Returning Jesus
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
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| Steven Wilson |
instruments |
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Gastmusiker
| Colin Edwin |
basses |
| Steve Jansen |
drums |
| Ian Carr |
trumpet |
| Ben Christophers |
acoustic guitar |
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| Ian Dixon |
trumpet, flugelhorn |
| Rick Edwards |
percussion |
| David Kosten |
synthesizer, cymbal |
| Theo Travis |
saxophone, flute |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Only rain
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7:24
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| 2. |
No defence
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5:20
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| 3. |
Close your eyes
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8:25
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| 4. |
Carolina skeletons
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5:08
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| 5. |
Outside the machine
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5:46
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| 6. |
Returning Jesus
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5:19
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| 7. |
Slow it all down
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3:42
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| 8. |
Lighthouse
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8:12
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| 9. |
All that you are
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4:44
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| Gesamtlaufzeit | 54:00 |
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Rezensionen

Was für Musik! Da sehne ich mich in die Zeit zurück, als ich für so was noch Geduld hatte!
Ich bin ein großer Verehrer des Stachelschweinbaums, aber wenn no-man tatsächlich Steven Wilsons Hauptbeschäftigung geblieben wäre, könnte ich damit auch leben: vielleicht hätte ich dann immer genügend Geduld für so was behalten.
No-man gehören zu den Musikern, die es schaffen, was sich der stressgeplagte Hörer von seichtem Neoprog (ich weiß, ich rede von mir selbst) vielleicht gar nicht mehr vorstellen kann: Musik zu spielen, die immer melodisch und (fast) immer harmonisch daherkommt, ohne den Hörer auch nur ein einziges Mal an Kitsch denken zu lassen. Wie machen die das?
Eigentlich liegt die Antwort auf der Hand: indem sie sich auf ruhige Stilmittel des Jazz besinnen, die Ambient-Lehre anwenden und in der Instrumentierung auf zurückhaltende Art für ständige Überraschungen sorgen. Klingt einfach, aber das alles zusammenzufügen muss man sich erst mal trauen; ist kaum zu bewältigen ohne das sorgfältige Studium der Werke eines Brian Eno - und ein bisschen Stockhausen kann da auch nicht schaden.
In kurzen Einzelheiten: Wilsons Keyboards sind hier reiner Ambient-Stil, das Schlagzeug ist entweder jazzig oder besteht aus dezenter Percussion (in die ich mich reinlegen könnte), dazu kommen diverse Blasinstrumente (die aber nicht so klingen, wie es ein unerfahrener Hörer befürchten könnte); und schließlich der Gesang ist - oberflächlich betrachtet - unspektakulär, aber von einer unglaublich intimen Intensität - nicht zufällig mag man bei dieser Beschreibung an David Sylvian denken. Gelegentlich gibt's auch mal Gitarre, aber die muss man schon mit der akustischen Lupe suchen (obwohl: wird's in "Close your eyes" nicht geradezu etwas frippertronisch?).
Und dennoch muss niemand befürchten, dass er wie auf manchen Eno-Werken eine Stunde lang drei Töne zu hören bekommt - es gibt sogar einen längeren Song hier, der (für no-man-Verhältnisse) geradezu bombastisch arrangiert ist: "Lighthouse" ist einerseits lang, hat andererseits einen Aufbau voller Suspense und dazu eine Instrumentierung, bei der immer mehr in die Vollen gegriffen wird; auch auf die Gitarre kann Wilson hier unmöglich verzichten!
Der Text von "Lighthouse" sollte für den Hörer gelten: "Come to me and make it special"; ich verstehe das so, dass es an uns liegt, ob dieses Album ein Meisterwerk ist oder nicht, denn dies ist keine Musik, die sich irgendwem aufdrängt. Sie ist nur etwas Besonderes, wenn unsere Ohren bereit sind, die Besonderheit in ihr zu erleben; wenn nicht - nun ja, Wilson macht ja auch noch Porcupine Tree...
| Anspieltipp(s): |
Close your eyes |
| Vergleichbar mit: |
Brian Eno, Jon Hassell, David Sylvian |
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| Veröffentlicht am: |
16.8.2003 |
| Letzte Änderung: |
16.8.2003 |
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Henning hat völlig recht, diese CD ist was für Stressgeplagte, die in schönen Klängen und Stimmungen versinken wollen, ohne gleich im Kitsch zu baden.
Schon der erste, instrumentelle Titel führt einen hinein in eine eigene Klangsprache, die hier mit der Trompete stark an Jon Hassell erinnert, die Streichersounds, das monotone, aber trotzdem Spannung erzeugene Percussionspiel machen einen bereit für das, was da noch kommen mag. "No defence" ist eine der typischen Midtemponummern, spartanisch instrumeniert mit sanften Gitarrenakkorden und Synthieflächen, ruhigem Gesang und perlenden Einsprengseln der E-Gitarre. Harmonie pur, und der Kitsch wird umgangen, wenn einer der Bläser einsetzt.
Leicht ethnomäßig" beginnt das dritte Stück "Close your eyes" mit Bongoklängen. Eine Orgel setzt dann schöne Flächen darüber und Bowness singt genau das, was man bei solcher Musik tun sollte, die Augen schließen. So geht es weiter, bis zum Titeltrack, der zumindest am Beginn etwas sperriger klingt, und dem Wohlbad schöner Klänge mittels Gamelansounds manche Haken bietet. Aber auch dieser Track kriegt die Kurve und wie die folgenden schwelgen hier No-man im Schönklang.
Mir fallen bei dieser CD irgendwie "TALK TALK" ein, die bei ihren letzten Werken eine ähnliche Atmossphäre erzeugten. Auch der Vergleich mit David Sylvian oder den diversen JAPAN-Ablegern ist nicht von der Hand zu weisen. Insgesamt aber einfach ein wunderschönes Album, dass mir persönlich wesentlich mehr Freude bereitet als die letzten PT-Werke.
| Anspieltipp(s): |
Close your eyes, Returning Jesus |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
19.9.2004 |
| Letzte Änderung: |
19.9.2004 |
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