Hau-RUK
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Ohr |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Tim Belbe |
Tenor Sax |
| Klaus Briest |
Bass (Tracks 1,2) |
| Gilbert "Skip" van Wyck III. |
Drums |
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| Gerhard "Öcki" Egmont von Brevern |
Organ |
| Norbert Dömling |
Bass (Track 3) |
| Hansi Fischer |
Sax, Flöte (Track 3) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Breit
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24:13
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| 2. |
Schaukel
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20:20
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| 3. |
Süden Twi Westen
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21:51
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| Gesamtlaufzeit | 66:24 |
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Rezensionen

Die zweite Scheibe von Xhol (ohne Caravan) wurde am 1. und 2. Juli 1970 in Göttingen live mitgeschnitten und 1971 auf Kaisers Ohr-Label veröffentlicht. Unten im rechten Eck des Plattencovers ist ein bärtiges Männlein zu sehen, in dessen Sprechblase die Worte "Hau-RUK" gedruckt sind. Ist das der Albumtitel? Ein bis heute bestehendes Rätsel, taucht die Scheibe doch unter letzterem Namen, oder schlicht als "Xhol" in Discographien auf.
"Haste einen Freund dann rauch mit ihm den Scheund" steht auf der Rückseite der Plattenhülle. Dieser Satz macht schon in etwa klar, was für Musik den Hörer hier erwartet: Zwei lange Live-Improvisationen, ruhig-meditativ, bis krautig-wild, sax-lastiger Jazzrock, wabernde Orgel, wummernder Bass und Schlagzeug.
"Breit" (der Zustand der Zuhörer an jenem Abend?) gleitet zäh dahin, steigert sich ganz langsam, wird dann ab der Mitte recht flott, bietet schräge Orgelleinlagen, kurze Bass- und Schlagzeugsoli, ist aber sonst vom, meist durch Effektgerate verfremdeten Sax dominiert und kulminiert in einem wüsten Finale mit treibender Bass, dröhneder Orgel und heftig überblasenem Sax.
"Schaukel" unterscheidet sich eigentlich nicht sonderlich sich von "Breit". Es geht allerdings gleich etwas flotter los und schwingt in der Mitte in einen Bluesrock um, inklusive einem entsprechenden Gesang. Nach dem Ende des Stücks kann man noch einer Auseinandersetzung zwischen Band und Ansager um den Bandnamen lauschen. Der gute Mann macht den Fehler den Namen der Gruppe als "Soul Caravan" auszusprechen, was ein Bandmitglied zu der offenbar wirklich verärgerten Richtigstellung "Wir heissen Xhol, X - H - O - L" veranlaßt, begleitet vom Klappern der vom abwandernden Publikum zurückgelassenen, umkippenden Bierflaschen.
"Xhol" ist wohl vor allem ein interessantes, zeittypisches Krautrock-Dokument. Musikalisch geht es hier nicht allzu abwechslungsreich zu. Trotzdem ist zumindest "Breit" eine recht unterhaltsames Stück, daß die durchaus erstklassige Improvisationsfähigkeit der Band demonstriert. Wer Meditativ-Krautiges schätzt und sich dieses in einem jazzrockigen Kontext vorstellen kann, der sollte hier zugreifen.
| Anspieltipp(s): |
Breit |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.4.2004 |
| Letzte Änderung: |
13.11.2006 |
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Vor einiger Zeit (2003) wurde "Hau-RUK" von Garden Of Delights erstmals "offiziell" auf CD wiederveröffentlicht. Eventuell existierende frühere Versionen sind Bootlegs. Ein paar kurze Anmerkungen zu dieser Ausgabe der Scheibe:
- Die Platte heisst wirklich "Hau-RUK". Offenbar wollten Xhol ursprünglich ein Doppelalbum veröffentlichen, das eine live eingespielte und eine im Studio aufgenommene LP beinhalten sollte. Ohr-Eigner Peter Meisel hatte aber aus irgendwelchen Gründen etwas dagegen, so dass nur die beiden Live-Stücke erschienen (das ebenfalls eingespielte Studiomaterial sollte 1972 auf "Motherfuckers GMBH & CO KG" erscheinen). Zudem wurde der damals schon bei den Musikern unbeliebte Rolf-Ulrich Kaiser (RUK) als kleines Wurzelmännchen unten auf dem LP-Cover verewigt.
- Da die Originalbänder des Göttinger Auftritts und auch die LP-Masterbänder nicht mehr vorhanden waren, wurde "Hau-RUK" für die CD-Version von einer Mint-LP gezogen. Dafür wurde das Material mit dem NoNoise-Verfahren von Cedar digital entknistert. Das hat sehr gut funktioniert. Man merkt an keiner Stelle, dass man eigentlich einer LP lauscht.
- Der CD-Version wurde ein umfangreicher Bonustrack beigefügt. Dieser stammt nicht von dem Konzert in Göttingen, sondern es handelt sich um den Mittschnitt einer Session, welche Skip van Wyck, Tim Belbe, Öcki, Norbert Dömling (damals bei Missus Beastly) und Hansi Fischer aus irgendeinem Grund 1974 in Dieter Dierks Studio in Stommeln eingespielt haben. Das Ganze stellt also eine Art von Xhol-Reunion dar. Die Nummer bietet, bei exzellenter Klangqualität, einen langen, jazzig-rockig-krautig-meditativen Jam, der sich stilistisch den beiden Live-Tracks gut anfügt. Er ist allerdings deutlich abwechslungsreicher und spannender.
Kurzum: Das Reissue von Garden Of Delights dieses Albums ist eine durchaus gelungene Sache. Durch das Bonusstück wird die Platte zudem deutlich aufgewertet, so dass ich meine Bewertung nach oben verschiebe!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
26.5.2006 |
| Letzte Änderung: |
26.5.2006 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Xhol (Caravan)
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