Live On Earth
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Inside Out |
| Durchschnittswertung: |
10.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Sir Russel Allen |
vocals |
| Floor Jansen |
vocals |
| Damian Wilson |
vocals |
| Robert Soeterboek |
vocals |
| Irene Jansen |
vocals |
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| Ed Warby |
drums |
| Peter Vink |
bass |
| Joost Van Den Broek |
keyboards |
| Arjen Anthony Lucassen |
guitars, synth and vocals |
| Ewa Albering |
flute |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Lift Off
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1.34
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| 2. |
Set Your Controls
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6.19
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| 3. |
High Moon
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5.28
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| 4. |
Dreamtime
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2.58
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| 5. |
Eyes Of Time
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3.49
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| 6. |
Songs Of The Ocean
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5.59
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| 7. |
Dawn Of A Million Souls
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5.17
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| 8. |
The Dream Sequencer
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6.03
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| 9. |
Keyboard Solo
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2.20
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| 10. |
Into The Black Hole
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11.27
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| 11. |
Actual Fantasy
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1.28
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| 12. |
Valley Of The Queens
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3.22
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| Gesamtlaufzeit | 56:04 |
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| Disc 2 |
| 1. |
Isis And Osiris
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8.48
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| 2. |
Amazing Flight In Space
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8.00
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| 3. |
Bass Solo
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2.50
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| 4. |
Intergalagtic Space Crusaders
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5.15
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| 5. |
Castle Hall
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4.57
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| 6. |
The Eye Of Ra
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9.16
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| 7. |
Starchild
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9.21
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| 8. |
The Two Gates
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14.34
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| 9. |
Photo Gallery
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0.01
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| 10. |
Behind The Scenes
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13.53
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| 11. |
Space Truckin'
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10.03
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| 12. |
Intergalactic Laxative
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2.15
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| 13. |
Dreamtime (w. Edward Reekers)
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2.48
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| Gesamtlaufzeit | 92:01 |
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Rezensionen

Ich mag Lucassen's musikalische Projekte und habe seit meiner Jugend eine ausgeprägte Schwäche für kompetent gespielten, gerne auch bombastischen Hardrock. Nur: Die für mich charakteristischen Space-Rock-Merkmale (wie z.B. Tranciges, Psychedelisches oder Elektronisches) sind bei diesem Star One Konzert noch rarer als die ebenso eher seltenen Elemente des "Prog". Das finde ich an sich überhaupt nicht schlimm und will damit nur gut informiert haben, sonst nichts. Mir gefällt diese aus zwei Audio-CD's und einer DVD bestehende Veröffentlichung bei entsprechender Stimmung trotzdem sehr gut.
Auf der DVD zu "Live on earth" sieht man ein teilweise mitreißendes Konzert mit hervorragenden Sängern. Es überwiegt leicht bombastischer, manchmal durchaus ambitionierter Hardrock oder Metal mit symphonischem oder (etwas selten) spacigem Anstrich. Ich bin geneigt zu sagen, mit Space Rock hat der Großteil dieser Musik ebenso viel (oder wenig) zu tun, wie die auf der DVD als Bonus befindliche Live-Version von Deep Purple's "Space truckin'". An Deep Purple, die Helden meiner Kindheit, erinnert mich beispielsweise auch der Song "The two gates". Außerdem muß ich im Zusammenhang mit Robert Soeterboek oft genug an David Coverdale denken. Begeisternd finde ich hier aber vor allem die Gesangsleistungen von Damian Wilson und Russell Allen. Und die Beiträge der beiden Jansen-Schwester beschränken sich glücklicherweise nicht nur auf Background-Gesang.
Man sieht auch, dass die Performance für alle Beteiligten ein Riesenspaß war und das kann sich - wie in meinem Fall - leicht auf die Zuschauer an den heimischen Bildschirmen übertragen.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
20.2.2005 |
| Letzte Änderung: |
20.2.2005 |
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Im dunklen Rijssener Konzertsaal harren einige hundert Menschen den Protagonisten der Weltraumsaga, die sich ihren Augen und Ohren in Kürze entfalten wird. Vor ihnen bietet sich eine seltsam anmutende Kulisse: Rechts ein runder, mit Zeichen und Lichtern besetzter Kreis ? gleich einem Portal zu den Sternen und eine Leinwand zur Linken, auf der sich ein seltsamer, in waberndes Licht getauchter Tunnel aufzutun scheint. Plötzlich ertönen sie, die nur zu gut bekannten, so gar nicht irdischen, sphärischen Synthies ? die Crew hebt ab, beim ?Lift-Off?.
