The Old Man & The Spirit
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Herbie Langhans |
Gesang |
| Dilenya Mar |
Gesang |
| Peter Degenfeld-Schonburg |
Gitarre |
| Simon Oberender |
Gitarre, Keyboards |
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| Christopher Tarnow |
Keyboards |
| Dominik Stotzem |
Bass |
| Fabian Maier |
Schlagzeug |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
The Call
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6:34
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| 2. |
The Apparition
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8:04
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| 3. |
Triumph Of Irreality
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6:11
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| 4. |
The Spring Of It All
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1:48
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| 5. |
World Of Wonders
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5:03
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| 6. |
The Primal Demand
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2:07
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| 7. |
Doorway To Salvation
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7:54
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| 8. |
The Struggle
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5:23
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| 9. |
The Difference Is Human
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7:56
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| 10. |
Where The Earth And Sky Meet
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6:57
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| 11. |
All A Man Can Do
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9:33
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| Gesamtlaufzeit | 67:30 |
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Rezensionen

Allem Anschein nach befindet sich der Progmetal aus Deutschland wieder im Aufwind. In den letzten Jahren gab es unter anderem die Debütalben von Flaming Row, Subsignal, A Cosmic Trail oder Crystal Breed zu hören, und auch die alten Heroen (Vanden Plas, Mekong Delta, Ivory Tower) haben sich wieder gefangen. Eine gute Grundlage also für das aus dem gesamten Bundesgebiet zusammengesetzte Septett Beyond The Bridge und ihr in diesen Tagen erscheinendes Debütwerk "The Old Man & The Spirit". Damit geht es auch gleich in die Vollen, denn man serviert hier ein philosophisch motiviertes Konzeptalbum, das obendrein noch von Sänger und Sängerin bestritten wird.
Musikalisch geht es dabei überwiegend traditionell-melodisch zur Sache. Sowohl das flotte Riffing als auch die dramatisierende Keyboardbegleitung greifen tief in den von Dream Theater und Symphony X geschaffenen Fundus. Von "Klischees" will ich hier mal lieber nicht sprechen, und zwar aus folgendem Grund: Der Begriff impliziert eine bemühte, mehr noch gekünstelte Anbiederung an bekannten Stoff, die unterm Strich zumeist auf peinliche Weise an mangelndem Einfühlungsvermögen in die Originale scheitert. Beyond The Bridge beherrschen ihr Handwerk aber von vorne bis hinten, dieser Punkt trifft folglich also nicht zu.
Im Laufe des Albums gibt es bisweilen auch noch ab und an etwas stilistische Abwechslung, wobei man sich aber auch hier wieder an Bekanntem orientiert. Da wären beispielsweise einige recht variable Gesangseinsätze, die an bombastisches, Musical-haftes Genrematerial wie zwischen Ayreon und neueren Therion denken lassen ("The Apparition"). Dazu gibt's noch ein paar düstere Sphärenklänge ("The Primal Demand"), den einen oder anderen arabesken Melodieschlenker und Sprecherparts, die die Handlung vorantreiben. Nun ja, das ist unterm Strich auch alles gediegener Konzeptalben-Standard und auch nicht gerade bahnbrechend.
Wenn die gebotene Musik also schon nicht neu ist, dann sollte sie doch zumindest gut und schlüssig klingen. Und das ist dann auf dem Album löblicherweise auch der Fall, denn die Melodien sind fast durchwegs gelungen, die Arrangements reichlich füllig, aber nicht überladen und die Songaufbauten überwiegend auch recht stringent, ohne zu "normal" zu wirken. Letzteres demonstrieren sehr schön die beiden längeren Stücke "The Difference Is Human" und "All A Man Can Do".
Wirklich punkten kann man aber mit dem Gesang, der zum einen ein gelungenes Wechselspiel zwischen Männlein und Weiblein bietet, und zum anderen ohnehin sehr patent ausfällt. Einen Akzent gibt es zum Glück nicht, was in letzter Zeit bei Konkurrenzbands leider nicht immer so war (ja, ich meine euch, Dorian Opera!). Schön auch, dass das Material stellenweise wuchtig nach vorne geht, so beispielsweise im treibenden Instrumental "Triumph Of Irreality". Aber auch sonst machen vor allem die frickeligeren Stücke wie beispielsweise der Opener "The Call", "Doorway To Salvation" oder "The Struggle" (mit lustigem Klaviersolo) ordentlich Spaß.
Meine liebe Mühe habe ich indes mit den ruhigeren Sachen in der Mitte des Albums. Rundheraus balladeskem Stoff wie "The Spring Of It All" oder "World Of Wonders" konnte ich noch nie was abgewinnen, aber ich verachte ja auch Dream Theaters "Another Day". Indes klappen solche langsamen, getragenen Passagen ohnehin viel besser, wenn man sie wie beispielsweise bei "Doorway To Salvation" von hartem Stoff einrahmt. Oder wenn man, wie der ersten Hälfte von "Where The Earth And Sky Meet", anstelle von Rock-Pathos eine Yes-artige Eso-Atmosphäre darunterlegt.
Alles in allem lässt sich aber als Fazit ziehen, dass sich "The Old Man & The Spirit" nahtlos an die eingangs genannten Überraschungen der letzten Jahre anfügt und dem Progmetal-Genre einen gelungenen Start in das Musikjahr 2012 beschert. Zwar agieren Beyond The Bridge in ihrern proggigen Momenten nicht unbedingt auf einem solchen Niveau, wie dies Dream Theater auf dem unerwartet starken "A Dramatic Turn Of Events" getan haben, aber komplett verstecken braucht man sich vor dieser Referenz nun auch nicht. Dabei waren die Balladen auf dem DT-Album noch wesentlich kitschiger als hier, was wiederum für die Geschlossenheit von "The Old Man & The Spirit" spricht. Kleinere Abzüge gibt's noch für das Fehlen größerer Innovationen, ansonsten kann ich allen Genrefreunden eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Well done!
| Anspieltipp(s): |
The Call, Triumph Of Irreality, The Difference Is Human |
| Vergleichbar mit: |
Dem state of the art im modernen, melodischen Progmetal |
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| Veröffentlicht am: |
14.1.2012 |
| Letzte Änderung: |
14.1.2012 |
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