Tre
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
MP Records |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (1 Rezension) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Lady Ligeia
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3:02
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| 2. |
Il re di raipure
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3:17
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| 3. |
Dietro il silenzio
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3:54
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| 4. |
Plaisir d'amour
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3:22
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| 5. |
Gallia
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3:12
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| 6. |
Giovane madre
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4:23
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| 7. |
Morella
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4:51
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| 8. |
Sonde in profondita
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3:08
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| 9. |
Mein armer Italiener
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3:24
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| 10. |
Soldato
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1:52
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| 11. |
Cilla
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2:43
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| 12. |
What'd you say
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2:42
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| 13. |
Giovane madre
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3:28
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| Gesamtlaufzeit | 43:18 |
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Rezensionen

Im Herbst 2011 erschien eher unerwartet ein drittes Album von Pierrot Lunaire. "Tre" war allerdings nicht das Ergebnis einer Wiedervereinigung der Gruppe (Gaio Chiocchio war schon 1995 gestorben), sondern stellt ein recht eigenartiges, letztendlich aber durchaus stimmiges Gemenge an Archivmaterial und rezenten Coverversionen dar. Das Ganze war wohl eine Idee der Macher von MP Records, die vermutlich auf Archivmaterial der Band gestoßen waren und in dem Bemühen dasselbe zu veröffentlichen das nun mit "Tre" verwirklichte Konzept entwickelten.
Dreierlei gibt es auf "Tre" zu hören. Da sind einmal drei kurze Stücke, die 1977 von Stalteri und Chiocchio aufgenommen worden waren und Skizzen für ein nie verwirklichtes drittes Album darstellen (die Tracks 10-12). Dann gibt es zwei 1975 entstandene Demoversionen von Nummern, die später auf "Gudrun" auftauchen sollten. Den Grossteil des Albums machen dann aber vermutlich eigens für "Tre" eingespielte Coverversionen von Stücken der beiden Pierrot-Lunaire-Alben aus, vorgetragen von rezent aktiven italienischen Bands und Projekten.
Die eher dem Retroprog zuzuordnenden Il Segno del Comando (im Grunde Diego Banchero an Tasten und Bass) und Gran Turismo Veloce widmen sich zwei Stücken vom folkig-symphonisch-progressiven Debüt, während die Musiker von sciarada, Liir Bu Fer, Central Unit (einer schon in den frühen 80ern tätigen, deutlich von Tuxedomoon beeinflussten Band) und InSonar (ein Projekt des Nichelodeon-Sängers Claudio Milano) sich den etwas experimentelleren Stücken des Zweitlings angenommen haben. Dazu kommt eine Solopianoversion der Gudrun-Nummer "Morella" von Arturo Stalteri. "Giovane Madre", sicher eines der besten Stücke von Pierrot Lunaire, wird sogar zweimal interpretiert. Diese Coverversionen sind durchweg sehr gelungen, bewahren den Kern der Originale, fügen aber durchaus neue, modernere und bandeigene Elemente hinzu.
Die fünf Nummern aus den 70ern sind alle "home recordings" und haben daher einen etwas rohen, aber durchweg sehr guten Klang. Die drei Skizzen aus dem Jahre 1977 sind ebensolche, kommen sehr sparsam instrumentiert aus den Boxen und deuten nur so eben an, was man von einem dritten Pierrot-Lunaire-Album hätte erwarten können. Riesige Unterschiede zu "Gudrun" hätte es wohl nicht gegeben. Eine ziemlich krachige, fast punkige Version von "Giovane Madre" (die vorher zu hörende von Central Unit ist dagegen sehr elegant und etwas unterkühlt ausgefallen) bringt dann dieses durchaus unterhaltsame Album zu Ende.
"Tre" ist im Grunde eine Art von Tribute-Album, das noch um eine Viertelstunde Archivmaterial ergänzt wurde. Das klangliche Ergebnis hat aber durchaus einen sehr geschlossenen Charakter und bietet klassisch-progressive, jazzrockig-canterbureske und ab und zu auch etwas schräg-experimentelle, alles in allem sehr eigene Musik. Freunde von Sperrig-Retroprogressivem bzw. Canterburesk-Avantgardistischem und natürlich Pierrot-Lunaire-Fans können hier durchaus zugreifen!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
7.7.2012 |
| Letzte Änderung: |
13.7.2012 |
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