... und beschleunigt zu den Drum-Explosionen Ed Warbys in ?Set your controls? direkt auf Lichtgeschwindigkeit: Endlich ? die intergalaktischen Weltraumkreuzritter betreten die Bühne. Unter Captain Lucassens prägnanten und treibenden Gitarrenriffs singt sich Sir Russel merklich gut gelaunt ein und es wird sogleich klar: Dieser Mann ist nicht nur im Studio außerirdisch gut! Es geht sogar noch ein gutes Stück mehr ab als im Studio. Wer mit einem normalen Rockkonzert gerechnet hat, dürfte spätestens jetzt eines besseren belehrt sein ? und Überraschungen wird es noch genug geben. Die erste ist an den Keyboards zu finden: Ist das ein Mann, ist das eine Frau, oder ist es vielleicht doch ein gewisser Daniel K.? Zum Glück erwartet die Zuschauer allerdings (bis auf eine Ausnahme) kein Gequäke ? der Herr ist überraschend gut. Und wer ist das am Bass? Das galaktische Pendant eines Freibeuters mit seltsamer Kappe oder doch Peter Vink? In Russels stimmlichen Dunstwasser tummeln sich derweil die beiden verschwisterten Weltraumsirenen Floor und Irene Jansen ? die nicht nur was für die Ohren zu bieten haben (und so ganz können sie als sonstige Gothicvertreter wohl auch nicht von viel Schminke und Liedschatten lassen). Überhaupt, das Outfit der Protagonisten ist passend auf Weltraum getrimmt ? viel Silber, viel Glitter. So langsam kriegt man den Eindruck, dass die Jungs die ?galaktische Kreuzfahrer?-Sache doch etwas ernster nehmen... Nun, zurück zur Musik.
Passend zum Album Space Metal darf im Wechsel mit Russel natürlich auch Damian Wilson nicht fehlen ? der plötzlich, wie aus dem nichts, über den anderen erscheint und auch direkt einen souveränen Eindruck hinterlässt. Dann, plötzlich die Stellen, die sonst Dan Swanö auf dem Album gesungen hat ? The dye is cast ? you?ll fade to black... ? und wo eben noch Damian stand, erscheint plötzlich ein wahrer Hüne und jagt einem sogleich Schauer mit seiner urtiefen doch immer cleanen, warmen Stimme über den Rücken: Robert ?He-Man? Soeterboek ? seines Zeichens ehemaliger Mitstreiter Arjens bei Vengeance ? ist an Bord gekommen.
Die nächste Nummer ?High Moon?, einer der schwächeren Lucassen-Outputs, ist dann eher so was wie eine Warmspielübung, auch wenn er hier etwas besser rüberkommt als auf dem Album.
Dann ist es Zeit zum Träumen und Merlins... pardon, Russels wunderbare Stimme verzaubert die Hörer mit ?Dreamtime?, einem Song von ?The final experiment?.
?Eyes of time?, hätte nicht sein müssen: Irgendwie scheint es mir für diesen Song nicht wirklich ?den richtigen Sänger? zu geben, denn obwohl Damian, Floor und Irene ihre Sache gut machen, will dieser Song nicht mal annähernd die sonstige kosmische Extraklasse erreichen. Einer der schlechtesten Ayreon-Songs.
Plötzlich dann ? Sonarklänge? Richtig ? das hier ist ?Songs of the ocean? ? Robert eröffnet mit seiner Eisberg-Stimme und die Sirenen singen, dass selbst Commander Uhura neidisch geworden wäre. Allerdings scheint es bei Damians und Russels erstem Chorus-Einsatz doch ein leichtes Abstimmungsproblem zu geben ? es klingt schon etwas schief. Dieser minimale Schönheitsfehler ist im nächsten Moment jedoch vergessen: Da sind sie, die fantastischen 6-stimmigen Chöre, und auch das Publikum wird hier im ?Frage-Antwort-Spiel? merklich warm.
Nun ist das Publikum reif für einen der besten Ayreon-Songs: Schwebende Synthies und heftig einsetzende Gitarren verkünden zu mystischen Chören, dass es diesen Abend keine Gefangene geben wird und spätestens hier muss man einfach mitsingen: ?Dawn of a million souls? ? und Russel ist einfach göttlich!
