A Street Between Sunrise And Sunset
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Robert Amirian |
Vocals |
| Mirek Gil |
Guitars |
| Darek Lisowski |
Keyboards |
| Piotr Zaczek |
Bass Guitar |
| Wojtek Szadkowski |
Drums |
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| Sarhan |
Guitars |
| Maciek Meller |
acoustic guitars |
| Przemek Zawadzki |
Bass guitar |
| Michal Kirmuc |
Drums programming |
| Krzysiek Palczewski |
Keyboards |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
The Evening Wind
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12:45
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| 2. |
On The Run
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14:51
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| 3. |
Midnight Snow
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4:59
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| 4. |
No Disgrace
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5:34
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| 5. |
Not Afraid
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3:55
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| 6. |
Now
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10:13
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| 7. |
Fight
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4:29
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| 8. |
A Street Between Sunrise And Sunset
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11:18
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| 9. |
Children
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3:65
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| Gesamtlaufzeit | 72:09 |
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Rezensionen

Satellite sind die neue Band des Ex-Collage-Schlagzeugers Wojtek Szadkowski. Wie diese Herkunft schon andeutet, machen Satellite NeoProg, und zwar durchaus hochwertigen.
Was beim Anhören von "A Street Between Sunrise And Sunset" als erstes ins Auge ... äh ... Ohr fällt, ist die edle Produktion: fetter Cinemascope-Sound mit vielen Details mit gelegentlich bombastisch gedoppeltem, gelegentlich dezent elektronisch verstärktem Schlagzeug. Diese Produktion und die leichten elektronischen Elemente im Schlagzeug stellen sicher, dass hier nicht nur die Nostalgie-Schiene bedient wird. Musikalisch geht es hier zwar nicht schwer komplex zur Sache, aber die Longtracks sind vielteilig aufgebaut, hängen aber gut zusammen. Schöne Musik ist trumpf, alles ist sehr melodisch und gefällig angelegt, aber ohne dass die Melodien Gassenhauer-Qualitäten hätten.
Manche Passagen erinnern ein bisschen an Mike Oldfield, teils durch die immer wiederkehrende hochtönig jubilierende Gitarre, teils durch betimmte Keyboard-Sounds und -Arpeggios (Glöckchen-Gebimmel und schwellende Synthie-Chöre). Die Stimme des Sängers Robert Amirian ist angenehm und gehört gottseidank nicht die die gequält-gequetschte Schule der Gabriel- und Fish-Imitatoren, sondern erinnert eher ein bisschen an Ray Wilson, wenn auch weniger kraftvoll. Auf jeden Fall passt sie gut zur Musik; der Gesang stellt kein wirkliches Highlight dar, ist aber auch auf keinen Fall schlecht oder störend.
Bis hierhin haben wir eine wirklich sehr gute NeoProg-Platte vorliegen, und das sage ich, obwohl ich dem Genre ja im Allgemeinen nicht sehr zugetan bin. Leider gibt es noch ein bisschen was zu meckern, was den Gesamteindruck leicht trügt.
Zum einen vermeiden auch Satellite die üblichen Klischess nicht komplett: kaum ein Stück, das ohne hymnischen Abschluss mit Gitarren-Solo auskommt, und die ein oder andere Akkord-Folge hat man in ähnlichen Zusammenhängen auch schon mal gehört. Aber wenn man diese Elemente mag, ist das natürlich nicht so schlimm. Für mich wiegt schlimmer, dass die kürzeren Songs einfach zu wenig zu bieten haben. Es sind recht harmlos-melodische Nummern, denen aber zu gutem Pop, den man ja auch mal gerne mag, einfach die herausragenden Melodien fehlen. Das plätschert leider ein bisschen dahin.
Und zum Abschluss noch ein kleiner Wortschwall, den ich aber nicht unterdrücken mag... Dieses Cover/Booklet-Design: Grr Argh. Mark Wilkinson hin, Mark Wilkinson her (wir erinnern uns: der Cover-Künstler der frühen Marillion-Platten), eines sollte man ein für alle mal festschreiben: Einhörner, Masken und Märchenschlösser gehören nicht - erst recht nicht mehr - auf CD-Cover. Punkt. Ein Cover, bei dem ein modern-zivilisatorischer Mensch mit Aktenkoffer eine trostlose Großstadt-Strasse langläuft und auf der anderen Strassenseite von Sonne, Schloss und Einhorn angeleuchtet wird, hat nicht nur eine eskapistische Komponente, die Wasser auf die Mühlen der Prog-Kritiker giesst, sondern ist einfach ausgelutscht. Daß obendrein die Farbgebung den Betrachter unwillkürlich zur Sonnenbrille greifen lässt, macht's beileibe nicht besser. Es geht uns hier zwar in erster Linie um die Musik, aber bei einem solchen Gesamtpackage kann man schon vor lauter Entsetzen nicht weggucken.
Trotzdem: musikalisch bewegen wir uns zwar auf grossteils bekanntem Terrain, aber sehr souverän gemacht ist das Ganze allemal, und vor allem die wirklich grossartige, moderne Produktion sorgt unterm Strich für eine gutes neues NeoProg-Album mit leichten Hängern.
| Anspieltipp(s): |
On the run |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.5.2003 |
| Letzte Änderung: |
28.5.2003 |
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SATELLITE sind eine polnische Band, deren Name sicherlich noch niemandem viel sagt. Bringt man dann aber den Namen einer anderen polnischen Band, nämlich COLLAGE ins Spiel, so weiß sicher der ein oder andere was damit anzufangen. Wojtek Szadkowski (drums, keyboards, guitars) heißt das "Gehirn" hinter SATELLITE, und schaut man auf die weiteren Musikernamen, so entdeckt man da auch gar nicht so viele Veränderungen.
In der Tat ist SATELLITE der definitive Nachfolger für COLLAGE. Zwar kenn ich von denen nur ein Album, die Musik ging aber in eine ähnliche Richtung. Ich würde es mal modernen Neo-Prog nennen, der weit über die gängigen Stilmittel und Klischees hinweggeht. Ok, das Cover trieft nur so vor Neo-Prog Schleim, aber gute Musik kann man auch mit geschlossenen Augen hören. Und so nehmen einen die Polen mit auf eine Reise, die Freunde dieser Musikrichtung mal an frühe Marillion erinnert, dann wieder im Stile von IQ aus den Boxen groovt, hier und da gibt es moderne Sounds und vor allem ein glasklares Klangbild. Die Scheibe besticht aber vor allem durch seine Arrangements, die spannend, frisch und abwechslungsreich daherkommen. Viel Wert wird auf einprägsame Melodien gelegt, die erfrischend und wohlklingend ins Ohr laufen und wenig Abnutzung zeigen. Für Longtrackfanatiker sind gleich vier der neun Stücke oberhalb der 10 Minuten Marke angelegt. Ausfälle gibt es auf dem Album keine zu verzeichnen. Die Scheibe funktioniert über die gesamte Distanz von 72 Minuten vorzüglich. Eine runde Sache also.
Neo Prog Fans sollten sofort losrennen und SATELLITE kaufen. Für mich erinnern die Polen immer ein Stück weit an Iluvatar, Parallelen zu den bereits genannten Größen dieser Spielart sind vorhanden, lassen sich aber nur phasenweise ziehen. Größtenteils bleibt man bei seinen Leisten und spickt diese mit gekonnten Ideen, einem modernen Sound und jeder Menge Drive.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
20.6.2004 |
| Letzte Änderung: |
25.4.2005 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Satellite
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