Fantasien 1998
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Musea |
| Durchschnittswertung: |
10.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Junko Sera |
vocals |
| Yoshiteru Yokoyama |
guitars, backing vocals |
| Masahiro Takeuchi |
keyboards |
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| Munehisa Jimbo |
bass |
| Tetsuro Nagakura |
drums, backing vocals |
| "Itabashi" chorus group |
backing vocals etc. |
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Gastmusiker
| Tomoki Ueno |
vocals (track 3 & 5) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Starting For Adventure
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5:52
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| 2. |
Desire For Wealth
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7:16
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| 3. |
Dealing With The Witch
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9:02
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| 4. |
Perfect Regulated City
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8:39
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| 5. |
Cruel Altenative
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9:32
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| 6. |
The Sacred War
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11:56
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| 7. |
Fantasien
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12:07
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| Gesamtlaufzeit | 64:24 |
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Rezensionen

Holla! Um es mal umgangssprachlich auszudrücken, dieses Album "springt einem mit dem Arsch ins Gesicht" - und das von Beginn an. Schon nach den ersten Takten merkt man was Sache ist, und zwar Bombast und Pomp bis zum Abwinken. Dies allerdings ist allerdings für ein Album diesen Types wohl auch stilbedingt, handelt es sich hier doch um eine waschechte Rockoper, wobei man auch die Oper diesmal wohl weniger in Anführungsstriche setzen muß als sonst oftmals.
Denn das, was Marge Litch hier abliefern, ist deutlich operesker als die meisten Rockopern. Dies beginnt mit den Kompsitionen - Paradebeispiel ist hier das dritte Stück Dealing With The Witch, insbesondere auch vom Gesangsstil her - und endet mit der wirklich sehr guten Sopranstimme von Sängerin Junko Sera.
Im Gegensatz zur Musik ist die Story eher 08/15-mäßig, zumindest wenn man nach der kurzen Zusammenfassung im Booklet geht, der japanische Gesangstext verschließt sich meinen Sprachkenntnissen. Im Grunde genommen geht es mal wieder um eine neue Version der Geschichte "tapferer Recke rettet Welt und seine Liebste vor teuflischem Bösewicht". Wobei teuflisch hier wörtlich zu nehmen ist, ist der Gegenspieler doch Satan höchstpersönlich, der offensichtlich mal ausnahmsweise keinen Dummen gefunden hat, der stellvertretend für ihn einen über's Haupt bekommt. Diese Geschichte spielt sich im Lande Fantasien, woher sich auch der Titel des Albums herleitet. Soviel zur Story: Wie schon gesagt, nichts wirklich Tiefsinniges geschweige denn Neues.
Zur Musik ist eigentlich weiter oben schon das wichtigste gesagt. Wer es so richtig schön bombastisch und pompös mag, der sollte dieser Platte auf jeden Fall eine Chance geben. Es sei dann natürlich er leidet wie so viele an einer Allergie gegen a) weiblichen Gesang, b) nicht-englischen Gesang oder c) beides. Zu den einzelnen Songs tue ich mich ehrlich gesagt etwas schwer, sie separat zu besprechen. Sie sind schon im Gegensatz zu vielen anderen Konzeptalben nicht zwingend miteinander verbunden und funktionieren durchaus auch für sich betrachtet (Dealing With The Witch vielleicht ausgenommen), entfalten aber meiner Meinung nach ihre volle Wirkung nur im Gesamtkontext des Albums, weswegen ich von einer Einzelbesprechung mal absehe. Als Stärken lassen sich insgesamt sicherlich sehr gute Fertigkeiten an den Instrumenten nennen, genauso wie auch zumeist wirklich gelungene und abwechslungsreiche Kompositionen. Allerdings kommt nach umhin, doch teilweise auch unnötige Längen und überladene bzw. überdrehte Passagen zu bemerken, was den Gesamteindruck doch ein wenig trübt.
Fazit: Ein gutes, aber leider aufgrund einiger Schwächen nicht außergewöhnlich gutes Album, das Freunden des gepflegten Bombastes - mit ab und zu geschickt eingeflochtenen Einflüssen aus metallischen Gefilden - durchaus gefallen dürfte. Reinhören wird auf jeden Fall empfohlen.
PS: Falls sich jemand über die 1998 im Titel wundert: Es handelt sich wohl um die Überarbeitung eines Anfang der Neunziger erschienen Albums, das damals nur ?Fantasien? hieß.
| Anspieltipp(s): |
Cruel Alternative, Fantasien |
| Vergleichbar mit: |
eigentlich nichts, obwohl vielleicht: "Wagner goes Prog" |
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| Veröffentlicht am: |
6.8.2003 |
| Letzte Änderung: |
6.8.2003 |
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Bombast bis zum Abwinken. Die Japaner bleiben die Könige der erschlagenden Notenbreitwandkultur, denn so wie's bei Marge Litch zweitem Aufguss des 1990 erschienen "Fantasien" Albums fröhlich brilliert, schmalzig zirpt und orchestral knallt, bleibt für andere Nationen weiterhin unerreicht.
Marge Litch sind mit diesem neu aufgenommenen Reissue zweifelsohne in vorderster Front der aktuelleren Bands aus dem fernen Osten einzuordnen. Sängerin Junka Sera legt als Chanteuse mit fester und kräftiger, aber natürlich auch hoher Stimme eine grundsolide Basis, unterstützend wirken Gastsänger/innen aus dem klassischen Fach mit, dass einem die Ohren klingeln. Dazu gibt es natürlich die volle Breitseite aus den dominierenden Keyboards, wobei einige härtere Gitarrenattacken, virtuose Notenläufe und hektische Breaks auch nicht fehlen dürfen. Fanfarensound und Polkarhythmus, fast schon teutonisch mutet dieser Wagner-inspirierte Rundumschlag an.
Der eine wird's als hohlen Bombast ohne Substanz empfinden, die Freunde der schallenden Klänge aus Fernost werden andererseits bestens bedient. Marge Litch bestätigen Vorurteile und können auf anderer Seite wieder mal voll überzeugen. Entscheiden muss der Hörer letztendlich selbst, auf welcher Seite er steht.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
3.9.2005 |
| Letzte Änderung: |
3.9.2005 |
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