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STATISTIK
24097 Rezensionen zu 16467 Alben von 6403 Bands.
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Judge Smith

Zoot Suit

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2013
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Beat; Latin
Label: Masters Of Art
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Judge Smith Gesang

Gastmusiker

David Minnick Schlagzeug, Percussion, Bass, Gitarre, Keyboards, Gesang
Johnny Evans Saxofon
Kenny Robinson Trompete
Mark Tarabusi Saxofon, Klarinette, Englischhorn, Fagott, Flöte
Judith Teasdle Violine, Viola
Robert Pettygrew Klavier ("The Selfish Shellfish")
Kelly Minnick Gesang ("Darling It's Up To You")
Dorie Jackson Gesang ("Extract From The Book Of Hours")
Lene Lovich Gesang ("Weird Beard")

Tracklist

Disc 1
1. Weird Beard 2:39
2. I'm Through 3:32
3. Cardboard Suitcase 3:34
4. F*ck Me Shoes 3:54
5. Cannonball 3:42
6. Zoot Suit 2:51
7. Been Alone So Long 4:47
8. Darling It's Up To You 3:00
9. Stamping Ground 2:52
10. Extract From The Book Of Hours

1. 1
2. 2

6:49
11. Ghost In The Machine 3:34
12. Rover 90 3:57
13. The Selfish Shellfish 3:30
Gesamtlaufzeit48:41


Rezensionen


Von: Gunnar Claußen @


Wie Judge Smith selber berichtet, ist das 2013 erschienene "Zoot Suit" hauptsächlich ein Vehikel für die Zusammenarbeit mit David Minnick. Jener David Minnick, der hier als Produzent und Arrangeuer mitwirkte, stand mal hinter einer Ska-Band namens Gangster Fun, bevor eine Phase mit vermehrt experimentellen Projekten begann. Schlussendlich trat Minnick noch unter anderem als Arrangeur für Iggy Pop und als Mitwirkender an Smiths "Orfeas"-Album in Erscheinung, und "Zoot Suit" räumt dem Amerikaner bei der Verarbeitung von Smiths Liedern nochmals mehr Freiheiten ein. Das Ergebnis ist ein - getreu dem Lettering auf dem Albencover - ziemlich buntes und unterhaltsames Werk.

Ach, lassen wir doch einfach mal Smith selber zu Worte kommen: "David’s arrangements and production have a distinct and personal sound; it is a little bit Latin, a little bit Hard Rock, a little bit Jamaican, a little bit Lounge, a little bit Two-Tone, a little bit ‘60’s, and a whole lot completely AMAZING!" Ich denke, dass sich wie jeder einzelne dieser Punkte an den einzelnen Stücken von "Zoot Suit" exemplarisch belegen lässt. So finden sich in "I'm Through" (samt "No Woman, No Cry"-artiger Orgel), "Cannonball" und "Stamping Ground" deutliche Anklänge an Reggae und Ska, wohingegen "Weird Beard", "Darling It's Up To You" und "F*ck Me Shoes" 60er-Jahre-Pop samt beschwingtem Bigband-Arrangement anklingen lassen. Eher rockig gehalten sind schließlich Songs wie "Ghost In The Machine" und "Cardboard Suitcase" mit seinem Charlie-Watts-Beat, und ein paar Jazz-Elemente gibt's auch, beispielsweise das Swing-Schlagzeug sowie das Saxofonsolo im Titelsong oder der Crooner-Gesang in "I'm Through".

