An Other Life
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
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| Durchschnittswertung: |
9/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Eric Naylor |
Gesang |
| Michael Tenenbaum |
Gitarre, Keyboards, Gesang |
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| Steve Stortz |
Bass |
| Doug Meadows |
Schlagzeug, Percussion |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
An Other Life
1. An Other Day 2. Dust You Are 3. Your Calling 4. I Look Out 5. No Other Life
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16:36
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| 2. |
Mary
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6:41
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| 3. |
Hold Me
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11:02
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| 4. |
Journal
1. The High Call Of God 2. Dance Of Days 3. The Visceral Melee 4. Weight Of Glory 5. The Beatific Vision 6. Mystery 7. Sands 8. Insufficient Gratitude
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22:41
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| Gesamtlaufzeit | 57:00 |
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Rezensionen

Das Album "An Other Life" der amerikanischen Band Akacia bietet typischen nordamerikanischen Progressive Rock, der ein ausgeprägtes Rockfundament nicht verleugnen lässt. Die vier gebotenen Songs präsentieren sich auf einem hohen technischen Niveau und trotz ihrer beachtlichen Länge mit bis zu 22:41 Minuten ist das Songwriting im Grunde recht gradlinig und es wird viel Wert auf die rockige Komponente gelegt. Stellenweise wird ganz leicht die Schwelle zu hardrockigen Gefilden überschritten, wobei aber nach kraftvollen Gitarreneinsätzen sofort wieder in melodische Gefilde eingeschwenkt wird. Wie es sich für nordamerikanische Formationen gehört, wird viel Wert auf ausgefeilte und eingängige Gesangseinlagen gelegt. Sänger Eric Naylor führt mit seinem recht hellen Organ auf jeden Fall stimmgewaltig und überzeugend durch das Geschehen.
Der Hauptsongschreiber Michael Tenenbaum zeichnet sich sowohl für die Saitenbearbeitung als auch für die Tasteneinsätze verantwortlich und kann hier überzeugen. Stilistisch erinnert die kraftvoll dargebotene Variante der progressiven Rockmusik an Rush. Insbesondere der Opener "An Other Life" erinnert in den rockigen Passagen an die kanadische Legende, wobei man aber meilenweit davon entfernt ist, ein Plagiat zu sein. Kraftvolle Gitarreneinsätze wechseln sich mit gefühlvollen Ausflügen in melodische Höhen ab und dynamische Keyboardeinsätze sorgen für den symphonischen Einfluss. Auch wenn diese dynamische Mixtur überzeugen kann, wirkt schon dieser monumentale Einstieg leider bisweilen doch etwas in die Länge gezogen und auch trotz der spieltechnischen Fähigkeiten auch ein wenig ungestüm.
Für einen Titel von satten 16:36 Minuten wirkt das Ganze doch zu songorientiert und somit unnötig gestreckt. Da hätten gewisse komplexere und ausgefeiltere Arrangements nichts geschadet. Leider wirkt der musikalische Inhalt doch wenig homogen und es stellt sich kein für diese stolze Spielzeit notwendiger Spielfluss ein. Somit hat man es im Grunde doch eher mit abgehackt wirkenden, hochklassigen Einzelteilen zu tun.
Mit der Nummer "Mary" begeben sich Akacia in den Bereich des erdigen, bodenständigen US-Rocks, was natürlich für die Vielseitigkeit der Band spricht, aber letztendlich doch nicht ganz in das kurz zuvor dargebotene musikalische Konzept passt. Der Beginn des nachfolgenden Tracks "Hold Me" überzeugt dann jedoch mit einem nicht zu erwartenden komplex-symphonischen Einstieg, wo auch mal geschickt das Tempo herausgenommen wird, was dann in schwelgerischem Bombast mündet. Nach diesem unerwarteten Abstecher schließt sich aber wieder ein eher traditioneller Rockpart an, der von sehr eingängigen Gesangslinien dominiert wird.
