Fifth
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
CBS |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Elton Dean |
alto sax,saxello,electric piano |
| Hugh Hopper |
bass guitar |
| Mike Ratledge |
organ,electric piano |
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| Phil Howard |
drums on 1,2,3 |
| John Marshall |
drums on 4,5,6,7 |
| Roy Babbington |
double bass on 4,5,6,7 |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
All White
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6:07
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| 2. |
Drop
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7:42
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| 3. |
M.C.
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4:57
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| 4. |
As If
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8:02
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| 5. |
LBO
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1:54
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| 6. |
Pigling Bland
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4:24
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| 7. |
Bone
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3:27
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| 8. |
All White (Take Two)
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7:14
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| Gesamtlaufzeit | 43:47 |
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Rezensionen

Das "Soft Machine"-Karussell drehte sich weiter: unzufrieden mit der jazzigen Richtung der Band verliess Wyatt nach "Fourth" die Band. Ein neuer Schlagzeuger musste also her. Auf "Fifth", die in zwei Abschnitten eingespielt wurde, sorgen zwei Männer für Ersatz: bei den ersten drei Nummern Phil Howard, bei den restlichen John Marshall, der dann der Band auch für die nächste Zeit erhalten blieb. Natürlich mit dabei: Keyboarder Mike Ratledge, Bassist Hugh Hopper und Saxophonist Elton Dean, der sich aber vor der nächsten Platte verabschiedete...
Vom Sound her entwickelt man den jazzlastigen Ansatz der letzten Platte weiter. Vor allem die Stücke von Mike Ratledge, der für den grössten Teil der Platte als Komponist verantwortlich ist, folgen einem bestimmten Schema: Thema, ausgiebiges Solieren von Dean oder Ratledge über einem Riff, Thema. Das Ganze klingt für mich schon ein bisschen abgegriffen, wie nach Formel komponiert. OK, ab und an werden auch neue Komponenten eingeführt, wie die Tropfsteinhöhlen-Effekte und das Echo-E-Piano am Anfang von "Drops", und wirklich schlecht ist das ganze sowieso nie. Ab und an gelingen schöne treibende Rhythmen, mal nette meditative Stellen, aber irgendwie fehlt die Spritzigkeit und Rotzigkeit der vorherigen "Soft Machine"-Platten. Das mag vielleicht auch am etwas nobleren Sound liegen; ausserdem spielt Ratledge hauptsächlich sehr sauberes E-Piano; sein typische Fuzz-verzerrter Orgel-Sound kommt nur selten zum solistischen Einsatz.
Diese ganzen Eindrücke mögen aber auch an Ratledges kompositorischer Dominanz liegen, denn die Stücke der anderen Bandmitglieder fallen etwas aus dem Rahmen, auch wenn sie nicht wirklich Akzente setzen: Hoppers ruhiges "M.C." lebt von meditativ perlendem E-Piano und Becken-Flächen im Schlagzeug, Marshalls "LBO" ist ein kurzes Drumsolo und Deans "Bone" beendet mit seltsamen Zwitscher-Geräuschen und schwellenden Becken die Platte fast horrormässig. Von den Ratledge Stücken fällt noch am ehesten "Pigling Bland" auf, das mit seiner etwas leichteren Grundstimmung und -trotz 7/4... - straighterem Rhythmus sich in etwas zugänglicheren Jazzrock-Gefilden bewegt.
Alles in allem ist "Fifth" schon OK, ohne wirklich eindrucksvoll zu sein. Ich halte sie nicht für essentiell, aber in der sehr günstigen Sony/Columbia-Ausgabe von "Fourth" und "Fifth" zusammen auf einer CD kann man sie durchaus kaufen.
| Anspieltipp(s): |
Pigling Bland |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
3.6.2002 |
| Letzte Änderung: |
3.6.2002 |
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"Fifth" ist meine Lieblingsplatte der mittleren, sehr jazz-orientierten Phase von Soft Machine, die von "Fourth" bis "Seven" reicht, und die ohne Gesang auskommt (nachdem Robert Wyatt auf "Fourth" sein Organ nicht mehr erklingen lässt und die Gruppe schliesslich ganz verliess). Nach dem bläserlastigen, mit einigen Gastmusikern angereicherten und sehr free-jazzigen Vorgängeralbum, spielen Soft Machine auf "Fifth" sozusagen unter sich, als Quartett. Dean soliert ausgiebig am Sax, Ratledge füllt die Klangräume, mit seinem perlenden E-Piano und der Orgel, begleitet vom warm dahinbrummenden Bass Hoppers und dem Schlagzeug. Sparsam, fast karg wirkt die Musik, die dadurch aber sehr direkt und eindringlich aus den Boxen strömt. Stellenweise erreicht sie in ihrer Schlichtheit eine fast hypnotische Intensität.
Ein entspannter, aber sehr intensiver, ja durchaus "nobler" - wie Udo weiter oben schreibt - Jazzrock wird hier gespielt, der aber nie ins Seichte oder Belanglose abgleitet. Gerade die erste Seite des Albums, mit dem treibenden "All White" und dem dahinperlenden "Drop", gehören für mich mit zum Besten, das Soft Machine je produziert haben. Mit "Fifth" hat die Gruppe den Sound ihrer Jazzphase perfektioniert und ein sehr eindringliches und spannendes Album abgeliefert. "Fifth" ist daher ein wichtiger Bestandteil der Soft-Machine-Discographie, den man als Canterbury-Liebhaber nicht übersehen sollte!
Nachtrag: Auf dem neuesten, remasterten CD-Reissue von "Fifth" gibt es als Bonustrack eine deutlich andere und etwas längere Version von "All White" zu hören. Der Klang der Scheibe ist zudem exzellent!
| Anspieltipp(s): |
Drop |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
30.7.2005 |
| Letzte Änderung: |
28.3.2012 |
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