Danach wird einen Warpgang runtergeschaltet, und das sphärisch-floydige Gitarren-Synthie Duett ?The dream sequencer? entführt in unbekannte Dimensionen ? gefällt mir gut, auch wenn?s gnadenlos bei Gilmour abgekupfert ist.
Das anschließende Keyboardsolo von Daniel Kübel.. ... Joost van den Broek allerdings ist, bei aller Liebe zur Schrägheit, nicht ganz einfach zu verdauen ? zum Glück nur die Überleitung zu ?Into the black hole? einem weiteren Mid-Tempo Kracher vom Flight of the migrator-Album. Hatte damals noch Bruce Dickinson mit Lana Lane für wohlige Schauer gesorgt, so ist es hier nun Damian Wilson mit den Sirenen. Und sie machen ihre Sache wirklich gut: Zwar singt Wilson nicht mit der Stimmgewalt eines Dickinson, dafür klingt er hier ungleich filligraner und passionierter.
Auf der kosmischen Zeitreise geht es hiernach wieder einen Schritt rückwärts ? ins Reich der Fantasie, mit ?Actual Fantasy? ? und hier erklingen zum ersten Mal die magischen Flötentöne, die sich wunderbar in die Atmosphäre der Synthies einfügen ? vielleicht auch, weil Arjen zur Akustikgitarre gegriffen hat. Robert gibt dem Song seine völlig eigene (tiefe) Note ? nett, wenn auch nicht essentiell.
Wir betreten das Tal der Königinnen und Floor zeigt, begleitet nur von ihrer Schwester, Arjens Gitarre, einer Flötistin und ein paar dezenten Synthie-Cellos, wie schön dieser Song eigentlich ist. Der Hörer gerät ins Träumen, beginnt zu schweben, hier und da wird verstohlen eine Träne weggewischt ? ?Valley of the queens?, ganz toll!
Und es bleibt akustisch ? Jubelstürme wischen die Tränen weg: Verehrte Gäste ? wir betreten die Hallen von ?Isis and Osiris?. Für einen ganz kurzen Moment riecht es nach Fis(c)h, doch... hey, das ist ja Russel! Kurze Zeit später, nach Damians Einsatz als ?Ritter? geht es dann ab. Die nächsten 8 Minuten wird erst mal zünftig gerockt und soliert ? wem bis jetzt die grandiose Arbeit der Rhythmussektion entgangen ist, der ist spätestens hier auch überzeugt, oder taub. Langsam, langsam aber unaufhaltsam steigert sich der Song weiter, bis die Spannung kaum noch auszuhalten ist. Wer war noch mal dieser Fish?
Egal ? der Sternentrip geht weiter! Das unglaublich ohrwurmige Leadriff leitet ein, was alle gehofft hatten, und sogleich darf sich Robert Soeterboek als wilder Barbar beweisen. Schade nur, dass ihm beim rotzfrechen Hippie Arjen nichts hilft - ?Amazing flight in space?. Und was geht dann ab? Was machen die Clowns Arjen und Joost denn da? denkt man sich ? und wird sodann Zeuge eines der verrücktesten, komischsten und phänomenalsten Gitarren-Keyboardduelle aller Zeiten.
Dann allerdings wird wieder etwas runtergekühlt: Herr Vink darf auch mal solieren. Skurill, was er da macht, bevor er mit Ed Warby abgehen darf. Was das soll? Wer weiß, vielleicht wollte Vink zeigen, dass er sich als Clown auch ganz gut macht ? überflüssig.
Einen Moment Stille... dann... Moment, dieser Bass, dieses Riff..., endlich! Einer der wohl banal-genialsten Songs, die Arjen je geschrieben hat, hält Einzug: Die ?Intergalactic Space Crusaders? betreten die Bühne. Bei dem folgenden Duett zwischen Russel ?Sangesgott? Allen und Damian Wilson geht es dermaßen ab, dass wohl keiner zu diesem Song still stehen kann, ohne wild loszubangen und mehr als einer gröhlt aus vollem Halse den nie wieder auszulöschenden Refrain dieses Songs, dieses simplen und trotzdem intergalaktisch-guten Songs.
In derselben Kante geht es weiter ? die Dämonen tanzen wieder durch die ?Castle Hall?, das mit ebenso genialen Hooklines und Melodiegitarrensoli aufwartet. Toll!
