Strange Geographie
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
DiN |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Stefan Bojczuk |
Synthesizers, Arrangements |
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| Matt Shaw |
Samplers, Processing |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Strange Geographie
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15:51
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| 2. |
Lixivium
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17:28
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| 3. |
Amaranthine
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28:03
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| Gesamtlaufzeit | 61:22 |
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Rezensionen

Protogonos (der Erstgeborene) ist in der griechischen Mythologie der Orphiker einer der Namen des Urgottes Phanes, des aus dem Welt-Ei entschlüpften Lichtträgers und Schöpfergottes. Diesen Namen wählten die beiden Briten Stefan Bojczuk und Matt Shaw für ihr irgendwann Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts entstandenes Duoprojekt. Gegen Ende des Jahrzehnts bastelten die beiden ein Elektronikalbum zusammen, welches 1999 als dritte CD auf Ian Boddys DiN Label veröffentlicht wurde.
Elektronisches in der Tradition der Berliner Schule gibt es auf "Strange Geographie" zu hören. Wie meist bei den Neo- bzw. Retro-Berliner Produktionen von den Britischen Inseln (siehe z.B. radio massacre international, Redshift oder ARC) kommt die Musik um einiges abwechslungsreicher und klangvoller aus den Boxen als bei den Vorbildern (Klaus Schulze und frühe Tangerine Dream). In diesem speziellen Falle wird die Musik zudem noch um einige freiformatigere Klangschöpfungen und Ausflüge in eher düstere Ambientbereiche ergänzt. Berlin-typische repetitiv-rhythmische Sequenzermuster gibt es dagegen nicht zu hören.
Protogonos widmen sich dagegen großangelegten elektronischen Klanglandschaften, erzeugt mit Synthesizern und allerlei prozessierten und gesampelten, meist bis zur Unkenntlichkeit veränderten und verfremdeten, dann übereinander geschichteten und aneinander gereihten Sounds. Das Ergebnis sind voluminöse Gebilde aus unzähligen akustischen Farben und Formern, aus auf- und abwabernden Tonmustern, sich ständig verändernden, organisch pulsierenden Soundgeweben, die versehen mit Ecken und Kanten, dicht vernetzt und spacig-kosmisch aus den Boxen gleiten. Gewisse Erinnerungen an die frühen Monolithe der Krautelektronik werden geweckt ("Zeit" oder "Cyborg"), doch klingt "Strange Geographie" über weite Strecken sehr eigen, webt moderne, erhaben-ambientartige Muster ein und klingt alles in allem etwas lebendiger, wärmer und farbiger als die Vorbilder und impft so einem oft als ausgelaugt empfundenen Genre durchaus neues Leben ein.
Freunde der Berliner Schule und Liebhaber reiner, kristalliner, in großen Abläufen denkender Elektronik sollten sich nach dieser Scheibe umschauen! Leider umfasst die Auflage von DiN meist nur 1000 Exemplare, so dass "Strange Geographie" inzwischen nur noch schwer aufzutreiben ist. Aber gerade deshalb soll diese Rezension die Aufmerksamkeit potentieller Interessenten wecken. Wer zur eben umrissenen Zielgruppe gehört und irgendwo auf diese Scheibe stößt, sollte sie jedenfalls nicht wieder aus der Hand geben!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
8.7.2012 |
| Letzte Änderung: |
10.7.2012 |
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