Revolutions
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Disques Dreyfus |
| Durchschnittswertung: |
7.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Jean Michel Jarre |
Synthesizers |
| Michel Geiss |
Synthesizers |
| Dominique Perrier |
Synthesizers |
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| Joe Hammer |
Drums |
| Guy Delacroix |
Bass |
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Gastmusiker
| Sylvain Durand |
Synthesizer auf 2 |
| Jun Miyake |
Trompete auf 4 |
| Hank Marvin |
Gitarre auf 2 |
| The Bruno Rossignol Choir |
Chor auf 1,2,7 |
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| Mireille Pombo |
Gesang auf 6 |
| Sori Bamba und der Frauenchor Mali |
Chor auf 6 |
| Kudsi Erguner |
Flöte auf 3 |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Industrial Revolution
1. Overture 5:20 2. Part 1 5:08 3. Part 2 2:18 4. Part 3 3:47
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| 2. |
London Kid
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4:34
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| 3. |
Revolutions
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5:01
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| 4. |
Tokyo Kid
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5:22
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| 5. |
Computer Weekend
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5:00
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| 6. |
September
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3:52
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| 7. |
The Emigrant
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3:56
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| Gesamtlaufzeit | 44:18 |
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Rezensionen
Von: Jörg Graf @ (Rezension 1 von 2)

Ein Omen ist der Titel des Albums nicht unbedingt. Vielmehr widmet Jarre diese Platte den Kindern diverser Revolutionen der Menschheitsgeschichte: Der industriellen Revolution, der Revolution der 60'er Jahre (dazu gehören die Beiträge "London Kid" und "Tokyo Kid"), die Computerrevolution, der Aufstand gegen Apartheid (speziell eine Widmung an die zu der Zeit der Aufnahmen in Paris ermordete südafrikanische Politikerin Dulcie September) und die Emigranten. Die bei "Rendez-Vous" eingeschlagenen Bombast-Pfade werden hier weiterverfolgt. Leider haben sich auch die Krankheiten zum Teil noch weitervererbt.
Das Kernstück "Industrial Revolution" hat zwar recht passende kalte Sounds und weiss seinen Bombast besser einzusetzen als der Longtrack auf dem Vorgängeralbum, aber immer noch setzt Jarre häufiger auf den nackten Lead-Sound. Insgesamt ist die Suite aber recht gelungen, weils gut kracht und auch vertrackter zugeht als auf früheren Werken. Der Titeltrack setzt in Punkto Kaltheit und Wumms noch einen drauf, dazu kommt noch eine Prise Orient. "Tokyo Kid" ist eher das Gegenteil: Auch kalt, aber ruhig und depressiv. Passend dazu soliert eine gedämpfte Trompete zu langsamen aber wummernden, vertrackten E-Drums.
Einen Gegensatz zu "Tokyo Kid" soll wohl "London Kid" darstellen, das mir als schnulzige Pop-Hymne aber irgendwie gar nicht zusagt. Auch der Gastauftritt von Hank Marvin (The Shadows) fällt unspektakulär aus, da die Gitarre hier nichts weltbewegendes anstellt. "September" ist ähnlich überflüssig, auch wenn hier ein afrikanischer Frauenchor zum Gedenken an Dulcie September eingesetzt wird. "The Emigrant" kommt zwar wieder interessanter, aber immer noch zu schmalzig-hymnisch daher. "Computer Weekend" ist schon wieder so schlecht, daß man drüber lachen kann. Hier gräbt Jarre seinen 70'er-Jahre Rhythmus-Computer aus und schliesst auch stiltechnisch wieder zu "Oxygene" auf - mit einer lustigen Melodie.
