Anoraknophobia
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
EMI |
| Durchschnittswertung: |
11.25/15 (4 Rezensionen) |
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Besetzung
| Steve Hogarth |
Gesang |
| Steve Rothery |
Gitarre |
| Mark Kelly |
Tasteninstrumente |
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| Pete Trewavas |
Bass |
| Ian Mosley |
Schlagzeug |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Between You And Me
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6:27
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| 2. |
Quartz
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9:06
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| 3. |
Map Of The World
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5:02
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| 4. |
When I Meet God
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9:17
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| 5. |
The Fruit Of The Wild Rose
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6:57
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| 6. |
Separated Out
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6:13
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| 7. |
This Is The 21st Century
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11:07
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| 8. |
If My Heart Were A Ball It Would Roll Uphill
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9:28
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| Gesamtlaufzeit | 63:37 |
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Rezensionen

Selten wurde ein Album vor seinem Erscheinen so kontrovers diskutiert wie das neue Marillion-Werk. Nun, das liegt zum einen an der Liebe vieler Prog-Fans zu diesem Szene-Urgestein und zum andern an der Geschäftspolitik, sich das Album von seinen Fans vorfinanzieren zu lassen (da habe ich aufgrund der zwei Vorgängeralben allerdings nicht mitgemacht!).
Auffällig ist das betont modern gestaltete Booklet im South Park-Stil (soll damit eine neue Käuferschicht angesprochen werden?). Im Innenteil erfährt der aufmerksame Leser, dass Marillion nicht mehr auf Neo-Prog stehen und somit ihren erneuten Ausflug in neue Soundlandschaften rechtfertigen. Dies kann meiner Meinung nach aber nicht für Basser Trewavas gelten, der mit Transatlantic ziemlich heftig dem Prog a la Yes und Genesis frönt und dadurch ziemlich "Neo" ist.
Freunden wir uns also damit an, dass Marillion mit ihrer eigenen Vergangenheit bzw. Historie nur noch den Namenszug gemeinsam haben und konsequent den auf Radiation eingeschlagenen Weg beibehalten bzw. weiterentwickeln.
Die Musik klingt modern, knackig und teilweise sehr rockig und wird mit allerhand Soundeffekten hier und da aufgepeppt. Los geht es mit dem von Rausch-Schrammelgitarren unterlegten 'Between You And Me' (eine recht gelungene Einstiegsnummer). Sofort fällt wieder die Hogarth'sche Gesangsstimme auf. Er ist und bleibt einer der ganz großen Sänger im Prog-Rock-Pop-Zirkus!
Das folgende 'Quartz' ist der erste Höhepunkt des Albums. Ein ultracool relaxt groovender Song mit feiner Bassarbeit und untypischen Rothery-Gitarren. Mit 'Map Of The World' befindet sich ein radiotauglicher einfach gestrickter Pop-Song auf anoraknophobia. Das geniale Gitarrensolo und die göttliche Gesangsleistung heben diesen Song jedoch über übliches Radioniveau.
'When I Meet God' beginnt mit einschmeichelnden Keys und entfaltet sich über neun Minuten zu einer berauschenden Klangreise. Klasse! Diese Band ist jetzt fast 20 Jahre im Geschäft, definiert sich immer wieder neu und bringt solche Übersongs hervor. Zur Auflockerung gibt es mit 'The Fruit Of The Wild Rose' einen Track mit an die 70er Jahre erinnernden Orgeleffekten. Auch dieser Song steigert sich im Laufe der Zeit zu absoluter Klangfülle (unbedingt über Kopfhörer geniessen). Gegen Ende gibt es noch Country-Gitarre, groovenden Rhythmus und wieder diese 70er Keys. Das verstehe ich unter easy listening!
Nach dem rockigen Powersong 'Separated Out' gibt es mit dem Longtrack 'This Is The 21st Century' meinen absoluten Lieblingssong von anoraknophobia. Auf einem dezenten house-like Hintergrundrhythmus entfaltet sich der erneut göttliche Gesang zu voller Blüte. Mit solchen Songs machen sich die "neuen" Marillion unsterblich.
Akzeptieren wir das Album als das was es ist: ein großartiges Klangerlebnis für das dritte Jahrtausend ohne auf endlos gehörten typischen Prog-Wegen zu wandeln. Mittlerweile sehe ich Radiation und marillion.com auch in einem ganz anderen Licht. Marillion machen halt genau das was sie machen wollen. Für alle die damit nicht zurecht kommen gibt es ja genug Ausweichmöglichkeiten (Arena, Pendragon, etc.)
Leider kann das abschließende 'If My Heart Were A Ball...' das hohe Niveau des Albums nicht ganz halten und nervt bisweilen ein wenig (insbesondere wenn sich Hogarth in Schreiorgien verstrickt).
anoraknophobia ist ein ausgereiftes und mutiges Werk. Willkommen in der Zukunft anspruchsvoller Rockmusik!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
2.8.2002 |
| Letzte Änderung: |
29.8.2002 |
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Mit Anoraknophobia haben sich Marillion - nach noch nicht so ausgereiften Ansätzen auf den Vorgängeralben - quasi neu erfunden. Die Band klingt hier modern und unverbraucht, wie einem Jungbrunnen entstiegen. Diese Neuorientierung, bei der trotzdem die eigene Vergangenheit immer wieder durchscheint, hat allerdings vielen alten Fans schlimmes Bauchweh verursacht. Andererseits konnten aber auch viele Hörer, die vom bis dahin etwas erschlafften Sound der Band ermüdet waren, positiv überrascht werden. An die Stelle von ermüdender Atmosphäre werden hier ins Ohr gehende Songideen gesetzt. Und progressiv bleibt es trotzdem.
