Snow
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Inside/Out |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Neal Morse |
lead vocals, piano, all synth, acoustic guitar |
| Alan Morse |
electric guitars, vocals |
| Dave Meros |
bass, vocals, French horn |
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| Ryo Okumoto |
hammond and mellotron |
| Nick D'Virgilio |
drums, percussion, vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Made Alive/Overture
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5.32
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| 2. |
Stranger In A Strange Land
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4.29
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| 3. |
Long Time Suffering
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6.03
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| 4. |
Welcome To NYC
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3.32
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| 5. |
Love Beyond Words
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3.24
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| 6. |
I´m Sick
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4.05
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| 7. |
Devil´s Got My Throat
|
7.17
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| 8. |
Open Wide The Flood Gates
|
6.14
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| 9. |
Open The Gates Part 2
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3.02
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| 10. |
Solitary Soul
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7.33
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| 11. |
Wind At My Back
|
5.12
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| Gesamtlaufzeit | 56:23 |
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| Disc 2 |
| 1. |
2nd Overture
|
3.47
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| 2. |
4th Of July
|
3.11
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| 3. |
I´m The Guy
|
4.48
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| 4. |
Reflection
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2.49
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| 5. |
Carie
|
3.06
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| 6. |
Looking For Answers
|
5.17
|
| 7. |
Freak Boy
|
2.12
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| 8. |
All Is Vanity
|
4.35
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| 9. |
I´m Dying
|
5.09
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| 10. |
Freak Boy Part 2
|
3.01
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| 11. |
Devil´s Got My Throat Revisited
|
1.55
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| 12. |
Snow´s Night Out
|
2.04
|
| 13. |
Ladies And Gentleman Mr. Ryo Okumoto
|
2.40
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| 14. |
I Will Go
|
5.09
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| 15. |
Made Alive/Wind At My Back
|
8.27
|
| Gesamtlaufzeit | 58:10 |
|
| Disc 3 |
| 1. |
Southside of the Sky
|
9.11
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| 2. |
Good Don't Last/Open Wide the Flood gates
|
11.26
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| 3. |
Working on Devil/Fiddly/Disco
|
4.41
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| 4. |
Looking For Answers
|
4.59
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| 5. |
Stranger Demo
|
2.34
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| 6. |
4 O'Clock
|
0.24
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| 7. |
Working on Ryo's Solo
|
7.42
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| 8. |
Lost Bass solo
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2.01
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| 9. |
The Light
|
6.08
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| 10. |
Working on I will Go
|
2.10
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| Gesamtlaufzeit | 51:16 |
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Rezensionen

Zuerst fand ich Snow aus einer bestimmten Erwartungshaltung heraus schlecht, dann hörte ich mich ein paar Tage lang in die Musik ein und legte das Album dann für einige Zeit wieder weg. Mit gebührendem Abstand muss ich mein erstes Urteil nun revidieren. Zwar enthält Snow jede Menge Material, das ziemlich gewöhnlich ist oder schon dutzendfach vorher in anderen SB-Stücken besser gebracht wurde. Aber es gibt auch erstklassige parts und insgesamt ist das Album doch irgendwie neu im Vergleich zu allen vorherigen. Snow ist ein sehr rockiges Album, viele Stücke sind kurz und kraftvoll, die Stimme singt erdig, heiser und manchmal wütend, die Titel sind, obwohl meist sehr einfach gestrickt, interessant und machen viel Spass. Der 4/4-Takt herrscht vor, harte Gitarrenriffs bestimmen oft den Sound, dazwischen beruhigen sanfte, ruhige Passagen. Die Overture ist ein Highlight der Platte. Ein knackiger, trockener 13/12-Takt treibt druckvoll an, dazu knarrende Gitarrenriffs : ein richtiger Boxenkiller. "Long time suffering" ist zappeliger Rock mit "Mitsing-refrain". Das Gitarrenspiel im Mittelteil erinnert ein wenig an Saga. "Welcome to NYC" ist das "Helter Skelter" der Bärte. Aggressiv, hart, rockig, dann ein lässiges Tastenzwischenspiel. Wirklich cool !!! Mit "the devil`s..." geht`s im Stile von "Welcome to NYC" weiter. Gradliniger Rock, fast schwermetallig, dazu mit eindringlicher Stimme gesungen, dazwischen einige Keyboard- und Hammondtupfer. Der Spassfaktor wird immer grösser. Neal Morse haut dem Hörer auf Snow Stücke um die Ohren, die am Kopf vorbei in den Bauch gehen. Je öfter ich das Album höre, desto weniger fehlt mir ein grosses, vertracktes Opus, denn das würde irgendwie gar nicht zum Grundtenor der Platte passen. Zwar gibt es auch viel Müll, wie zum Beispiel die "Gähn"-Balladen "stranger in a strange land" und "love beyond words" oder das langweilige "the 39th street blues", aber dann kommt wieder so ein herrlich stimmungsvolles Stück wie "open wide the flood gates" mit pinkfloydesquen backgroundvocals à la "the great gig in the sky". Die Reprise "open the gates part2" bringt ein paar interessante Variationen des vorhergehenden Themas. Diese beiden Stücke zusammen ergeben zusammen wenigstens einen kleinen longtrack J. "Wind at my back" ist eine Mitklatsch-Hymne.