Insgesamt kontrastreicher als seine Vorgänger (in Stil und Qualität), und daher gibts wieder nur eine durchschnittliche Wertung.
| Anspieltipp(s): |
Industrial Revolution, Revolutions, Tokyo Kid |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
14.10.2003 |
| Letzte Änderung: |
14.10.2003 |
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Gewiss: eine Revolution ist das nicht, was uns Herr Jarre auf vorliegendem Album anbietet. Er schafft es aber immer wieder, sich bzw. seinen Sound dezent zu verändern und auf jedem neuen Output ein bis zwei Kompositionen zu kreieren, die spannend sind. Und er bleibt sich dabei treu, jede Scheibe mit einigen ziemlich trivialen Banalitäten aufzufüllen.
Waren Equinoxe und Oxygene noch Alben, deren einzelne Kompositionen sich zu einem grossen Gesamtwerk zusammenfügten, so wirkt jetzt vieles sehr uneinheitlich und kriegen die Stücke immer mehr den Charakter kurzer Popsongs ohne Gesang.
Das Beste kommt gleich zu Anfang; die industrielle Revolution. Die Overture hat etwas Hymnisches, etwas Erhabenes und gleichzeitig durch sein Zweiton-Metronom ein hypnotisch-marschierendes Element, welches Aufbruch oder Veränderung symbolisiert. Das bei 2:48 plötzlich in das Grund-Thema einbrechende schreiende Keyboardsolo ist der kurze aber intensive Höhepunkt des Albums.
In Part 1 hört man dampfend-stampfende Maschinensounds, die in der Folge von sägenden, stöhnenden und scharrenden Geräuschen ergänzt werden. Dazu gesellen sich bedrohliche Tiefbass-Flächen. Das Stück öffnet sich in einen dramatischen Mittelteil mit Keyboard-Fanfaren, um sich dann wieder mit den (Miss)tönen der Industriemaschinerie abzuwechseln. Neben der Overture der stärkste Titel des Albums.
Part 2 ist fröhlicher, beschwingter und offener, geradeso, als habe man sich mit den Errungeschaften der industriellen Revolution abgefunden, sie schätzen gelernt.
In Part 3 wird es durch Dazunahme eines tiefen Männerchors magistraler und wieder ernster. Die Maschinerie rollt jetzt unaufhaltsam weiter, bestimmt den Rhythmus der Zeit. Das Stück endet bombastisch. Grosses Kino wogegen der Rest des Albums mit wenigen Ausnahmen deutlich abfällt.
"London Kid" ist banal und leblos, "Tokyo Kid" ebenso lebloses Geblubber mit einer quäkigen Trompete. Das Saxophon in Ron`s Piece ist eine Offenbarung dagegen.
"Computer-Weekend" ist ganz witzig; ein wiegender Tanzrhythmus, der mit kindlich-kindischen Sound-Spielereien garniert wird. Aber noch nie war Jarre weiter von Oxygene entfernt...
"September" ist grauslig; da fällt mir nicht viel zu ein.
Das abschliessende "Emigrant" kann mit atmosphärischen Klängen aufwartet und hört sich wieder mehr nach dem Jarre an, den man von früher kennt.
Bleibt "Revolutions", der "Hit" der Platte. Es beginnt mit einer schönen Flötenmelodie, die dann von einem stakkatoartigen Synthesizer und Computer-Beats kontrastiert und abgelöst wird. Ein stampfender Beat setzt ein, dann ein hämmernder Synthi-Bass. Das Stück fetzt wirklich, leider stören Voice-Samples (Roboterstimme) das Gesamtbild, eine orientalische Männerstimme gibt dem ganzen einen leichten Ethno-Touch. Die Verschmelzung verschiedener recht gegensätzlicher Elemente machen das Stück interessant. Die Musik bewegt sich hier allerdings am Rande der Gauss`schen Verteilungskurve dessen, was auf den BBS was zu suchen hat.
Der Fan von elektronischer (Pop)musik im Allgemeinen und Jarre im Speziellen kann hier sicher bedenkenlos zugreifen, alle anderen sollten zuerst mal reinhören.
| Anspieltipp(s): |
Industrial Revolution |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
27.3.2011 |
| Letzte Änderung: |
27.3.2011 |
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