Leaving Home
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Tempus Fugit |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Hans-Jürgen Fuchs |
lead vocals, backing vocals, acoustic & electric guitars, lapsteel, bass, programming, piano, keyboards |
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Gastmusiker
| Baggi Buchmann |
lead vocals (2,4,7,8,9,11,13,15), backing vocals |
| Mirjam Michutta |
lead vocals (4,9), backing vocals |
| Andy Käfer |
lead vocals (5,14,16), backing vocals |
| Sven Heine |
backing vocals |
| Ines Fuchs |
synth solo (5) |
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| Maike Mohr |
grand piano solo (8) |
| Rafael Sonntag |
guitar solo (7,11) |
| Henrik Mumm |
cello (4,7,16) |
| Andy Bartzik |
guitar solo (8,14,16) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Long time ago
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3:13
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| 2. |
Summer we come
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6:14
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| 3. |
Such a state of affairs 1
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2:15
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| 4. |
These golden fields
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3:52
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| 5. |
Life's in balance
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4:42
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| 6. |
A harbinger's requiem
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2:38
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| 7. |
Forgive me (atonement)
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7:22
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| 8. |
Symphony in disguise
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7:32
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| 9. |
Will you pray for me?
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5:25
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| 10. |
Such a state of affairs 2
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2:29
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| 11. |
Don't think about
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5:52
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| 12. |
These golden fields - reprise
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1:20
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| 13. |
Isn't someone coming back? (The last days 1)
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3:59
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| 14. |
Darkness is strong (The last days 2)
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4:26
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| 15. |
Crawling back into my dream
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5:59
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| 16. |
Leaving home
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7:42
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| Gesamtlaufzeit | 75:00 |
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Rezensionen

Der Name Hans-Jürgen „Hansi“ Fuchs ist einem vielleicht nicht sofort geläufig, nichtsdestotrotz handelt sich beim dem Multiinstrumentalisten aus Stuttgart um sowas wie ein Szene-Urgestein. Mit seiner Frau Ines zusammen, hat er vier durchaus wohlgelittene Neoprog-Alben aufgenommen. Als Produzent und Arrangeur war er an vielen Produktionen, vor allem des – äh – legendären WMMS-Labels beteiligt. So kommt ein Solo-Album vielleicht eher überraschend spät, aber nun – im Frühjahr 2012 – liegt es vor.
„Leaving Home“ ist wirkliches Solowerk im besten Sinne, denn Hans-Jürgen Fuchs hat das Album größtenteils komponiert, singt und spielt auch die meisten Instrumente selbst. Eine Reihe von Gästen unterstützen ihn vor allem beim Gesang und steuern einige Soli bei, darunter auch seine Frau Ines standesgemäß mit einem Synthie-Solo. Die Geschichte hinter „Leaving Home“ ist auch eine sehr persönliche. Fuchs erzählt vom Leben und Schicksal einer deutschen Familie in den Jahren 1920 bis 1945. Unbeschwerte frühe Jahre werden von der Machtergreifung Adolf Hitlers und den traumatischen Erfahrungen des Kriegs und der Vertreibung aus der Heimat Schlesien abgelöst. Es ist die Geschichte seiner eigenen Familie väterlicherseits, die Fuchs aus Erzählungen seiner Großmutter rekonstruiert hat und sicherlich an der einen oder anderen Stelle dramaturgisch ein bisschen angepasst hat.
Entsprechend der schwierigen und ernsten Thematik des Albums ist die Musik oftmals getragen und wenn nicht immer düster, so doch oft nachdenklich-melancholisch. Elegische Gitarrenarbeit, sanft pulsierende Synthieflächen, gefühlvolle Soli und sanfte Rhythmen bestimmen das Klangbild. Das hier kein wirklicher Schlagzeuger agiert fällt nicht weiter auf, denn Fuchs kaschiert das zum einen mit gelungener Programmierung, zum anderen funktionieren viele Tracks einfach auch dedizierte Rhythmusarbeit. Fuchs hat offensichtlich ein klares musikalisches Vorbild, denn das Album klingt stellenweise wie ein verschollenes Werk der seligen Pink Floyd in deren Phase von „Dark Side...“ bis „The Wall“, insbesondere „The Wall“, aber auch die späteren Gilmour-Floyd-Werke schimmern durch. Wer beim Riff von „Summer we come“ nicht an „Run Like Hell“ denkt, wer beim hübschen Gitarrensolo im abschließenden Titeltrack nicht „High Hopes“ assoziiert, ist vielleicht nicht ganz ehrlich. Aber Hans-Jürgen Fuchs ist kein Plagiator, er benutzt nur die Stimmungen und Atmosphären der Vorbilder für den Transport seiner eigenen Ideen. Gerade wenn Gast Henrik Mumm mit dem Cello eingreift, zeigt sich auch eine ganz andere Seite der Musik, die dann eher in kammerproggige Gefilde abtaucht und ganz besonders stimmungsvoll wirkt.
Wie überhaupt Fuchs über das ganze Album hinweg eine stimmige Atmosphäre aufbaut, welche die Inhalte unterstreicht und transportiert. So nimmt einen die Musik gefangen, ohne auf besondere Komplexität setzen zu müssen. Fuchs eher ruhiger, teilweise brüchiger Gesang passt sehr gut in diesen Kontext, so wie auch die anderen Sänger sich gut einfügen. Stellt sich vielleicht höchstens die Frage, warum eigentlich nicht in deutsch gesungen wird. Trotzdem entsteht ein in sich stimmiges Gesamtwerk mit dichter, ungemein packender Atmosphäre. Selbst bei der Länge des Albums entstehen eigentlich keine Durchhänger oder überflüssige Passagen. Und trotz der musikalischen Anlehnung an Pink Floyd entsteht ein Werk, das für sich steht und überzeugen kann. Von der Atmosphäre und den Inhalten ist „Leaving Home“ am ehesten mit Thomas Glönklers „Goldstadt“ vergleichbar, um so einen vagen Hinweis zu geben.
| Anspieltipp(s): |
Ist ein Konzeptwerk, also alles hören! "Summer we come" oder "Symphony in disguise" mögen als Appetithappen dienen können... |
| Vergleichbar mit: |
musikalisch: Pink Floyd, manchmal Sylvan / inhaltlich-atmosphärisch: Thomas Glönklers "Goldstadt" |
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| Veröffentlicht am: |
3.6.2012 |
| Letzte Änderung: |
3.6.2012 |
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