Gitarre, Tasteninstrumente und Bläser immer wieder zu verzwirbelten Soli abheben. Da darf es auch mal experimentell werden, wie einige Gitarrenlinien oder auch Einlagen moderner Klassik (a la eines Keith Emerson-Concertos) am Piano beweisen. Sehr gelungen auch die Blasinstrumente zwischen sanft röhrendem Saxofon und tirilierender Klarinette.
Die Band spielt dicht, wirft sich in geschickter Weise die Bälle zu, kommuniziert quasi instrumental. "Stand Well Back" ist ein Instrumental-Album - da ändert auch der eine Song mit Gesang (wobei hier die Atmosphäre etwas an David Sylvian-Werke erinnert) nichts -, welches tief im Jazz, im Canterbury (Towns darf das, der kommt von dort) wurzelt. Aber eben auch offen ist für Art-Pop, Art-Rock und verträumt-chansoneske Momente. Blue Touch Paper spielen mal komplex-vertrackt, dann wieder treibend-rockig, wissen auch ruhige, melancholische Momente zu schätzen und werden dann wieder wuchtig-laut. Unendlich verspielt, mit farbigen Arrangements wird hier zu Werke gegangen.
Dazu ist das Album perfekt arrangiert und produziert (auch hier vielleicht manchmal etwas zu glatt und perfektionistisch, aber siehe oben - Mecker auf hohem Niveau). Die Instrumente stehen glasklar im Raum (Empfehlung für eine Kopfhörer-Session) und die Dynamik der Musik ist gut eingefangen.
So ist "Stand Well Back" eine der Überraschungen des Jahres bisher und ein echter Tipp für offene Progger ohne Aversionen gegen Jazz und Gebläse.
| Anspieltipp(s): |
Crazy Man On Platform 13, Stand Well Back, Walls Have Ears |
| Vergleichbar mit: |
Canterbury-Jazz trifft auf Isildurs Bane (MIND) |
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| Veröffentlicht am: |
3.9.2011 |
| Letzte Änderung: |
12.3.2013 |
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