in stormy nights
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Drag City |
| Durchschnittswertung: |
12/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Takuyuki Moriya |
Contrabass |
| Michio Kurihara |
Electric Guitars |
| Masaki Batoh |
Vocals, Acoustic Guitar, Springer |
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| Taishi Takizawa |
Sax, Flute, Vibraphone, Theremin |
| Junzo Tateiwa |
Drums, Cymbals, Percussion, Timpani, Tabla, Percussion |
| Kazuo Ogino |
Piano, Syhthesizer, Kaval, Gaida, Tenor Recorder |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Motherly Bluster
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5:19
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| 2. |
Hemicyclic Anthelion
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28:05
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| 3. |
Water door yellow gate
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5:56
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| 4. |
Gareki no toshi
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7:50
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| 5. |
Caledonia
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5:34
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| 6. |
Grisaille
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9:43
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| Gesamtlaufzeit | 62:27 |
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Rezensionen

Mit "in stormy nights" legten Ghost 2007 ihr bis dato letztes Studioalbum vor. Offenbar existiert die Band aber auch zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch (Spätherbst 2011), und man darf wohl auf ein Nachfolgealbum hoffen (auch wenn Batoh inzwischen lieber im Duo mit der Espers-Cellistin Helena Espvall tätig zu sein scheint). Auch zwischen "Tune in, turn on, free Tibet" und "Hypnotic Underworld", dem unmittelbaren Vorgänger von "in stormy nights", haben sich die Japaner fünf Jahre Zeit gelassen. In unveränderter Besetzung entstand dann im Juni und Juli 2006 das hier zu rezensierende Werk.
Kollege Christian bezeichnet die Musik, die Ghost auf dem schon erwähnten "Hypnotic Underworld" machen, recht passend als Zen-Psychedelic-Space-Prog. So könnte man auch die auf "in stormy nights" zu findenden Klänge charakterisieren. Zwei für Ghost typische, auf folkig-psychedelischen Songstrukturen basierende Nummern rahmen das Album ein ("Motherly Bluster" und "Grisaille"), bestimmt von Bathos typischem Gesang, Akustikgitarren, Flöten, dezenter Perkussion, aber auch abgefahren verzerrten E-Gitarrenklängen, allerlei elektronischen Sounds und melltronartigen Streicherklängen.
Mit dem langen "Hemicyclic Anthelion" bekommt die Musik dann einen ganz anderen, sehr viel wüsteren und lauteren Charakter. Das fast halbstündige Instrumentalstück ist ein ausgesprochen derbes Gemenge an elektronischem, krautigem, spacigem und freiformatigem Durcheinander, ein beeindruckendes Sammelsurium an verzerrten Gitarrenklängen, misshandelten Tastensounds, jazzigen Fragmenten, kosmischen Elektronikexkursen, perkussiven Eskapaden, industriellem Krach und knurrendem Kontrabassgeschrubbe, welches den Hörer gefangen und gleichzeitig den Atem nimmt. Zen-Psychedelic-Space-Prog, besser Zen-Psychedelic-Electronic-Space-Avant-Prog! Grandios!
Auch die nächsten beiden Nummern bietet ziemlich voluminöse und laute Musik, die im starken Kontrast zu den oft doch eher dezent-folkigen Klängen stehen, mit denen Ghost über ein Jahrzehnt früher an die Öffentlichkeit traten. "Water door yellow gate" bietet mächtig dahin schreitende Tastensounds und Schlagwerk, mellotronartige Chorklänge, verzerrte E-Gitarren und Bathos Sprechgesang, alles klangvoll-voluminös verwoben und dicht. Das Stück geht nahtlos ins ähnlich gestrickte "Gareki no toshi" über, in dem nun das Piano rhythmische Akzente setzt, begleitet von voluminösem Getrommel, unzähligen Elektroniksounds und -geräuschen, misshandelten E-Gitarren und einem malträtierten Kontrabass. Der Hörer beginnt nach Atem zu ringen.
Mit "Caledonia" gibt es dann wieder eine Art von Folk und die etwas mitgenommenen Ohren können sich fast entspannen. Rohblattgetröte, wuchtige Trommel und gälisches Geflöte erzeugen - wie des Öfteren bei Ghost - eine eigenartige irisch-japanische Atmosphäre, die allerdings zunehmend von giftigen, zischend-lärmenden Gitarrenklängen und verzerrten menschlichen Lautäußerungen verunreinigt wird. Ein Zen-Psychedelic-Space-Prog-Folk-Tanz? Die Spinnen die Japaner!
Das abschließende "Grisaille" wirkt dann eher beschaulich, was aber den erschöpften Ohren des Hörers gerade recht kommt, wird so das Album stimmungsvoll, nicht minder seltsam, aber (meist) relativ ruhig und entspannt zu seinem verdienten Ende gebracht. "in stormy nights" ist sicher das eigenartigste und über weite Strecken sperrigste und lärmendste Album von Ghost. Elektrischer und Elektronischer als auf den meisten früheren Alben kommt hier die Musik aus den Boxen, klangvoll-progressiv getragen von allerlei Tasten- und weiteren elektronisch verfremdeten Instrumentalklängen. Das ist keine leichte Kost, bietet aber ein wirklich einzigartiges zen-psychedelisch-spacig-proggressives Klangabenteuer!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
18.12.2011 |
| Letzte Änderung: |
2.1.2012 |
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