Das Konzert hat seinen Höhepunkt erreicht, und endlich wird in "The Eye of Ra" nun das Sternentor besungen ? zunächst nur ?nett?, doch der wahre Rausschmeißer sind hier erneut die genialen, wunderbaren, perfekt eingestimmten 6-stimmigen Chöre ? es könnte ewig so weiter gehen...
Dann allerdings wird mit ?Starchild?, einer weiteren Midtemponummer, wieder einen Gang runtergeschaltet und auf Atmosphäre gesetzt ? dem Hörer tut diese Pause allerdings wohl nicht schlecht und so entfaltet sich dieses kleine 2001- Miniepos?, das so ziemlich alle Ayreon-Trademarks noch einmal aufgreift.
Ein letztes Mal wird man ins elektrische Schloss entführt, der Titel ist Programm: ?The two gates? wird das Set beschließen, zuvor werden die Zuschauer aber noch mit einem Song der Extraklasse und einer Bandvorstellung sondergleichen verwöhnt: Sir Russel stellt einmal mehr sein Charisma unter Beweis und die einzelnen Bandmitglieder werden gehörig gefeiert.
Dann scheint Schluss zu sein, doch halt ? der Captain bittet zur privaten Audienz und Joost stimmt den Deep Purple ? Klassiker ?Space Truckin?? an... Wow ? das geht noch mal so richtig ab, und die Band, allen voran Damian Wilson sucht sogar das Publikum auf ? da darf es sogar Stagediving sein. Der fantastische Groove stellt einmal mehr die pure Spielfreude unter Beweis und zeigt, wie viel Spaß die Jungs und Mädels dabei wirklich hatten... Zusammen mit den Roadies und ein paar anderen Helfern aus dem Hintergrund wird dann zuletzt zu Polonaise aus der Halle getanzt ? eine wunderbare Sternenreise geht zu Ende, doch es war ein denkwürdiger Abend.
So oder so ähnlich müssen sie sich gefühlt haben, die Besucher der Ayreon feat. Star One Konzerte der 2002er Tour ? das Ergebnis des Abschlusskonzerts ist auf Silber gebannt worden und in einer schönen Box veredelt, die mit 2 CDs (auch als 2-CD separat erhältlich) und einer DVD daherkommt. Von semi-professionellen Fans und einer Firma mit drei Kameras aufgenommen, wartet diese zwar nicht mit unendlich vielen Kamerawinkeln und technischem Schickimicki auf, dafür wird die Atmosphäre dieses Konzertes hervorragend eingefangen ? eine DVD von Fans für Fans! Sound und Bildqualität sind im grünen Bereich, der Mix gut gelungen.
Die Setlist lässt kaum zu wünschen übrig und bietet einen hervorragenden Querschnitt durch das Schaffen Arjen Lucassens (von der ersten Ayreon bis zu Star One). Zusätzlich zu dem eh schon fantastischen Konzert gibt es noch eine witzige ?Behind the Scenes Dokumentation?, die zeigt, wie sich die Crew auf die Auftritte vorbereitete und wie viel Spaß sie dabei hatte. Abgerundet wird das ganze durch eine nette Fotogalerie und zwei Fanaufnahmen von anderen Shows, einmal der Lacher ?Intergalactic Laxative? und einmal ?Dreamtime? mit Edward Reekers.
Die Show selbst überzeugt bis auf kleine Schönheitsfehler auf der ganzen Linie: Die Sangesleistung ist dank der hervorragenden Sänger einfach fantastisch, die instrumentale Leistung tadellos, wenn auch manchmal... eigenwillig. Die Stücke sind einerseits eingängig bis in die letzte Hörwindung, andererseits aber annähernd unverwüstlich und nur ganz selten mal langweilig.
Was Atmosphäre, Spielfreude und Gesamteindruck angeht, ist diese DVD top. Wer für 25 Euro nicht zuschlägt ist selber schuld.
So, und jetzt schwing ich mich in mein Raumschiff... Come on, come on, come on ? let?s go Space-Truckin??dudidudidudidu??
| Anspieltipp(s): |
Intergalactic Space Crusaders, Dawn of a Million Souls, Isis and Osiris |
| Vergleichbar mit: |
Ayreon, stellenweise Pink Floyd |
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| Veröffentlicht am: |
6.4.2005 |
| Letzte Änderung: |
6.4.2005 |
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