So wie die erste, fängt auch die zweite CD mit einer druckvollen, krachenden Variation der Overture an, Schlagzeug und Saiteninstrumente prägen das Bild, tolle Farbtupfer setzen ein Chinabeckengewitter und ein schräges Saxophonspiel. "I`m the guy" ist schräg-skuril-bedrohlich, anfänglich spärlich instrumentiert, und löst sich schliesslich in einer Pianolinie auf. "Reflection" und "Carie" hätte man sich schenken können. Wenn man es nicht wüsste, man würde letzteres gar nicht als Beardstück erkennen. "Looking for answers" ist ebenfalls unnötig. Eine simple Nummer ohne Überrraschungen, ohne Esprit und Pepp. "All is vanity" hat dann wieder etwas hymnischen, getragenen Charakter, bringt im Mittelteil ein gutes Keyboardsolo und nimmt das "Overture"-Thema wieder auf, welches in einen wilden Instrumentalpart überleitet, in welchem sich Hammondorgel, Bass und Schlagzeug austoben dürfen. "I`m dying" ist dann wieder im Stile der "Rocker" der ersten CD gehalten. Viel knochentrockener Beat, Dampf und Spass. "Snow`s night out" präsentiert uns witzige Bläserparts und wieder viel Tempo, harte Riffs und Beats, zum Teil vetrackt, langsam kommen wir dem Finale näher. Ryo spielt eines seiner schrill-schrägen Soli. Mit "I will go" wird nochmals Tempo rausgenommen und Spannung aufgebaut, bevor uns der Endtitel aus Snow`s Welt und Leben entlässt.
Die "limited edition Box" beinhaltet noch eine Bonus-CD, auf welcher ähnlich rockig-krachige Stücke enthalten sind wie auf snow, so zum Beispiel "southside of the sky" (absolut genialer Titel), zudem eine tolle liveacoustic version von "good don`t last/open wide the flood gates" (ebenfalls allererste Güteklasse), dazu einige überflüssige Demos bzw. "working on`s" zu Titeln von snow und eine gute liveacoustic version von "the light". Alles zusammen haben wir in der Snow-Box 160 Minuten Musik. Davon könnte man eigentlich fast die Hälfte über Bord werfen, dann den Rest auf eine proppevolle CD gepackt, fertig ist der Kracher 2002.
Alles in allem ist "Snow" ein gutes, unterhaltsames und würdiges Album von Spock`s Beard. Wer sich Titel im Stile der alten Klassiker der ersten beiden Alben erhofft hat, wird enttäuscht sein, denn davon ist diese CD weit entfernt. Es gehört in die Reihe der "neuen" Beard-Alben wie DFN und speziell "V". Doch es ist noch rockiger, die Stücke noch kürzer und runder, der Sound noch härter und umhauender, als auf den Vorgängern. Das ist nicht schlecht so, wenn man sich darauf einlässt und nicht was anderes erwartet. Und dann macht die Scheibe einfach nur Spass. Im Gesamtwerk der Bärte ist sie IMO momentan irgendwo zwischen "V" und "TKOS" einzureihen. Mal sehen was die Zeit daraus macht.
Nachtrag 11.10.02 : Neal Morse verlässt Spock`s Beard. Die Symbolik von "Snow" ist unter diesem Aspekt nicht zu übersehen. Alleine das Cover spricht Bände...
Schade, eine der genialsten Progrockbands der letzen Jahre geht wohl den Weg alles Irdischen.
| Anspieltipp(s): |
Overture |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
29.9.2002 |
| Letzte Änderung: |
12.8.2003 |
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Nachdem mein Vorredner ja bereits ausführlich auf die musikalischen Aspekte von "Snow" eingegangen ist, möchte ich mich jetzt noch mal ihrer Wirkung widmen.
Ich kenne viele Fans, die "Snow" als schlechteste Spock's Beard-Scheibe mit Neal Morse ansehen, sei es, weil sie nicht die Art von Musik vorfinden, wie es sie früher bei SB gegeben hat (The Light, Beware Of Darkness) oder weil sich die religiöse Komponente der Scheibe - also ihre Texte - mit ihrer Einstellung zu Religion und Lyrics, die in der Musik erlaubt seien sollten, sticht. Das akzeptiere ich und kann ich auch verstehen.
Für mich kam "Snow" jedoch genau in einer Zeit heraus, in der ich viele persönliche Sorgen und Probleme hatte und in der ich mich aus eben diesen Problemen heraus für das Thema Religion interessierte. Da kamen mir diese Musik und besonders diese Texte gerade sehr recht, zumal zumindest ich aus ihnen nichts "Predigendes" herauslese. Ich konnte mich in einigen Passagen der Geschichte durchaus wiedererkennen, erkannte, wie wahr manches doch ist, was Neal über unsere Gesellschaft mit Hilfe von dem Albino Snow ausdrückt.
Natürlich gefiel mir auch die Musik, besonders die Balladen wie "Love Beyond Words", "Solitary Soul" und "Wind At My Back"; und ich mochte auch die rockigere Komponente, die neu in den Sound von SB kam. Alles in allem empfand ich "Snow" als in sich stimmiges, genial komponiertes, wunderschönes und gefühlvolles Album, welches mich so einige Male in der Phase meines Leben aufgefangen hat und mir Hoffnung und Kraft gegeben hat. Und so stehe ich dem Album auch heute noch gegenüber.
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
Spock's Beard, The Who |
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| Veröffentlicht am: |
20.8.2003 |
| Letzte Änderung: |
28.9.2011 |
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