Celestial Ocean
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
RCA |
| Durchschnittswertung: |
9.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Joel Vandroogenbroeck |
Keyboard, Guitar, Synthesizer, Flute, Vocals |
| Carole Muriel |
Vocals, Zither, Synthesizer, Generators |
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| Barney Palm |
Percussion, Vocals, Bass |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Egyptian Kings
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5:50
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| 2. |
Jardins
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2:09
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| 3. |
Rainbow
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2:51
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| 4. |
Era Of Technology
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7:30
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| 5. |
To Another Universe
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4:55
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| 6. |
The Space Between
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3:02
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| 7. |
Cosmic Wind
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5:29
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| 8. |
Visions
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5:33
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| Gesamtlaufzeit | 37:19 |
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Rezensionen

Da waren's nur noch drei. Änderte sich vom ersten zum zweiten Album das Line Up bis auf Vandroogenbroeck komplett, so verschwanden nun alle bis auf drei.
Seltsamerweise ist dieses Album wieder wesentlich mehr im Geiste des Debüts. Inspiriert vom ägyptischen Buch der Toten wird es hier wieder psychedelisch. Dunkel treibende Orgelakkorde, schleppendes Schlagzeug und wieder die Stimmen. Männlich und weiblich wird diesesmal über Ägypten erzählt. Das geht so dahin, bis ein leicht schräges Orgelsolo erscheint, die Erzählung aber fortgesetzt wird. "Jardins" beginnt ähnlich wie "Egyptian Kings", mit den gleichen dunklen Orgelklängen und den Stimmen.
Das dritte und vierte Stück sind kleine Zwischenspielereien. Bei "Rainbow" ist es einfach Synthiegezirpe, bei "Era Of Technology" beginnt es mit einer Kirchenorgel, Psych-Stimmen die durcheinander sprechen und dann ruhigeres Zither-Gezupfe.
"To Another Horizon" nennt sich das vierte Stück, und das passt auch. Das von Brainticket schon gewohnte Getrommel (tribal-ähnlich wie meist), dann Synthiespielereien, etwas an Hawkwind erinnernd. Frauen- und Männerstimmen treiben das Stück leicht voran. Man hat schon etwas das Gefühl, dass hier ein Aufbruch stattfinden soll. Nach dreieinhalb Minuten wieder ein Break, und mit Zither und Flöte klingt das Stück aus.
"The Space Between" ist klar mein Lieblingstück. Leises Trommeln, darüber kratzende Geräusche. Spannend. Später kommt wieder die Frauenstimme, die in ruhigem Ton erzählt, dazu - mehr im Hintergrund - eine deutsche Männerstimme. Der Song treibt ruhig aber stetig voran und ist das homogenste und songähnlichste Stück bisher.
"Cosmic Winds" ein sehr ruhiges, meditatives Stück Musik, wieder mit Zitherakkorden und Flöte. Pianoklänge leiten "Visions" ein. Und pianodominiert bleibt es, auch wenn später leichte Percussion hinzukommt. Dann wieder ein Break, ein Synthiesolo, Stimmen - es bleibt spannend. Schöner Ausklang des Albums.
Fazit: Dieses Werk ist wieder eindeutig psychedelisch, aber deutlich friedlicher in seiner Grundstimmung. Eine schöne CD für den Kopfhörer und zum Durchhören, damit sich einem das Album als Ganzes erschließen kann. Songs im eigentlichen Sinne gibt es hier nicht, nur Musik zur Illustration einer Geschichte.
| Anspieltipp(s): |
The Space Between, aber besser komplett genießen |
| Vergleichbar mit: |
sich selbst |
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| Veröffentlicht am: |
29.1.2004 |
| Letzte Änderung: |
29.1.2004 |
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Die musikalische Geschichte von Joel Vandroogenbroeck und Brainticket ist ziemlich kompliziert und man findet im weltweiten Netz allerlei verschiedene, sich mitunter widersprechende Angaben. Vor allem dass der Belgier die Band in Basel mit u.a. deutschen Musikern gegründet hatte und später nach Italien umsiedelte sorgt für Durcheinander und dafür, dass die Band mal als belgische, schweizer, deutsche oder italienische Formation (oder Kombinationen davon) bezeichnet wird. 1971 zog Vandroogenbroeck jedenfalls zusammen mit Lebensgefährtin Carol Muriel nach Mailand, wo er für die RCA als Studiomusiker tätig war. Gleichzeitig entstand eine neue Version von Brainticket, die Ende 1972 in der norditalienischen Stadt ihr zweites Album einspielte (siehe "Psychonaut").
Im Spätsommer 1972 entstand dann, Vandroogenbroeck hatte einen Plattenvertrag mit dem italienischen Zweig der RCA abgeschlossen, das dritte Brainticketalbum "Celestial Ocean". Die Band war da nur noch ein Trio: Vandroogenbroeck, Carol Muriel und der schweizer Perkussionist Barney Palm. Ägyptische Mythologie (angeblich inspiriert vom Buch der Toten) und Paläoastronautik werden auf dem Album zu einem elektronisch-psychedelischen Ganzen vermengt, welches durchaus abwechslungsreich und spannend in Ton gesetzt wurde. Der originalen LP war übrigens ein Poster beigefügt, auf dem man anhand allerlei Zeichnungen und Abbildungen die Musik, von Track zu Track, verfolgen konnte
Zeittypische Elektroniksounds, Tonbandeinspielungen, psychedelisches Georgel, recht viel Geflöte, exotisches Akustikgezupfe, elektronische Bassmuster, kerniges Geklimper und diverse Perkussion erklingen hier durcheinander, angereichert mit allerlei sinnvollen und -losen Textrezitationen in verschiedenen Sprachen. Das Ergebnis ist ein spacig-krautiger Elektropsychedelikrock, der ziemlich farbig und dicht aus den Boxen strömt. Das Ganze wirkt zwar aus heutiger Sicht etwas arg esoterisch und angestaubt, doch muss man der Band zugestehen, dass sie da ein durchaus originelles Gemenge zusammen gebraut hat, das vor allem aufgrund der Vielzahl der eingesetzten Elektronikklänge auch heute noch beeindrucken kann.
"Celestial Ocean" wurde schon mehrfach auf LP und CD wieder aufgelegt (auch ohne die Urheberrechte zu beachten). Dabei ist vor dem 1997 erschienen CD-Reissue von Purple Pyramid zu warnen, da dort aus irgendeinem Grund "Egyptian Kings" zweimal auftaucht, auch sonst die Trackliste durcheinander geraten ist und einige Stücke mitunter von kurzen Pausen unterbrochen werden. Zu empfehlen ist dagegen das kürzlich erschienen Reissue von Esoteric Records (auf dem Reactive Unterlabel), welches neben remasterten Klang auch das schon erwähnte Poster im Beiheft abbildet!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
1.1.2012 |
| Letzte Änderung: |
30.11.2012 |
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