Skymind
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Musea |
| Durchschnittswertung: |
12.67/15 (6 Rezensionen) |
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Besetzung
| Anthony Gabard |
electric & acoustic guitars |
| David Stuart Dosnon |
bass |
| Loic Bernardeau |
drums, vocals |
| Igor Polisset |
electric & acoustic drums |
| Sébastien Constant |
keyboards |
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| Hélène Sonnet |
flute, vocals |
| Manu Fournier |
violin, saxophone |
| Gaelle Deblonde |
violine |
| Manue Bouriaud |
viola |
| Mehdi Rossignol |
cello |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Skymind
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9:53
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| 2. |
Yellow Garden
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7:38
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| 3. |
Blind Child
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6:10
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| 4. |
The Purple Queen's Lips
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9:48
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| 5. |
The Egg Shapped Moon
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9:07
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| 6. |
Stratus
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13:24
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| Gesamtlaufzeit | 56:00 |
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Rezensionen

Seit langer Zeit trage ich mich dem Plan schwanger, zu diesem Album eine Rezension zu schreiben; schliesslich gehören Taal zu den unbekanntesten und - deshalb - unterbewertesten neuen Prog-Bands: denn schon ihr erstes reguläres Album, "Mr. Green" aus dem Jahr 2000 war trotz einer etwas unausgewogenen Produktion hervorragend gelungen, aber irgendwo im Progsumpf komplett untergegangen. 2003 gibt es jetzt den Nachfolger, der obendrein eine Steigerung bedeutet, so dass Taal hier nicht länger ignoriert werden können...
Dass es so lange bis zu einer Rezi gedauert hat, liegt sicher auch daran: Taal sind so verdammt schwer zu kategorisieren. Es gibt kaum vergleichbare Bands, die einen ähnlichen Sound pflegen. Am ehesten scheinen mir Isildurs Bane als Vergleichspunkt zu passen: wie diese inszenieren Taal ihre Songs mit aufwendigen Arrangements, praktisch immer ist das bandeigene Streichquartett plus Flöte präsent, und es gibt - aber nur in manchen Passagen - kompositorische Ähnlichkeit bei leicht neuklassischem, aber kaum schrägem Sound. Aber anders als Isildurs Bane lassen es Taal auch gerne herzhaft krachen, insbesondere Anthony Gabards elektrische Gitarre röhrt, rifft und powerchordet ordentlich los; dies tat sie schon auf Mr. Green, dort aber so ungezügelt, dass der Rest der Band phasenweise geradezu überrollt wurde. Dieses Sound-Manko ist auf "Skymind" gottseidank behoben.
Und auch anders als Isildurs Bane haben Taal bei allem Druck und aller Rotzigkeit ein Faible für burlesk-folkige Passagen, die eine Lockerheit ins Spiel bringen, die man bei den "kultur- und bildungspusseligen" (R.J.Günther) Isildurs Bane gelegentlich vermissen könnte. Diese Burleskheit kombiniert mit immer wieder sehr komplexer Linienführung und verspielter Rhythmik lässt hier und da ganz leichte Anklänge an Frank Zappa wachwerden.
Insgesamt ist Skymind eine Platte, bei der ich wenig zu meckern finde und finden will, da die Band einfach eine willkommene Bereicherung der Proglandschaft darstellt und eine ganz eigene Nische ausfüllt. Wenn man unbedingt kritisieren möchte, könnte man anführen, dass die Stücke vom Aufbau her nicht immer so diszipliniert daher kommen, wie sie könnten, dass sie ein paar Ecken zuviel umrunden. Weiterhin ist - wie so oft - der unauffällige Gesang keine grosse Stärke der Band, allerdings auch kein störender Schwachpunkt. Aber das sind - für mich - in diesem Fall Nebensächlichkeiten: Taal sind gut und verdienen ein grösseres Publikum.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
Isildurs Bane a la The Voyage mit wesentlich härteren Gitarren |
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| Veröffentlicht am: |
22.9.2003 |
| Letzte Änderung: |
23.9.2003 |
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Da dreht doch wer am Senderwahlknopf meines Radios! Dieser Eindruck stellt sich nicht nur am Anfang der CD ein. Taal spielen auf SKYMIND eine wüste Mischung aus Prog (Einflüsse: King Crimson, Zappa, Gentle Giant, Pink Floyd, aber eigentlich ganz eigen), Psychedelic, Kammermusik und osteuropäischer (jiddischer?) Folklore. Ach ja, Anleihen an arabische Musik sind bei einem Stück auch dabei. SKYMIND ist ein surrealistisches Konzeptalbum.
