Last
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Barclay |
| Durchschnittswertung: |
10.67/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Michael Günther |
bass |
| Michael Hoenig |
keyboards |
| Burghard Rausch |
drums, percussions |
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| Dietmar Burmeister |
drums, percussioons |
| Lutz Ulbrich |
guitar |
| Jörg Schwenke |
guitar |
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Gastmusiker
| Gustav Lütjens |
modified voice |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Soundpool
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5:54
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| 2. |
Laila II
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16:58
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| 3. |
Looping IV
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22:42
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| 4. |
Schwingspule
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10:59
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| Gesamtlaufzeit | 56:33 |
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Rezensionen

1976 erschien zwei Jahre nach Auflösung der Band diese LP. Sie enthält mit den ersten beiden Stücken einen Radiokonzertmitschnitt aus Frankreich vom März 1973, das dritte Stück ist eine Erhard Großkopf-Komposition, aufgenommen im Februar 1974 beim RIAS-Berlin. Es gibt daher zwei verschiedene Besetzungen zu hören
Im Vergleich zu den beiden Studioplatten wirkt AGITATION FREE bei diesen Aufnahmen viel "kosmischer". "Soundpool" ist eine der typischen HOENIG-Spielereien, fast vier Minuten freie Elektronik im Stile von Schulzes "CYBORG" oder TDs "ATEM". Erst gegen Schluß gibt es eine einminütige Gitarrenmelodie inklusive Drums und Schlagzeug.
"Laila Pt.2" wird hier zu einer sechzehnminütigen Gitarrenimprovisation, langsamer gespielt als in der Studioversion und hier mit Schwenke an der Gitarre. Die Verspieltheit der Originalmelodie kommt erst gegen Ende auf, ansonsten Krautrock at his best pur.
Das letzte Stück "LOOPING IV" ist eine Fremdkomposition und hat wenig mit AGITATION FREE-Musik zu tun. Eher ist es ein früher Versuch von Ambientmusik, sanfte Elektronik, nur mit wenigen perlenden Gitarrentönen und Schlagzeug unterlegt, klingt das Stück eher wie eine verschollene Demoaufnahme von Tangerine Dream oder Ash Ra Tempel zu Zeiten der ersten LPs.
Für eine "Nachlaßplatte" reizvoll, da sie eine andere Seite von AGITATION FREE zeigt. Wer die Band allerdings erst einmal kennenlernen will, sollte sich eine der ersten beiden zulegen. Immerhin zeigt diese Scheibe, die wechselseitigen Einflüße in der Berliner Szene gut auf.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
frühe Tangerine Dream, Ash Ra Tempel. |
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| Veröffentlicht am: |
3.4.2004 |
| Letzte Änderung: |
3.4.2004 |
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"Last" war das Vermächtnis von Agitation Free. Erschienen ist das Album in kleiner Auflage auf dem französischen Barclay-Label, zwei Jahre nach dem Ende der Band. Im Vinyloriginal ist dies die seltenste Scheibe der Berliner. 1992 erschien das Material erstmals bei Spalax auf CD. Nun legen Revisited Records das Album nochmals in digitaler Form auf, remastert, in edlem Digipack und versehen mit einem interessanten Bonustrack.
Vier Livemitschnitte gibt es auf "Last" zu hören. Die ersten beiden Nummern - Andreas hat es weiter oben schon geschrieben - stammen von einem Radiokonzert in Paris vom März 1973. Hier gibt es einmal eine lange Version von "Laila" vom zweiten Album der Band zu hören. Das ist ein ausladender, krautig-spaciger Jam mit Westcoastflair, dominiert von den beiden E-Gitarren und angereichert mit einigen elektronischen Sounds und diversen Keyboardklängen Hoenigs. "Soundpool" bietet vornehmlich elektronische Klangmalereien, ehe die Nummer gegen Ende in "Rücksturz" vom Debüt umschwingt. Dieselbe Musik ist übrigens dem auf der Revisited-Ausgabe von "Malesch" zu findende Sakkara-Film unterlegt.
Das lange "Looping IV" ist ein Werk des in Berliner ansässigen zeitgenössischen Komponisten Erhard Grosskopf, einem Freund und Förderer der Band. Dieser beschäftigte sich schon seit Mitte der 60er Jahre mit elektronischer Musik und hatte unter anderem 1969 eine instrumental-elektronische 7-Kanal-Komposition für den deutschen Kugelpavillon bei der EXPO’70 in Osaka namens "Dialectics" aufgenommen. Auch "Looping IV" bietet Raummusik, ein langes Gespinst an meist elektronischen Klängen und hallenden Einlagen von E-Gitarre, Bass und Perkussion, welches über 20 Minuten auf- und abwallend, meditativ und hypnotisch dahingleitet. Vergleiche mit den typischen Produktionen der Berliner Elektroniker bieten sich an, doch wirkt "Looping IV" einerseits karger andererseits gehaltvoller und tiefgründiger als viele deren Produktionen.
Das abschließende "Schwingspule" wurde im Dezember 1971 in der TU-Mensa Berlin mitgeschnitten. Hier hatten Agitation Free gerade ihren eigenen Stil gefunden und boten spacige-freiformatige, elektronisch-psychedelische Rockexkurse jenseits von Pink Floyd, die ab und zu ziemlich heftig und wüst ausgefallen sind. Die Klangqualität ist, von zwei lauten Knacksern abgesehen, sehr gut. Ob es wohl noch weitere Aufnahmen von jenem Konzert gibt?
"Last" ist, vor allem in der Version von Revisited-Records, eine lohnende Ergänzung jeder Krautrocksammlung. Ich finde die Scheibe jedenfalls, vor allem wegen der Grosskopf-Komposition und des neuen Livetitels, bei weitem interessanter als den Zweitling der Band.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
4.12.2008 |
| Letzte Änderung: |
16.12.2008 |
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Der musikalische Nachlass der Berliner Band zeigt noch einmal die beiden Hauptspielarten krautigen Musikschaffens in ausgiebiger Form: einerseits der lange, psychedelisierende Gitarren-Freakout Laila II, andererseits die wabernde Kosmische Musik von Looping IV, ein Stück, das auch auf Tangerine Dreams Zeit gepasst hätte. Der Bonustitel Schwingspule zeigt dann quasi die Kombination der beiden Krautrock-Varianten.
Einziger Schönheitsfehler auf diesem wunderbaren Krautrock-Album ist das einleitende Soundpool, dessen schöne elektronische Freiformklänge von einem zwar nicht weniger schönen, aber irgendwie unmotiviert drangeklatschten und ebenso unmotiviert abrupt endenden Gitarrensolo gefolgt werden. Aber fünf etwas schwächere Minuten bei fast einer Stunde Spieldauer fallen nicht groß ins Gewicht, und so bleibt dies immer noch ein Pflichtkauf für Krautrock-Liebhaber.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
6.4.2009 |
| Letzte Änderung: |
25.8.2009 |
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