Hunger´s Teeth
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
ReR |
| Durchschnittswertung: |
12/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Dave Kerman |
drums, guitars, percussion, keyboards, noises |
| Bob Drake |
engineering, vocals, guitars, basses, violin |
| Sanjay Kumar |
keyboards |
| Susanne Lewis |
vocals |
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| Michelle Bos |
sounds, sampler |
| James Grigsby |
guitar, vibraphone |
| Thom Dimuzio |
sounds, tapes, acoustics |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Well...Not Chickenshit
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6:35
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| 2. |
Roan
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3:03
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| 3. |
Mangate
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2:55
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| 4. |
Geronimo
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4:51
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| 5. |
Glue
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2:41
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| 6. |
Opportunity Bangs
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5:18
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| 7. |
Shears
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1:25
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| 8. |
Bachelor Needle
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2:16
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| 9. |
Truth, Justice, and American Way
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5:35
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| 10. |
Equus
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5:06
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| 11. |
Traveler Waits for No One
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3:27
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| Gesamtlaufzeit | 43:12 |
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Rezensionen

Es ist fraglich, ob sich Dave Kerman, der Kopf der 5 UU´s, wirklich darüber freuen würde, daß ich oben bei "Stil" neben "RIO/Avant" auch das Feld "klassischer Prog" aktiviert habe. Zweifellos war es nicht seine Absicht so zu klingen wie einst Emerson Lake and Palmer oder Genesis. Das ist auch nicht der Fall. Und doch bewegt sich die Musik auf diesem Album zwischen den oben genannten stilistischen Polen. Daß auch Kerman dies klar war, beweist sein (Under)Statement, wonach "Hunger´s Teeth" ein "ungezügeltes Bekenntnis zum faulen progressiven Zauber" sei ("an unbridled ... commitment to progressive monkey-business"). Es ist schon bezeichnend, daß sich so gut wie jeder, der die Platte hört, zwischendurch an Yes erinnert fühlt. Das liegt keineswegs nur an der Stimme von Bob Drake (von Thinking Plague), die eine entfernte Ähnlichkeit mit der von Jon Anderson aufweist. Bereits Track 1 "Well... not chickenshit" enthält auch instrumentale Passagen, die - z.B. in der Bassarbeit - an Yes gemahnen, ja, dieses Stück klingt insgesamt eigentlich so, wie Yes heutzutage klingen müßten, um noch zu sein, was sie in den 70ern einmal waren. Doch Vorsicht! Das ist als deutliche Warnung nicht nur an alle diejenigen zu verstehen, die neuere Yes-Platten wie "Magnification" oder "The Ladder" mögen, sondern auch an alle, die darauf hoffen, mal wieder ein Album zu finden, das die 70er-Yes-Großtaten lediglich kopiert. Davon kann hier keine Rede sein. Denn wenn Yes heutzutage noch sein wollten, was sie in den 70ern einmal waren, dann hätten sie die damaligen musikalischen Konzepte auch weiterentwickeln müssen. Möglicherweise wäre dabei ein Stück wie "Well ... not chickenshit" herausgekommen, natürlich mit Jon-Anderson-gemäßen Lyrics (also vermutlich unter dem Titel "The wishing well of the divine chicken"), doch musikalisch auf einer Stufe angesiedelt, die man nur sehr bedingt als "populär" bezeichnen könnte - wie dies eben bei den 5 UU´s der Fall ist. (Deren Text ist übrigens schlicht eine Blütenlese all der kränkenden Bemerkungen, die Kerman in der Vergangenheit über sich ergehen lassen mußte.)
Ein Charakteristikum der UU´s-Musik besteht darin, daß häufig Melodien gegen Begleitungen gesetzt werden, die nicht als Unterstützung sondern als Widerpart wirken. Es macht Spaß, beim Hören zu erleben, wie diese Melodik trotzdem als "schön" wahrnehmbar bleibt (obwohl ich mir darüber im klaren bin, daß viele Hörer einwenden würden, die Melodien seien hier als Melodien kaum noch erkennbar).
Track 1 ist beispielhaft. Das Stück enthält das große Versprechen (oder weckt wenigstens die Hoffnung), daß der "Prog" sich stärker davon befreien könnte, entweder immer wieder in dreißig Jahre alte Kunstrock-Klischees oder aber in den Schmollwinkel abgedroschener "Avantgardistik" flüchten zu müssen. Der Rest des Albums erreicht für mein Gefühl nur passagenweise die gleiche Spannung, weil Tempo und Rockigkeit etwas vernachlässigt werden (der spöttische Hinweis Kermans, daß Track 5 "Glue" durch Uriah Heep mitinspiriert sei, läuft daher leider etwas ins Leere). Wo diese Elemente dann doch wieder eine Rolle spielen (in Track 6 etwa) ist das Ergebnis um so schöner. Der Nachfolger von "Hunger´s Teeth", die 1997 erschienene CD "Crisis in Clay" bietet manchmal noch größere Farbigkeit. Für Überraschungen ist aber auch das hier besprochene Album allemal gut, etwa wenn in "Shears" waschechte Barbershop Harmony erklingt und im Hintergrund dazu die Scheren (shears) klappern.
Empfehlung!
| Anspieltipp(s): |
Well... not chickenshit |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
3.9.2002 |
| Letzte Änderung: |
2.9.2003 |
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