Das innovativste Album der Band und eine Bereicherung für den Prog insgesamt. Mit Anoraknophobia konnten Marillion mich von ihrer musikalischen Substanz überzeugen.
| Anspieltipp(s): |
Quartz, When I meet God |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.11.2003 |
| Letzte Änderung: |
12.10.2012 |
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Marillion schafften ein Novum. Dieses Album haben ihre Fans möglich gemacht. Ohne deren Kredit wäre die Band sicherlich nicht in der Lage gewesen, dieses Album zu machen. Und als Extra bekam die Band dadurch auch noch einen weltweiten Vertriebsdeal mit der EMI. Na wenn das nichts ist. Dabei waren die beiden letzten Outputs "Radiation" und "Marillion.com" nicht gerade Highlights.
Ich nehme es mal vorweg. Marillion schaffen es endlich wieder zu begeistern. Endlich ist da wieder Drive drin. Die Band tritt souverän auf. Es scheint, als wenn man ihnen viel Last von den Schultern genommen hat. Da taucht plötzlich wieder die Spielfreude auf, die ich zuletzt bei "This Strange Engine" gehört habe. Und genau da setzt auch ANORAKNOPHOBIA an. Weg von alten Vorstellungen haben die fünf Briten ein sehr modernes Album aufgenommen, das auf lange Strecken überzeugen kann. Da werden Elemente wie Samples, Loops und elektronische Spielereien eingesetzt. Zudem hat das Album einen sehr guten Sound abbekommen, der druckvoll und klar jeden einzelnen Track ausgezeichnet in Szene setzt. Über allem schwebt die zerbrechlich wirkende Stimme von Hogarth, der endlich mal wieder beweist, dass er ein Mann für anspruchsvolle Melodik und Dramatik ist.
So können viele Titel starke Akzente setzen. Beispielsweise kann bereits der Opener "Between You And Me" wunderschöne Momente bringen. Da dominieren Akustikgitarre und ausgezeichneter Gesang. Das nachfolgende "Quartz" benötigt einige Anläufe, bis es endlich zieht. Es entwickelt sich jedoch nach und nach zu einem tollen Stück mit vielen modernen Elementen. Mit "The Fruit Of The Wild Rose" schaffen Marillion nach meiner Ansicht endlich den Spagath und können wohl alte und neue Fans gleichermaßen überzeugen. Bei "Separated Out" kommt die Band ungeheuer rockig daher. Das klingt gut. "This Is The 21st Century" ist auch wieder mit Loops und viel Elektronik gefüllt, schafft es aber besonders im abschließenden Instrumentalpart und durch die tollen Melodien zu einem klasse Song.
Marillion sind wieder auf der Bildfläche. Nach meiner Ansicht haben sie den Sprung zu einer modernen Band endlich geschafft, ohne dabei ihre Wurzeln zu verschweigen.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
29.11.2003 |
| Letzte Änderung: |
24.1.2004 |
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Mögliche nicht so begeisterte Meinungen zu diesem Album in Ehren ? aber: was hätten Marillion tun sollen? Rückkehr zur EMI, ungefähr 20jähriges Bandjubiläum, Vorfinanzierung der CD durch Fans ? da blieb nur eine Lösung für das neue Werk: prall angefüllt musste es werden, und das ist es auch geworden!
Ich bin nach wie vor von der Anorakphobie hellauf begeistert; gerade dieses Album bietet endlich den (wahrscheinlich auch von der Band) ersehnten Ausstieg aus flachbrüstigen Produktionen in der Art ihrer zwei Vorgängeralben, die wie erfolglose Versuche anmuten, einen Weg aus einem Labyrinth zu finden, das sich endlos um Rockklischees, Prog-Vergangenheit und New-Artrock-Avantgarde drehte, bis es einem entweder schwindlig oder langweilig wurde.
Mit ?Anoraknophobia? hatte es die Band nun tatsächlich geschafft, sich aus dieser Endlosschleife hinaus zu katapultieren ? um in einem Kosmos aus Trip-Hop-Elementen, Groove-Anwandlungen und New-Artrock-Klängen zu landen, aber nicht zum endlosen Rotieren: diesmal erwies sich der Boden als tragfähig.
Richtig gut an dem Album finde ich, dass jeder Song sein eigenes kleines Highlight ist; dass die meisten eine interessante Gratwanderung zwischen ?coolen? und harmonischen Passagen hinbekommen; dass trotz aller neuen Elemente die Musik in ihrer Klangfülle dennoch hundertprozentig ?Marillion? ist; dass Hogarth nie zuvor so erfolgreich seiner eigenen Säusel-Neigung Widerstand geleistet hat. Und dass die Mucke schlichtweg so gut ist, dass man sich beim ersten Hören das Grübeln über Stilrichtungen auch komplett ersparen könnte (obwohl Proggies das wohl nie wirklich können könnten...:-)).
Am Rande: es gibt zwei Stellen auf dem Album (noch mehr sind mir jedenfalls bisher nicht aufgefallen), an denen eindeutig bis in ganz frühe Zeiten der Band verwiesen wird: der Single-Hit ?Map of the world? hat ? trotz aller sonstiger Unterschiede ? den Grundrhythmus von ?Kayleigh?, und im letzten Song ?If my heart were a ball...? hört man nach gut fünf Minuten eine Flüsterstimme mit den Worten ?She was only dreaming...? ? genau wie seinerzeit am Ende von ?Chelsea Monday?.
Kurzum: dies ist das perfektest mögliche Marillion-Album zur Einleitung eines neuen Jahrtausends (?...this is the 21st century...?).
| Anspieltipp(s): |
Alles geeignet |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
4.8.2004 |
| Letzte Änderung: |
4.8.2004 |
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