Safe
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Robert Amirian |
lead and backing vocals, guitar |
| Mirek Gil |
guitars |
| Piotr Mintay Witkowski |
bass guitar |
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| Krzysztof Palczewski |
keyboards |
| Wojtek Szadkowski |
drums, acoustic guitar in 10 |
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Gastmusiker
| Krzysztof Garbalinski |
12 string guitar in 12 |
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| Kamila Kaminska |
backing vocals in 6 and 8 |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
The winter song
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2:26
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| 2. |
This time
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8:16
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| 3. |
Cages of the mind I
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0:44
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| 4. |
Cages of the mind II
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6:09
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| 5. |
Stranded
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6:30
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| 6. |
Eight kisses
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10:07
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| 7. |
One of their kind
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5:53
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| 8. |
Safe
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7:28
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| 9. |
The chanting
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8:08
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| 10. |
Made again
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6:30
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| 11. |
Cages of the mind III
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5:19
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| 12. |
I will be there
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2:44
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| 13. |
The winner takes it all
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9:42
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| Gesamtlaufzeit | 79:56 |
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Rezensionen

Über Gebühr lästern will ich ja nicht, aber mit diesem Album haben sich die sympathischen Polen wirklich total verhoben, so traurig es ist.
Dabei ist das Werk sehr, sehr lang geworden: mit dem Bonustrack bringt es nahezu 80 Minuten auf die Waage. Ein Teil des Problems liegt aber gerade in dieser Ausdehnung, denn Masse und Klasse können sich durchaus ausschließen ? hatte die Band doch schon auf ihrem Debüt gezeigt, wie schwer es werden kann, die Spieldauer einer LP sinnvoll zu füllen.
Der Anfang macht?s schon deutlich: nach einer kurzen Einleitung (etwas Klavier, etwas Keyboard) folgt ?This time?, ein Song, der sich über zehn Minuten hinzieht und völlig zerfasert wurde: das Stück hat einen eingängigen Refrain und hier und da was zwischendurch; der Aufbau könnte entfernt an Marillion?s ?King of sunset town? erinnern (mittlerweile klingt tatsächlich auch schon der Gesang irgendwie nach Hogarth). Aber Collage schaffen es, diese Zwischenteile kaum zueinander passen zu lassen; ständig schaut man zum Display, ob inzwischen wohl der nächste Song begonnen hat. Es ist schwer, diesen zehn Minuten zu folgen, da man nicht weiß, welcher Linie man letztlich folgen soll.
Wenn der Song wirklich zu Ende ist, merkt man es dann schließlich doch sofort: Der erste Teil von ?Cages of the mind? wartet mit einem unerträglich leiernden Kneipengesang auf, der selbst für die Dauer einer Minute kaum zu ertragen ist und offenbar nur mal so am Rande einen ?Wir können auch mal schräg klingen?-Hinweis vermitteln soll, aber das ist wirklich kaum auszuhalten und ergibt auch angesichts des sofort folgenden zweiten Teils von ?Cage of the mind? wenig Sinn, denn dieser Song gibt sich im Kontrast zu seiner Ankündigung auffallend langweilig ? grummelndes Keyboard, starker Bass, aber darüber hinaus kein Nährwert.
Danach beginnt der Wohlklang-Terror: ?Stranded? ist eine Schnulze, die nicht mal schnulzig klingt: eine Hookline wird angedeutet, bei der man sich aber nirgendwo einhaken kann. Das ist Musik gewordene Verlegenheit.
?Eight kisses? könnte fast so, wie es ist, von Mike and The Mechanics stammen, der Unterschied liegt lediglich in der Zerdehnung des Songs, die kein Ende nehmen will und anscheinend Prog ausschließlich mit Länge gleichzusetzen versucht ? peinlich und unnötig! Und die Schmuse-Keyboards sind hier noch penetranter als auf dem ?Moonshine?-Album. Da reißt auch die frickelige Gitarre zum Schluss nichts mehr raus, und dann kommt auch noch dazu, dass man hier zum ersten Mal eine weibliche Background-Stimme hören muss, die wie Katzenjammer klingt. Wer hiernach noch weiter hört, muss SEHR optimistisch sein.
Dabei folgt im nächsten Track zunächst sogar eine Melodie, die so typisch proggig ist, dass sie mich erst mal anspricht; ich ahne dann zwar schon, dass das in einen leichten angeprogten Popsong ausartet und denke noch, das erinnert mich an Jadis, da höre ich auch schon die Textzeile ?I can see more that (!) meets the eye?. Nein, auch der Song ist leider aus keinem anderen Grund als dem gerade genannten erwähnenswert, und diese scheußlichen Background-Vocals sind auch schon wieder dabei.
Das Titelstück ?Safe? ist dann sogar so langweilig, dass mir die Worte völlig fehlen. So öde fand ich nicht mal Barclay James Harvest in ihren schlimmsten Zeiten.
Dann ?The chanting?: flotter, harmloser Pop, zwischendurch mit guter Gitarre und Schlagzeug, das etwas nach Bongos klingt, aber wem nützt es, wenn man?s bis dahin längst weggezappt hat? Kleinigkeiten können das Album nun auch nicht mehr verbessern...
?Made again? ist der nächste Track ? kennt man den Titel nicht irgendwie? Nein, das ist keine Marillion-Coverversion, sondern wieder nur Wohlklang ohne Kanten, wieder mit Bongos, wieder muss ich gähnen.
Dass dann noch einmal die ?Cages of the mind? breitgetreten werden und dass darauf ein ebenso einschläfernder Schlusstrack folgt, bekomme ich bereits nur noch im Dämmerzustand mit. Und der beste Song des ganzen Albums ist dann ausgerechnet der ?previously unreleased? Bonustrack: Der bietet typischen Marillion-Stil als Rundumschlag ? eine Songstruktur der alten Schule, jetzt eher im Fish-Stil gesungen. Auch nichts Besonderes, aber in diesem Kontext fast schon ein Ereignis der Sonderklasse.
Ich fasse zusammen: Das Album ist schon irgendwie zu ertragen, und schlichtester Pop-Prog ist schon lange nicht mehr so ungewöhnlich-ärgerlich, dass sich ein wütender Verriss noch lohnen könnte. Das wirklich Tragische an der Platte ist nur, dass hier die komplette Geschichte aller Fehler des Neoprog im Zeitraffer vorgeführt wird ? von Marillion zu Fish zu Hogarth zu Easy Listening: andere Bands haben für diese Entwicklung wenigstens noch ein paar Alben und Jahre mehr gebraucht.
Gut, dass diese Band inzwischen in runderneuerter Form unter dem Namen Satellite die alten Progwurzeln wieder neu entdeckt hat...
| Anspieltipp(s): |
der Bonustrack (zum Aufhorchen); alles Andere (zum Einschlafen) |
| Vergleichbar mit: |
Marillion und Jadis spielen Kuschelrock |
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| Veröffentlicht am: |
17.12.2003 |
| Letzte Änderung: |
17.12.2003 |
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