Das wäre so die klangliche Beschaffenheit der Songs auf "Zoot Suit" und zwar schon so ganz amüsant, diese Eigenschaft wird aber noch durch zwei weitere Punkte entscheidend verschärft. Der erste Punkt wäre der, dass die Arrangements bisweilen auch recht durchtrieben sind. So gibt es beispielsweise in "Weird Beard" und dem Titelsong bereits Wechselgesang (u.a. mit Lene Lovich), in "Cardboard Suitcase" tritt zwar eine kratzige E-Gitarre auf, aber das eigentliche Riffing besorgen die Streicher, und der beschriebene Ska-Rhythmus in "Stamping Ground" könnte genausogut aus diversen Interpretationen des Country-Klassikers "Ghost Riders In The Sky" stammen. Auch für Späße sind Minnick, Smith und Musikanten zu haben: So ertönt in "Darling It's Up To You" ein E-Gitarrensolo zu einem Tango-Rhythmus, am Ende von "Stamping Ground" gibt es einen Schuhplattel- oder Stepptanz-Part, "Rover 90" schiebt wohl textlich motivierte ("And Honda say...") Parts mit asiatischen Harmonien ein, und die Pianoballade "The Selfish Shellfish" ist schließlich - freilich nach ihrem "Locomotive Breath"-Intro - von burlesken Orchestereffekten nur so durchsetzt.

Der zweite Punkt: Natürlich machen auch die Kompositionen von Smith einiges her und erzeugen gemeinsam mit dem von Bläsern und Streichern geprägten Arrangement einen gehörigen Schwung. So gibt es in "Weird Bear" eine eher nach einem folkloristischen patter song klingende Bridge, die Melodien in "F*ck Me Shoes" laufen quasi erzählend auf und ab, und "Cannonball" ist - wie erwähnt bei einem Reggae-Rhythmus - von Breaks und komplexen Rhythmen nur so durchsetzt. Auch weitere Songs gehen mit Rhythmik und Melodien sehr spannend um: So werden in "Zoot Suit" die Takte je nach Erfordernis der gesungenen Textzeilen nach Belieben verlängert, und im ersten "Excerpt From The Book Of Hours" beißt sich das 4/4-Riffing mit der 12/8-Strophe. Ansonsten bemerkenswert wäre noch das schräg-disharmonische Intro von "Darling It's Up To You", das glatt an VdGG erinnert. Ein ähnliches Element findet sich schließlich noch in der sehr an Peter Hammill erinnernden Phrasierung am Ende von "Excerpt From The Book Of Hours 1".

Das I-Tüpfelchen wären schließlich noch Judge Smiths herrlich ironische und entsprechend überdreht gesungene Texte, die jedem der hier verhandelten Themen eine entsprechende Schärfe gehen - ganz gleich, ob es nun um illegale, aber nicht illegitime Einwanderung ("Cardboard Suitcase"), Rocker-Buchhalter ("Cannonball"), Beziehungskisten ("F*ck Me Shoes") oder britische Oldtimer ("Rover 90" - das kann bestens mit hinlänglich bekannten Autofahr-Songs des Genres, i.e. Queen - "I'm In Love With My Car" oder Jethro Tull - "Automotive Engineering" mithalten) geht. In diesem Zusammenhang wären sicher auch noch die putzigen Zeichnungen im Booklet erwähnenswert, die jedes Lied illustrieren.

Leider ist allerdings auf diesem Album nicht alles eitel Sonnenschein. So ist "I'm Through" nicht ganz so abwechslungsreich wie die Songs drumherum, "Been Alone So Long" ist eine eher getragene, wenig spektakuläre Ballade, und "Excerpt From The Book Of Hours 2" zieht sich trotz seines spöttischen Textes ziemlich in die Länge. Das sind ein paar kleinere Dämpfer für dieses Album, ansonsten ist "Zoot Suit" aber eine durchweg gelungene Sache, bei der kunstvolle Arrangements und durchdachtes Songwriting aufeinandertreffen. Ohrwürmer sind Stücke wie "Rover 90", "Cannonball" und "Zoot Suit" ja ohnehin.

Anspieltipp(s): Rover 90, Zoot Suit, Darling It's Up To You
Vergleichbar mit: Peter Hammill, Jethro Tull seit 1980
Veröffentlicht am: 7.9.2016
Letzte Änderung: 16.11.2017
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Judge Smith

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2000 Curly's Airships 12.33 3
2005 The Full English 10.00 1
2006 Live in Italy 2005 8.00 1
2009 The Climber 11.00 1
2011 Orfeas 11.50 2
2016 Requiem Mass 9.00 1

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