Ovo
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Real World |
| Durchschnittswertung: |
11.33/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Peter Gabriel |
Vocals, keyboards, |
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Gastmusiker
| Kudsi Erguner |
Ney Flute |
| Adzido Drummers |
Drums |
| Shankar |
Violin, Vocals |
| Paul Buchanan |
Vocals |
| Markus Dravs |
Percussion |
| Nigel Eaton |
Hurdygurdy |
| Elizabeth Fraser |
Vocals |
| Steve Gadd |
Drums |
| Stuart Gordon |
Fiddle, Viola |
| Hossam Ramzy |
Cymbals, Tabla, Crotale |
| Manu Katche |
Drums |
| Tony Levin |
Bass |
| James McNally |
Piano, Accordion, Whistle (Instrument), Bodhran |
| Jocelyn Pook |
String Arrangements |
| David Rhodes |
Guitar |
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| Assane Thaim |
Talking Drum |
| Simon Emmerson |
Cymbals, Bells, Drum Programming |
| Jim Barr |
Bass (Upright), Guitar (12 String Acoustic) |
| Electra Strings |
Strings |
| Sussan Deyhim |
Screams |
| Will Gregory |
Brass Arrangement |
| Richard Chappell |
Drum Programming, Mixing, Treatments, Tom Programming |
| Ged Lynch |
Shaker |
| Jim Couza |
Dulcimer (Hammer) |
| Johnny Kalsi |
Drums |
| Jacquie Turner |
Percussion |
| Richie Havens, |
Vocals |
| Neneh Cherry |
Vocals |
| Iarla Lionáird |
Vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Low Light
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6:39
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| 2. |
The time of the turning
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5:08
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| 3. |
The Man Who Loved the Earth/The Hand That...
|
4:12
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| 4. |
The Time of the Turning (reprise)/ The weavers reel
|
5:39
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| 5. |
Father, Son
|
4:55
|
| 6. |
The Tower That Ate People
|
4:45
|
| 7. |
Revenge
|
1:28
|
| 8. |
White ashes
|
2:40
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| 9. |
Downside-Up
|
6:02
|
| 10. |
The Nest That Sailed the Sky
|
4:53
|
| 11. |
The Tree That Went Up
|
2:17
|
| 12. |
Make Tomorrow
|
10:18
|
| Gesamtlaufzeit | 58:56 |
|
| Disc 2 |
| 1. |
The Story of Ovo
|
5:21
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| 2. |
Low Light
|
6:37
|
| 3. |
The Time of the Turning
|
5:06
|
| 4. |
The Man Who Loved the Earth/The Hand That...
|
4:15
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| 5. |
The Time of the Turning (reprise) / The weavers reel
|
5:37
|
| 6. |
Father, Son
|
4:55
|
| 7. |
The Tower That Ate People
|
4:49
|
| 8. |
Revenge
|
1:31
|
| 9. |
White Ashes
|
2:34
|
| 10. |
Downside-Up
|
6:04
|
| 11. |
The Nest That Sailed the Sky
|
5:05
|
| 12. |
Make Tomorrow
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10:01
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| Gesamtlaufzeit | 61:55 |
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Rezensionen

Etwas verwundert war ich schon, als ich das neue Gabriel Album sah. OVO stand drauf, nicht UP, denn so war der Titel des Albums schon vor Monaten angekündigt. Nun ist es klar. OVO ist ein Gabriel-Projekt und beinhaltet die Musik zu einer Show der Superlative, die zur Jahrtausendwende in London aufgeführt wurde.
OVO ist ungewöhnlich, modern und doch auch wieder typisch Gabriel. Hier bekommt der Hörer Ethno-Rock vom Feinsten, zelebriert von dutzenden Musikern aus aller Welt. Gabriel selbst zeigt sich auf diesem Werk nicht vordergründig für den Gesang zuständig. Bis auf zwei Stücke übernimmt er gelegentlich noch mal die Background-Vocals, ansonsten ist er für Keybords, Strings und allerlei weiteren Instrumenten zuständig.
Dass er nicht überall singt mag den einen oder anderen sicherlich enttäuschen. Andererseits bringt die Vielfalt der Sängerinnen und Sänger (u.a. Richie Havens, Elizabeth Frazer, Paul Buchanan) auch eine gehörige Frische in die Produktion. Das Album strotzt von einer Vielzahl moderner Elemente, trotzdem gleitet man nie in die Belanglosigkeit ab. Tiefgang pur erwartet den Hörer und vor allem erfordert OVO ein intensives Auseinandersetzen mit Musik und Story.
So hört man sich die Stücke am besten über Kopfhörer und möglichst laut an. Erst dort entfalten sich die Feinheiten so manchen Songs. Bei Stücken wie "The Man Who Loved The Earth/The Man That Sold Shadows" sollte man sich z.B. Zeit nehmen um die vielen unterschiedlichen Instrumente zu ergründen. Mit "Revenge" hat man eine starke rhythmische Einlage dabei. Irisch folkloristisch ist "The Time Of The Turning (Reprise)/The Weavers Reel" und auch industrielle Einlagen bekommt man zu hören (The Tower That Ate People, White Ashes). Das ganze versprüht charakteristischen Charme eines Peter Gabriel, wenn er auch nicht überall singt. Da wo er singt gilt das umso mehr. Besonders die Piano Ballade "Father, Son" zeigt die Großartigkeit seiner Stimme.