Nach erwähntem Sendergefummel setzt der Titelsong mit einem graden Tanzrythmus mit düsterer Streicherbegleitung ein. Nach einer Weile gesellen sich harte Gitarrenriffs hinzu. Das Gemenge steigert sich mit Rufen zum Höhepunkt, um in das Solo einer schrägen Violine zu münden, allmählich ergänzt durch crimsoide Piano, Flöte und Drums. Nach einem erneuten Kollaps folgt ein zappamäßiger, furioser Instrumentalteil und anschließender Prog mit heftigen Streichern. Der Song raubt einem den Atem!
Yellow Garden offenbart deutlicher die folkloristische Seite der Band. Er ist eine Mischung aus Volkstanz und Kammermusik mit Gesangstiraden, die ins Operettenhafte gehen. Ständig wechseln Musikstile und Rhythmen. Mittendrin gibt's noch ne Geisterstunde. Beim ersten Hördurchgang erschließen sich die Kompositionen noch nicht. So auch diese.
Blind Child ist schöne, wehmütige Kaffeehausfolklore mit dunkel tönendem Chanson-Gesang der Flötistin Helene Sonnet.
The Purple Queen's Lips weist einen stärkeren Crimson-Einschlag auf, mal im pastoralen Stil von Lady of the Dancing Water von LIZARD, mal im nervösen Stil von Larks? Tongues in Aspic. Zwischendrin wird's auch etwas psychedelisch.
The Egg-shaped Moon erinnert zunächst auch etwas an King Crimson, geht dann aber mehr in die Floyd-Richtung mit psychedelischem Gesang. Auch hier klingt noch mal der Lizard-Stil in der Kombination Flöte und Piano an.
Das letzte Stück bringt dann zu den genannten Elementen noch orientalische Rhythmik und ein im Klarinettenstil gespieltes Saxofon ein. Danach ist man erst mal platt. Ein zweiter Hördurchgang, um die Eindrücke zu ordnen, sollte unbedingt folgen!
| Anspieltipp(s): |
Skymind, The Egg-shaped Moon |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
25.9.2003 |
| Letzte Änderung: |
8.3.2012 |
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Schon wieder so eine kauzige Veröffentlichung für Prog-Sonderlinge?
Halt! Wer sich mal wieder ordentlich die Birne wegbratzen lassen will, der ist bei Taal gar nicht falsch, denn die schmutzmetallischen Gitarrenakkorde, die es hier immer wieder auf die Ohren gibt, kennen keinen Sanftmut. Na gut, es könnte natürlich passieren, dass man nebenbei auch all die Seltsamkeiten aufschnappt, die meine beiden Vor-Schreiber zutreffend hervorgehoben haben. Und es lässt sich auch nicht abstreiten, dass es in der Taal-Musik passagenweise ruhiger zugeht. Trotzdem: Wo es auf "Skymind" kracht, da kracht es richtig.
Udo hat einen Bezug zu Isildurs Bane hergestellt, zugleich aber die Unterschiede hervorgehoben. Tatsächlich wirken Isildurs Bane gegenüber Taal geradezu glatt und poliert. Daher würde ich als Vergleichsobjekt auch eher Höyry-Kone heranziehen. Die können ebenfalls gut rocken und den Hörer zugleich mit ausgefeiltem musikalischem Irrwitz verblüffen.
Aber lassen wir die Vergleiche. Skymind bietet Progrock, wie er sein soll: Wüst und packend.
| Anspieltipp(s): |
Skymind |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
20.10.2003 |
| Letzte Änderung: |
20.10.2003 |
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Auf diesem Album gibt es so viel zu entdecken und jagen die Protagonisten durch derart viele verschiedene Stilelemente, dass ich Udo`s anfänglicher Hilflosigkeit bzgl. Kategorisierung nur beipflichten kann.