Mit dem großen Finale in Form des Longtracks "Journal" wird noch einmal die stilistische Bandbreite der Musik von Akacia vorexerziert. Aus griffigen Rockelementen und progressiven Strukturen wird ein leider wiederum etwas zu langer Song kreiert. Bisweilen setzt Gitarrist Michael Tenenbaum auch zu verhaltenen Abstechern in moderate Jazzgefilde an. Trotz einer recht ausgewogenen Mischung aus Mainstream, Hardrock und Progressive Rock kann dieses "Epos" doch nur streckenweise fesseln und wirkt doch ganz schön gedehnt. Somit vereint auch dieser Abschluss die bereits erwähnten Stärken und Schwächen des Sounds der Amerikaner.
| Anspieltipp(s): |
An Other Life |
| Vergleichbar mit: |
Rush, typ. US-Prog |
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| Veröffentlicht am: |
2.2.2004 |
| Letzte Änderung: |
3.2.2004 |
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Meine wichtigste und eigentlich einzige erwähnenswerte Assoziation beim Hören dieses gelungenen Albums waren und bleiben Yes bis 1972. Zugegeben, ich kann zwei oder drei Rush-ähnliche Passagen entdecken, und zwar immer dann, wenn Retroprog von Akacia mit Hardrock-Elementen durchsetzt ist. Bis auf diese wenigen Ausnahmen erinnert hier für meine Begriffe beinahe alles außer Gesang an die Truppe um Jon Anderson, wie sie sich bis zum Weggang von Bill Bruford präsentiert hat, und zwar geschieht die Annäherung an die grossen Vorbilder von der rockigen, und nicht von der klassisch angehauchten, bombastischen Seite. Dabei ändern sich des öfteren Klangwelten und Spielarten, als würden sich immer wieder Tony Kaye und Rick Wakeman an den Keys, oder noch eindeutiger, Peter Banks und Steve Howe an der Gitarre abwechseln, so dass ein fruchtbares Hin und Her zwischen den rockigeren Yesbesetzungen der ersten drei Yesalben, und dieser mit Howe und Wakeman stattfindet. Tempi- und Stimmungswechsel, Synthie-, und Hammondsolos, Gitarreneinsätze, Gesamtsound und die Rhythmustruppe, das alles wäre hier ohne Yes völlig anders ausgefallen. An diesem Gesamteindruck ändern auch die Hardrock-Akzente von "Hold me" nicht wirklich etwas. Falls das typischer US-Prog ist, dann muss ich unbedingt mehr davon kennenlernen.
Damit will ich nicht behaupten, dass Akacia eine Clone-Band sind, denn trotz alledem schaffen sie es - nicht zuletzt durch den Sänger, und den Gesamtsound, der in der bestehenden Form nur in den 90-ern oder im neuen Jahrtausend entstanden sein kann - ihre Eigenständigkeit unter Beweis zu stellen. Vielleicht ist das einzig neoproggige an "An other life" der Sound, obwohl ich mit dieser stilistischen Zuordnung des Kollegen Horst nicht sehr glücklich bin. Falls das wirklich (wenn auch nur ansatzweise) Neoprog ist, kann es für mich nur bedeuten, dass mir einige Vertreter dieses Subgenres sehr zusagen können.
Diese ständigen Vergleiche sollen nur verdeutlichen, dass ich als Yesfan ziemlich angetan von Akacia bin, weil die Band trotz der eindeutigen Einflüsse immer noch kreativ und frisch rüberkommt. Als Yesfan meine ich: Wenn es Akacia nicht gäbe, müsste man die schleunigst erfinden, da die frühe Musik von Yes dadurch einen interessanten Blickwinkel bekommt, und hoffentlich dadurch in unsere Zeit herübergerettet wird.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
2.2.2004 |
| Letzte Änderung: |
2.2.2004 |
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Meine erste Assoziation war ebenfalls Yes. Wegen des Sounds des Albums: An other Life klingt so wie The Yes Album. Würde Jon Anderson singen, es könnte das übriggebliebene Material aus dieser Zeit sein. Horst hat die Musik recht treffend beschrieben. Nach Neoprog hört sich das für mich allerdings nicht an. Das Titelstück und der Longtrack "Journal" sind gut gelungen, wenn sie auch auf diese Spielzeit gesehen zu wenig Abwechslung bieten. Alles in allem ansprechender ProgROCK, der all denen gefallen wird, die die frühen Yes mögen.
| Anspieltipp(s): |
Journal |
| Vergleichbar mit: |
Yes - The Yes Album |
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| Veröffentlicht am: |
13.9.2008 |
| Letzte Änderung: |
14.9.2008 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Akacia
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