OVO ist ein mehr als empfehlenswertes Album und sollte eigentlich in keiner Sammlung anspruchsvoller Musik fehlen. Von der Story und Umsetzung her bekommt der Hörer ein rundes Bild serviert, allerdings finde ich einige wenige Passagen etwas zu getragen. Aber das ist sicherlich Ansichtssache. Übrigens enthält die limitierte Auflage eine Bonus CD auf der Auschnitte aus der Show zu betrachten sind und zudem gibt es einen Comic, der die Geschichte umschreibt.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
9.1.2002 |
| Letzte Änderung: |
9.1.2004 |
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Endlich mal wieder ein neues Lebenszeichen von Peter Gabriel - auch wenn es nicht seine reguläre neue Platte ist, sondern "nur" die Musik zu einer Show im Millenium Dome zu London. Das Ganze ist eine fiktive Familiengeschichte über drei Generationen, die die wohl so was wie die Evolution der Menschen von der Natur zur Technik bis zur abschliessenden Synthese beider Welten darstellen soll. Der Comic der Special Edition zeigt das ganz in ganz niedlichen Bildern.
Wie üblich begleiten ihn hier seine langjährigen Mitstreiter wie David Rhodes, Tony Levin oder Manu Kache, aber auch Stuart Gordon, Richie Havens, Elizabeth Frazer, Neneh Cherry, Shankar und viele afrikanischen Drummer machen mit. Und was sie zusammen produzieren, ist einsame Spitze. Ich finde diese Cd weit besser als US oder SO, es ist eben nicht der von einigen befürchtete Soundtrack a la BIRDY oder PASSION (die ich beide aber auch ziemlich gut finde), sondern die CD enthält tolle Songs, neben Gabriels Soundmalereien, und zusammen gibt das eine Mixtur, wie sie progressiver nicht sein kann. Gerade die vielen afrikanischen Drums machen sich hervorragend, geben seinen Soundmalereien eine unheimliche Dichte und Power. Und wenn wie bei "The time of the turning (reprise)" dann dazu irische Jigs gespielt werden, ist das einfach klasse. Auch die Hereinnahme von GastvokalistInnen wie Richie Havens oder Elizabeth Fraser neben Gabriel gibt den Songs ganz andere Qualitäten.
Man kann als Fazit sagen, das sich Real World für Gabriel als Goldgrube in musikalischer Hinsicht entwickelt hat. Viele der hier mitwirkenden Musiker veröffentlichen auf diesem Label, und deren Einflüsse beflügeln Gabriel geradezu zu neuen Welten. Kaufen !!! Die Special Edition enthält nebenbei noch einen Bonustrack und eine MultimediaCD für den PC mit einem Ausschnitt aus der Show.
| Anspieltipp(s): |
Einlegen und bis zum Ende durchhören (Andreas), |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
20.4.2002 |
| Letzte Änderung: |
22.4.2002 |
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Es ist schon schockierend, wenn eine Peter Gabriel-CD am Anfang nicht nur groovt, sondern auch rap-t... Nichtsdestoweniger soll das wohl durchaus programmatisch gedacht sein: Die üblichen Verdächtigen, Fairlight Synthies, Wummer-Levin-Bass, geschmackvolle E-Drums, mischen sich mit anderen nicht ganz so total üblichen Verdächtigen aus Afrika und so weiter, aber auch mit ziemlich unüblichen Nicht-Verdächtigen aus Irland, Schottland, orientalischen Gebieten oder mittelalterlichen europäischen Instrumenten, um nur ein paar Beispiele zu geben.
Das Interessante ist: Es funktioniert! Wie schon oben erwähnt, addieren sich vor die Stimmen der diversen Vokalisten sehr, sehr gut, aber besonders die hauchzart und kaminfeuerwarm produzierte Instrumentierung jagt mir immer wieder Gänsehäute über den Rücken. Laut Gabriels Vorwort wollte er dadurch all die verschiedenen kulturellen Facetten ausdrücken, die das England der Gegenwart ausmachen, und aus soziolinguistsicher und kultursemiotischer Sicht muß man sagen: In bisher unübertroffener Weise gelungen! Wie dialogisch sicher sich diese verschiedenartigsten Stimmen in die eine Musik zusammenfinden, kann schon als diskursisches Ideal einer un-rassistischen, nicht dem berühmten Melting Pot-Bild einer Kultur, in dem die Diversität sich in nur eine Mischung auflöst, sondern eher einem Nebeneinander des Ungleichen angelehnten Gemeinschaft verstanden werden - programmatisch gesehen ist "Ovo" also ein voller Erfolg!
Ein Wort noch zu den Sängern: Besonders die irische Dame, deren Namen zu buchstabieren ich mir und euch erspare, und Elizabeth Frazer geben so viel Wärme ab, daß man anfangen muß zu schwelgen. Zum Verlieben, Vorsicht!
Die Musik selbst ist in genau dem Sinne progressiv, wie es der oben ausgeführte Gedanke ist: Nicht in krummen Takten, nicht in harmonischer Komplexität, sondern schlicht (?) im Klang (also im Wie?) und in den ausgedrückten Emotionen und Gedanken liegt der Reiz der Platte. Und laßt uns das nicht vergessen: Schließlich und endlich geht es doch nur um genau das.
| Anspieltipp(s): |
Make Tomorrow; Father, Son; The time of turning (reprise) |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
9.6.2002 |
| Letzte Änderung: |
9.6.2002 |
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