Skymind ist ein erfrischend neuartiges und eigenständiges Album, in welchem hartes Gitarrenriffing, Streicher und Flöten das Bild bestimmen und ein musikalischer Cocktail gemixt wird, der der beste ist, den ich dieses Jahr geniessen durfte.
Ich würde die Liste der Bands, an die man auf Skymind erinnert wird, noch um eine erweitern. Höyry Kone passt, Isildur`s Bane auch, bei den ruhigen Flötenparts fällt mir spontan aber auch Änglagard ein. Ist zwar nicht ganz so schwermütig wie bei den Schweden, sondern mehr die Olive im Cocktail oder der Zitronenzucker am Rande des Glases.
Und wäre der Gesang am Ende von Stratus etwas tiefer und die Stimme Whiskey-geschwängert, würde man beinahe an ein Gastspiel von Tom Waits glauben.
Fazit: dieses Album steckt voller Ideen, ist sehr abwechslungsreich und hat wohl für jeden Proggie etwas zu bieten. Für mich das stärkste Album des Jahres 2003 und Pflichtauditüre.
| Anspieltipp(s): |
alles |
| Vergleichbar mit: |
Isildur`s Bane, Höyry-Kone, teilweise Änglagard |
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| Veröffentlicht am: |
26.10.2003 |
| Letzte Änderung: |
26.10.2003 |
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Eigentlich möchte ich mich nur dem Grundtenor der Kollegen anschließen: Eines der drei großen Alben des Jahres 2003 (für mich außerdem noch After Crying - Show und natürlich OSI).
Interessant für mich noch die Tatsache, dass mich anscheinend die Stilvielfalt und die übervolle Darbietung ab und an zu überfordern scheinen. So stellt sich mit der Zeit eine gewisse Gleichförmigkeit (ich finde keinen besseren Ausdruck) ein. Das ist ein bisschen schade, tut dem Album aber keinen Abbruch. Ich verweise an dieser Stelle nur noch auf das ähnlich gelagerte Debutalbum, bei welchem dieser Effekt bei mir nicht auftritt.
| Anspieltipp(s): |
The Egg-Shaped Moon |
| Vergleichbar mit: |
Isildurs Bane (bedingt, viel rauher und härter) |
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| Veröffentlicht am: |
28.3.2004 |
| Letzte Änderung: |
28.3.2004 |
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Die Franzosen von TAAL beglücken uns mit ihrem zweiten Album. Brezelte schon "Mister Green (2000) recht gut, so treiben die Franzosen mit ihrem zweiten Werk die Symbiose aus klassischen Arrangements gepaart mit harter Rockgitarre auf die Spitze!
Und wie! TAAL, das bedeutet einfach: Unverwechselbar! Diese Band hat einen einzigartigen Sound kreiert, der allenfalls hinkende Vergleiche zu Änglagard oder Isildurs Bane (Mind 1) zulassen kann. Taal schaffen das unmögliche und verbinden die klassische Rock Instrumentierung mit drei Violinen, einem Cello, sowie Flöte und Saxophon. Heraus kommt ein Hörerlebnis erster Klasse. Die Heavy Gitarre läßt genügend Raum für die Arrangements der Streicher (auf Mister Green gingen diese noch etwas unter), alles kommt druckvoll und atemberaubend rüber. Mal hektisch und geradezu dröhnend, dann wieder ganz ruhig, ein musikalischer Höllenritt, der kaum Wünsche übrig läßt. Immer wieder finden sich in den Stücken moderne Sounds und Samples. Einzig der Gesang ist nicht wirklich aussagekräftig. Da er aber neben der Instrumentierung oftmals wie ein weiterer Soundeffekt wirkt, empfinde ich ihn auch nicht als störend.
TAAL sind schwer zu beschreiben. Hört euch das Album einfach mal an. Ich denke, sowohl die hart rockende Fraktion als auch Die-Hard-Progger können hier fündig werden und in ein Klangerlebnis der höchsten Kategorie eintauchen. TAAL machen das, was man sicherlich die Zukunft des Prog nennen kann: Modern, unverfälscht, abgedreht und spannend. Was will man da noch mehr?
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
1.7.2004 |
| Letzte Änderung: |
29.6.2004 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Taal
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